Bayern 1


11

Pichelsteiner Rezept für den perfekten Eintopf

Der Pichelsteiner ist ein typisches bayerisches Eintopfgericht aus verschiedenen Fleisch- und Gemüsesorten, aus Kartoffeln, Karotten, Sellerie, Petersilienwurzeln und Bohnen. Die Zutaten variieren je nach Jahreszeit und Geldbeutel. Wir haben hier ein einfaches Rezept für Sie, dass Sie nach Ihrem Geschmack variieren können.

Stand: 27.12.2019 | Archiv

Auf einem Tisch steht ein Teller mit Pichelsteiner | Bild: mauritius-images

Pichelsteiner-Rezept

Zutaten Pichelsteiner

750 g gemischtes Fleisch (z.B. Rind, Schwein, auch Lamm, in Würfel geschnitten wie Gulasch)
2 EL Öl oder Butterschmalz
260 g Karotten
130 g Knollensellerie
2 Stangen Lauch
200 g weiße Zwiebeln
500 g Weißkohl (oder Wirsing, oder Bohnen, oder Kohlrabi - was es gerade gibt und was Ihnen schmeckt)
500 g Kartoffeln
100 g gehackte Petersilie
Fleischbrühe zum Auffüllen (etwa 1,5 Liter)
Salz
Pfeffer
1 TL Majoran gerebelt

Wie wird Pichelsteiner gemacht?

Das Gemüse waschen und in mundgerechte Stücke schneiden, den Lauch in Ringe und die Zwiebel würfeln, ebenso die Kartoffeln. Beiseite stellen.

Das Fett in einem großen Topf erhitzen und die Fleischwürfel scharf anbraten - von allen Seiten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Dann das Gemüse in folgender Reihenfolge auf das Fleisch schichten:
1. Karottenscheiben
2. Selleriestifte
3. Lauchringe
4. Zwiebelwürfel
5. Kohl
Und ganz nach oben kommen die Kartoffelwürfel.

Jede Lage mit etwas Salz, Pfeffer und Majoran bestreuen. Die Fleischbrühe dazugießen, sodass alles gut bedeckt ist. Nicht umrühren. Zum Köcheln bringen, den Deckel auflegen und etwa 60 Minuten bei sanfter Hitze garen. Vor dem Servieren den Pichelsteiner Eintopf noch mit der kleingehackten Petersilie bestreuen.

An Guadn!

Pichelsteiner Geschichte

Dass der Eintopf in Regen entstanden ist, beruht auf einer Legende. Sie besagt, dass im Jahr 1742 eine Bäuerin im Regener Gasthaus Wieshof gezwungen war, den Panduren Trenck und seine Gefolgsleute zu verköstigen. Sie hatte aber nur Rüben, Kraut und ein paar Fleischreste, die sie in einem großen Kessel über dem Feuer gekocht hat. Der Kessel wurde angeblich als Pichel bezeichnet. Dem wilden Haufen soll es gut geschmeckt haben, er ist friedlich weiter gezogen. Das Rezept ist erhalten geblieben.

Viel wahrscheinlicher ist, dass der Name des Eintopfs auf das Büchelsteinerfest bei Grattersdorf im südlichen Bayerischen Wald zurückgeht. Dass die Wirtin Augusta Winkler ihn dort seit 1839 serviert hat, ist nachweislich belegt. Da die Waldler das "ü" gerne als "i" aussprechen, ist es leicht nachvollziehbar, wie aus dem Büchl ein Bichl und dann ein „Pichelstoaner“ geworden ist, wie die Einheimischen sagen. Zu Ehren kommt der Pichelsteiner jedes Jahr beim großen Pichelsteinerfest in Regen, dem größten Volksfest in Bayerischen Wald.

Täglich neue Rezepte haben wir bei unserem Instagram Kanal BAYERN 1 kocht für Sie, schauen Sie doch mal vorbei!


11