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Warum Speisen so heißen Böfflamott

Diesen Rinderbraten bekommt man heutzutage nur noch in ausgesuchten bayerischen Wirtshäusern, die Wert auf Tradition legen. Eigentlich müsste es heißen „Boeuf a la Mode“. Aus diesem französischen Gericht, das wohl mit Napoleon nach Bayern gekommen ist, haben die Einheimischen „Böfflamott“ gemacht.

Stand: 31.01.2015

Böfflamott | Bild: Bayerischer Rundfunk

Wörtlich übersetzt bedeutet es „Rind nach Art der Mode“, also so, wie es damals gerne gegessen wurde. Hauptsächlich vom Adel, versteht sich. Daraus hat sich dann im Laufe der Zeit ein bürgerliches Rezept für einen in Rotwein oder auch Weißwein eingelegten Rinderbraten entwickelt. Das Einlegen von Fleisch, auch in Essigmarinade, wie wir es vom Sauerbraten kennen, diente im wesentlichen dazu es länger haltbar und mürber zu machen. Da Rinder in früheren Zeiten hauptsächlich als Arbeitstiere gehalten wurden, war ihr Fleisch nicht unbedingt zart, so dass ihm eine Verfeinerung dieser Art gut tat.

Ob jetzt die Soldaten Napoleons ihren Fleischvorrat in Rotwein eingelegt mitgebracht haben oder ob französische Köche das Rezept nach Bayern brachten, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen. Aber einen solchen Rinderbraten wieder einmal zuzubereiten lohnt sich.

Das Rezept

 Böfflamott | Bild: BR/Anton Rauch zum Artikel Rezept Böfflamott

Nicht wegzudenken aus einer echten bayerischen Küche ist das Böfflamott. Reinhard Maier, Koch in einem der urigsten Wirtshäuser der Landeshauptstadt München, dem "Schützenlust" in Solln, verriet sein Rezept. [mehr]


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