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Mindestlohn - Kindergeld - Krankenversicherung Das ändert sich 2019

Mehr Kindergeld, weniger Krankenversicherungsbeitrag: Für Verbraucher und Steuerzahler bringt 2019 viel Neues. Die wichtigsten Änderungen auf einen Blick.

Stand: 31.12.2018

Frau freut sich zum Jahreswechsel
| Bild: mauritius-images

Kindergeld 2019

Ab 1. Juli 2019 erhöht sich das Kindergeld um zehn Euro. Für das erste und zweite Kind gibt es dann 204 Euro, für das dritte 210 und für das vierte und jede weitere Kind 235 Euro.

Kinderfreibetrag höher 2019

Der Kinderfreibetrag wird 2019 angepasst und soll von 7.428 auf 7.620 Euro erhöht werden. Vom Staat gibt es generell allerdings nur eins von beidem: Entweder Kindergeld oder Kinderfreibetrag. Für Alleinerziehende ist der Freibetrag lohnender ab einem zu versteuernden Einkommen von 30.000 Euro, bei Ehepaaren ab 60.000 Euro, schreibt die Stiftung Warentest.

Auch der Grundfreibetrag aller Steuerzahler soll 2019 von 9.000 auf 9.168 Euro steigen.

Steuererklärung einfacher 2019

Die Einkommenssteuererklärung fürs Jahr 2018 wird einfacher. Belege müssen nicht mehr mitversandt werden, der Steuerzahler muss sie aber dennoch aufbewahren für Nachfragen der Steuerbehörde. Diese kann bis zu ein Jahr später noch Belege nachverlangen.

Die Fristen für die Steuererklärung werden länger: Alle, die ihre Steuererklärung selbst machen, haben zwei Monate mehr Zeit.

Krankenversicherung Änderungen 2019

Für alle, die gesetzlich krankenversichert sind, gilt: Ab 1. Januar wird der Krankenkassenzusatzbeitrag zur Hälfte vom Arbeitgeber gezahlt statt wie bisher allein vom Arbeitnehmer.

Sozialabgaben - Erhöhungen und Senkungen

Der Pflegebeitrag wird zum Jahreswechsel um 0,5 Prozentpunkte erhöht - auf 3,05 Prozent des Bruttoeinkommens. Alle Beitragszahler ohne Kinder zahlen künftig 3,3 Prozent des Bruttoeinkommens. Der Arbeitslosenbeitrag wird dagegen um 0,5 Punkte gesenkt, auf dann 2,5 Prozent des Bruttoeinkommens.

Gutverdiener zahlen mehr Sozialabgaben

Die Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung steigt: Bisher waren bis zum Betrag von 4.425 Euro Beiträge zu zahlen, ab 2019 liegt der Betrag bei 4.537, 50 Euro pro Monat. In der Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt die Gehaltsschwelle von 6.500 auf 6.700 Euro im Westen und im Osten von 5.800 auf 6.150 Euro. Diese Änderungen werden allerdings nur Gutverdiener spüren, sie zahlen mehr ein.

Für alle Arbeitnehmer: Brückenteilzeit neu

Ab Januar wird die Brückenteilzeit eingeführt. Die vereinbarte Arbeitszeit können Arbeitnehmer ein bis fünf Jahre verringern, danach müssen Arbeitgeber die Rückkehr in die Vollzeit ermöglichen. Die befristete Teilzeit mit Brücke in die Vollzeit gilt für Unternehmen mit mindestens 45 Beschäftigten und ist möglich für Arbeitnehmer, die schon mindestens ein halbes Jahr für das Unternehmen arbeiten. Weitere Einschränkung: Arbeitgeber mit 46 bis 200 Beschäftigten müssen nur einem von 15 Mitarbeitern die Brückenteilzeit genehmigen.

Alle Arbeitnehmer: Weiterbildung wird besser gefördert

Bessere Weiterbildung soll alle Arbeitnehmer fit machen für den digitalen Wandel. Daher wird die Weiterbildung der Arbeitsagentur ausgebaut und gefördert.

Geringverdiener: Mindestlohn steigt

Zum 1. Januar steigt der gesetzliche Mindestlohn von 8,84 Euro brutto auf 9,19 Euro. Ab dem 1. Januar 2020 soll er sich auf 9,35 Euro erhöhen.

Mieter: Miete nach Modernisierung darf weniger stark steigen

Die Miete nach Modernisierungen darf ab Januar 2019 nur noch maximal um drei Euro pro Quadratmeter, in manchen Fällen nur um zwei Euro steigen. Die Kosten für Modernisierungen dürfen nur zu acht Prozent statt wie bisher elf Prozent auf die Mieter umgelegt werden. Außerdem müssen Vermieter neuen Mietern immer offenlegen, was der Vormieter an Miete gezahlt hat.

Ende für die TAN-Listen

Zettel mit endlosen TAN-Listen gehören der Vergangenheit. Per Post verschickte TAN-Listen sollen ab Herbst 2019 aus Sicherheitsgründen nicht mehr verwendet werden.

Neue Geldscheine - 100 und 200 Euro

Ab 28. Mai werden neue, fälschungssichere 100- und 200-Euro-Scheine ausgegeben.

Intersexuelle - neue Geschlechtsangabe

Im Geburtenregister kann man ab Januar 2019 "männlich", "weiblich" oder "divers" eintragen lassen.

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