Bayern 1


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Marcus Fahn will's wissen! Das gibt's doch gar nicht - oder etwa doch?

Jeden Morgen wollte es Marcus Fahn wissen. Welche unglaublichen, kuriosen und spannenden Geschichten schlummern in Bayern? Ganz nach dem Motto: "Das gibt's doch gar nicht - oder doch?!"

Stand: 29.11.2019

Marcus Fahn will's wissen! | Bild: BR/ Markus Konvalin

7.10 Uhr – das war auf BAYERN 1 die Zeit für Geschichten, bei denen man sich unweigerlich sagte: "Das gibt's doch gar nicht!". Jeden Morgen ging Marcus zusammen mit Ihnen auf die Suche. Immer um kurz nach 7 Uhr stellte er Fragen wie zum Beispiel "Gibt es einen Piloten mit Höhenangst?" oder "Gibt es einen Tätowierer, der keine Tattoos hat?" und Sie lieferten uns die unglaublichsten Geschichten.

Hier finden Sie alle Fragen und Antworten bei "Marcus Fahn will's wissen":

Ein Paar, das seit 70 Jahren miteinander verheiratet ist

Gesucht und gefunden! Seit stolzen 71 Jahren sind Lisl und Erhard aus Coburg miteinander verheiratet. Kennengelernt haben sie sich im Betrieb, in dem beide gearbeitet haben. Näher gekommen sind sie sich dann beim Tanzen. Lisl ist 94 und Erhard 93 Jahre alt. Was die Liebe frisch hält hat uns Lisl auch noch verraten: Wichtig fürs Zusammenbleiben sind die gleichen Interessen und gemeinsame Unternehmungen. Die beiden haben vier Kinder, sechs Enkel und acht Urenkel.

Ein Tätowierer, der selbst keine Tattoos hat?

Den haben wir in Rain/Niederbayern gefunden. Markus bekam vor 10 Jahren von seinem Bruder eine Tätowierpistole zu Weihnachten geschenkt – vorher hatte er schon Tattoovorlagen für Freunde gezeichnet. Er selbst hat kein Tattoo, denn er möchte sein erstes von seiner Tochter (20) gestochen bekommen. Sie zeichnet jetzt schon Tattoovorlagen für Freunde, will auch das Tätowieren lernen und dann ist Markus "fällig".

20 Jahre ohne einen Fehltag wegen Krankheit gearbeitet

Dieter aus Wölbattendorf, einem Ortsteil von Hof/Oberfranken, hat unglaubliche 49 Jahre gearbeitet ohne einen einzigen Fehltag wegen Krankheit. Er ist damit sicher einer der robustesten Menschen im Freistaat - großen Respekt! Sein Beruf? Dieter hat eine Lehre als Drucker gemacht und später als technischer Unternehmensberater Druckereien beraten. "Ich habe einfach immer Glück gehabt - bis heute", sagt er. Sein Gesundheitsgeheimnis: "Ich habe immer Sport getrieben, nie im Übermaß getrunken, nicht geraucht, aber ich liebe Süßigkeiten."

Einen Fallschirmabsturz überlebt

Allein die Vorstellung jagt einem Gänsehaut über den Rücken: Stefan aus Eckental in Mittelfranken hat tatsächlich einen Fallschirmabsturz überlebt. Zu seinem Geburtstag wollte er sich einen Wunsch erfüllen und schenkte sich selbst einen Tandemsprung. Eigentlich ein sicheres Ding. Doch in 4.000 Metern Höhe schlägt sich der Tandemmaster den Hinterkopf an und ist sofort bewusstlos. Zwar geht der Reservefallschirm auf und der Tandemmaster kommt wieder zu sich, dennoch krachen die beiden ins Feld. Stefan kam mit dem Leben und angebrochenen Rückenwirbeln davon.

Ein Mensch, der 20 Instrumente spielt und mehr

Hans-Jürgen Buchner, Musiker und Gründer der Band "Haindling", hat sich bei Marcus Fahn gemeldet und erzählt, dass er tatsächlich den Überblick darüber verloren habe, wie viele Instrumente er beherrsche. " Ich spiele so viele Instrumente, wie ich habe", meinte Buchner und fügte an, er habe 150 Quadratmeter voll mit Instrumenten zu Hause. Was definitiv mehr als 20 sind. Sein erstes Instrument war eine Indianertrommel, die er im Alter von drei Jahren geschenkt bekam.

Einen wertvollen Schatz im Garten gefunden

Diesmal haben wir tatsächlich niemanden gefunden. Wir haben zwar ganz oft den Hinweis auf den Römerschatz von Weißenburg in Mittelfranken bekommen, der Ende der 1970-er Jahre in einem Garten gefunden wurde. Einige Teile des Schatzes sind heute im Weißenburger Römermuseum zu sehen. Oder der Keltenschatz aus Wallersdorf in Niederbayern, der in einem Gemüsebeet gefunden wurde und heute in der Prähistorischen Staatssammlung München zu sehen ist. Beide Finder geben keine Interviews.

Mutter und Großmutter am selben Tag

Marc aus Egglham hat sich bei uns gemeldet. Seine Oma (geb. 1917) ist am 27.7.1961 Mutter und Oma an einem Tag geworden. Mit 44 Jahren ist sie nochmal Mutter eines Sohnes geworden. Am selben Tag hat ihre 18jährige Tochter auch einen Sohn bekommen – im selben Krankenhaus, im selben Kreissaal. Dieser Sohn der 18jährigen Tochter ist der zwei Jahre ältere Bruder von Marc.

Nahtod-Erfahrung

Gibt es in Bayern einen Menschen, der schon zweimal eine Nahtoderfahrung gemacht hat? Sabine aus Vilsbiburg ist das passiert. Die erste Nahtoderfahrung hatte sie 2005 bei einem Schlittenunfall in Schladming, als sie mit einem Holzschlitten ohne Helm gegen einen Baum geknallt ist. Sie war weg, alles um sie herum wurde warm und hell und immer wärmer. Die zweite Nahtoderfahrung hatte Sabine 2015 bei der Geburt ihres Sohnes Felix (heute 4 Jahre alt). Das Baby hatte im Bauch einen Herzstillstand, Sabine wurde mehrmals reanimiert. Heute geht es ihr und ihrem Sohn gut, sie haben zusammen eine Traumatherapie gemacht nach der Geburt, weil auch das Baby so eine Nahtoderfahrung gemacht hat während des Herzstillstands.

Wenn Nachname, Beruf und der Straßenname gleich sind

Ein Schmied, der in der Schmiedstraße lebt und auch noch Schmied mit Nachnamen heißt - gibt's nicht. Gibt's doch. Zwar nicht den Schmied, aber den Schlosser! Am 19. November war Marcus Fahn auf der Suche nach einem Menschen in Bayern, dessen Name, Beruf und Straßenname der gleiche ist. Gefunden wurde Armin Schlosser, Schlossermeister und Chef der Schlosserei Schlosser GmbH und dann wohnt er auch noch in der Bürgermeister-Schlosser-Straße in Augsburg. "Manchmal glaub ich's selber nicht.", sagt Armin Schlosser über diesen Zufall.

Dreimal die gleiche Person geheiratet

Am 18. November wollte Marcus Fahn wissen, ob es in Bayern Menschen gibt, die dreimal denselben Partner geheiratet haben. Und tatsächlich meldete sich Michael aus Redwitz an der Rodach. Er ehelichte seine Frau Birgit zum ersten Mal 1983 bis 1991, zum zweiten Mal bis 1995 und zum dritten Mal im Jahr 2012 im Krankenhaus in Nürnberg, bevor sie 2013 an einer schweren Krankheit verstarb.

Veganer Metzger

Eine ganz besondere Kombination suchte Marcus Fahn am 15. November: Gibt es in Bayern einen Metzger, der sich vegan ernährt? Gemeldet hat sich Metzgermeister Michael. Er ernährt sich vegan, produziert aber ganz normale Fleischprodukte und bietet aber auch vegane Produkte in seiner Metzgerei an.

Familie, bei der 5 Generationen unter einem Dach leben

Am 14. November suchte Marcus Fahn nach einer Familie, bei der 5 Generationen unter einem Dach leben. Gefunden wurde tatsächlich Familie Zieht aus Feilitzsch. Dort leben 15 Personen im Alter von 10 Monaten bis 90 Jahren unter einem Dach.

Pilot mit Höhenangst

Mathias fliegt den Airbus auf Langstrecke mit Höhenangst.

Gibt es in Bayern einen Piloten oder eine Pilotin mit Höhenangst? Das wollte Marcus Fahn am 13. November wissen. Daraufhin hat sich Mathias aus Geretsried im Landkreis Bad Tölz - Wolfratshausen gemeldet. 1988 hat er als Copilot bei einer großen Fluggesellschaft angefangen und seit 1998 ist er selbst Flugkapitän. Er fliegt den Airbus A340 und 350 auf Langstrecke. Außerdem ist er Segelflieger. Er hat heuer sogar einen neuen Europarekord aufgestellt. Und: Mathias hat Höhenangst! Mit seinen (mittlerweile erwachsenen) Kindern in den Klettergarten zu gehen ist für ihn eine Horrorvorstellung.

11 Sprachen fließend sprechen

Deutsch, Französisch, Spanisch, Schwedisch, Englisch, Italienisch, Portugiesisch, Russisch, Kroatisch, Chinesisch, Türkisch - diese 11 Sprachen spricht Stephan aus Würzburg fließend. Genau so jemanden hat Marcus Fahn am 12.November gesucht. Stephan hat außerdem inzwischen 101 Länder bereist, für viele internationale Konzerne gearbeitet und vermittelt im Moment spanische Facharbeiter nach Deutschland.

Stephan aus Würzburg spricht 11 Sprachen.

„Meine eher verrückte Seite: Mit 24 Jahren, nach Ende des BWL Studiums, habe ich beschlossen, binnen 10 Jahren die 100 Länder Marke zu knacken und bis zu 10 Weltsprachen zu lernen“, erzählt er im BAYERN 1 Interview. Zudem betreibt er einen Sprachstammtisch „International MeetUPs“ in München, Nürnberg, Würzburg, Frankfurt und Stuttgart.

250 Gegentore in einer Saison

Die Damenmannschaft des DJK SC Mistendorf

Am 8. November haben wir eine Fußballmannschaft gesucht, die mindestens 250 Gegentore in einer Saison kassiert hat. Ja, die gibt es. Die Damenmannschaft des DJK SC Mistendorf im Landkreis Bamberg hat unglaubliche 259 Gegentore in der Saison 2018/2019 kassiert. Den Spaß lassen sich die Spielerinnen allerdings nicht verderben. Den Zeitungsbericht über einen Saisonzwischenstand mit 228 Gegentoren nahmen sie mit viel Humor. Auch wenn bis zum Saisonende noch ein paar Tore mehr dazukamen. Inzwischen läuft es in der Defensive etwas besser ;-)

57 mal umgezogen

Mehr als 30 Umzüge im Leben - so jemanden haben wir am 7. November gesucht. Und wir haben Ulrike aus der Jachenau am Walchensee gefunden. Sie ist unglaubliche 57 Mal umgezogen und das, obwohl sie erst 38 Jahre alt ist. Als Kind ist die gebürtige Fränkin aus Altdorf mit ihren Eltern ins Pegnitztal gezogen. Doch in ihrem Erwachsenenleben ging es richtig los, denn beruflich arbeitet sie projektbezogen und weiß nie, wie lange die Projekte dauern. Deswegen und wegen ihrem reiselustigen Herzens, wie sie sagt, ist ihre Wohnortliste so ungewöhnlich lang. Mit Umzügen nach Österreich, Großbritannien, USA, Holland. Wieviel Ikea-Schränke sie aufgebaut hat, weiß sie nicht mehr. Aber sie hat immer noch Freunde, die ihr beim Umzug helfen. Ihre derzeitige Wohnung hat Ulrike dieses Mal mit einer großen Party eingeweiht. Und sie wohnt jetzt schon über ein Jahr dort. Vielleicht kann sie dieses Mal länger bleiben ...

24 Stunden im Aufzug

Am 6. November haben wir jemanden gesucht, der mindestens 24 Stunden im Aufzug stecken geblieben ist. Gefunden haben wir Christa , die sage und schreibe 40 Stunden in einem Aufzug festsaß. Warum das niemand bemerkt hat? Der defekte Aufzug befand sich nicht etwa in einem öffentlichen Gebäude, sondern in ihrem 700 Quadratmeter großen, siebenstöckigem Privathaus, das sie zusammen mit ihrem (mittlerweile) Ex-Mann bewohnte. Schlimm war für sie in dieser Zeit weniger das Gefühl des Eingesperrtseins - der Lift hatte zwei Glaswände und sie hatte freien Blick nach draußen - sondern vielmehr die Kälte. Aus einem mit Plastikfolie gefülltem Karton, der ebenfalls im Lift war, zog sie den Inhalt raus, zerriss das Plastik und verteilte es über ihrem Körper. Wie sie befreit wurde? Ganz unspektakulär - durch ihren Ehemann.

1.000.000 km auf dem Tachostand

Am 5. November haben wir ein Auto gesucht, das einen Tachostand von 1.000.000 km hat. Fündig geworden sind wir bei Ralf aus Passau: Sein Audi Diesel A4 TDI (1,9 Liter) mit Automatik hat diesen großen Schritt gemacht - und zwar mit dem ersten Motor, durchgängig Werkstatt gepflegt. Gespannt war Ralf darauf, was der Tacho nach 999.999 km anzeigen würde - er vermutete, dass er wieder auf Null springen würde. Aber leider nein, er blieb ganz unspektakulär einfach stehen.

Der Liebe zu seinem Auto tut das keinen Abbruch - immerhin hat ihm das Fahrzeug mit Baujahr 1998 in 20 Jahren gemeinsamer Fahrten im Außendienst treue Dienste geleistet.

100kg abgenommen

Am 4. November suchten wir jemanden aus Bayern, der 100 kg oder mehr abgenommen hat. Gefunden haben wir Reinhard Stummreiter aus der Oberpfalz, der 150 Kilo abgenommen hat, von etwa 300 kg auf 150 kg. Man kennt ihn als Trommler der Altneihauser Feierwehrkapell'n, unter anderem von der Fastnacht in Franken.

Liebe mit einem Größenunterschied von 50 Zentimeter

Lukas und Vanessa

Am 31.10. suchten wir ein bayerisches Paar mit einem Größenunterschied von 50 Zentimetern oder mehr. Fündig wurden wir in Johannesberg. Lukas ist mit 2,14 m satte 58 cm größer als seine Partnerin Vanessa mit 1,56 m. Die beiden Unterfranken erwarten im April 2020 ihr erstes Kind. "Für uns und unsere Freunde und Familie ist der Größenunterschied völlig normal und fällt gar nicht auf. Für viele Außenstehenden ist es sehr außergewöhnlich", so die beiden. 

Am 30.10. suchten wir einen Pendler in Bayern, der täglich mindestens 200 km einfach zur Arbeit fährt. Gefunden haben wir Andreas, der täglich 297 km von Waldbrunn in Unterfranken nach München mit der Bahn fährt.

Zwillinge, die Zwillinge heiraten

Am 29.10. suchten wir nach einem Zwillingspaar, das wiederum ein anderes Zwillingspaar geheiratet hat. Gefunden haben wir ein "Zwillings-Quartett" aus Berg in Oberfranken, das derzeit gemeinsam in Australien Urlaub macht - ein Paar ist bereits verheiratet, die anderen beiden werden sich im Frühjahr 2020 das Ja-Wort geben: das Ehepaar Marco und Marina, das künftige Ehepaar Isabell und Mirco (im Bild von links).

Am 28.10. suchten wir ein Haustier, das länger als 5 Jahre von daheim verschwunden war und dann wieder wohlbehalten zum Besitzer zurückkehrte. Gefunden haben wir: die Katze Limes von Johanna aus Julbach, Niederbayern, die sage und schreibe 7 Jahre umherstromerte, bis sie zurückgebracht wurde - dank einer Finderin, die im Internet die alte Anzeige wiederfand.


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