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Halogen, LEDs und Co. So finden Sie die richtige Glühbirne und sparen Geld

Nicht zu hell, nicht zu funzlig und vor allem nicht zu kalt sollen Lampen strahlen. Die richtige Birne zu finden, ist bei der heutigen Auswahl schwieriger als früher. Mit diesen Tipps vermeiden Sie Fehlkäufe und sparen Geld.

Stand: 11.03.2019

Frau wechselt Glühbirne
| Bild: mauritius-images

Früher wusste man, wie hell zum Beispiel eine 60-Watt-Glühbirne ist und welche Lichtfarbe sie hat - nämlich angenehmes warmweiß. Doch heute gibt es vor allem Halogen- und LED-Leuchtmittel, die man in die klassischen Glühbirnenfassungen schrauben kann. Die neuen Birnen sind in der Anschaffung teurer, halten aber länger und verbrauchen weniger Strom. Bei geringerer Watt-Zahl schaffen sie eine höhere Helligkeit.

Um Fehlkäufe zu vermeiden, hilft ein Blick auf folgende Kennzahlen, die auf der Verpackung und zum Teil auch auf den Leuchtmitteln selbst aufgedruckt sind:

Lumen: Lumen (lm) bezeichnet den Lichtstrom, also wie viel Licht eine Lampe abstrahlt. Grob lässt sich sagen: Je mehr Lumen die Lampe hat, desto heller leuchtet sie. Um zu wissen, wie hell eine Lampe im Vergleich mit der alten Glühbirne leuchtet, teilen Sie die Lumenzahl durch zehn. Das ist zwar nicht ganz genau, ergibt aber zumindest einen Richtwert. Beispiel: Ein Leuchtmittel mit 550 bis 850 Lumen leuchtet in etwa so hell wie eine 60-Watt-Glühbirne.

Watt: 40 Watt (W) oder doch lieber 60? Die alten Richtwerte bringen beim Lampenkauf heute nicht mehr viel. Die Einheit Watt bezeichnet tatsächlich nur den Stromverbrauch. Bei den alten Glühbirnen wusste man dadurch auch wie hell sie leuchteten – bei den modernen Leuchtmitteln ist der Verbrauch allerdings auch bei starker Leuchtkraft deutlich niedriger.

Lux: Lux (lx) ist die Bezeichnung für die Beleuchtungsstärke einer Lampe. Also wieviel Lichtstrom auf eine Fläche fällt. Das ist zum Beispiel bei Fahrradlampen wichtig, die nicht nur leuchten, sondern auch anstrahlen müssen.

Kelvin: Die Farbtemperatur des Lichts erkennt man an der Kelvin-Zahl (K). Sie bezeichnet, ob das Licht eher kalt oder warmweiß leuchtet. Ein Wert unter 3000 Kelvin steht für warmes bis goldenes Licht. Je höher der Wert über 3000 Kelvin liegt, um so kälter ist das Licht. Bei über 5000 Kelvin spricht man von Tageslichtweiß.

E 27 und E 14: Die Bezeichnungen haben nichts mit der Helligkeit zu tun, sondern benennen den Gewinde-Sockel der Birne, der in die Fassung geschraubt wird. E 27 passt in eine klassische große Schraubfassung, Birnen mit der Bezeichnung E 14 in die kleine Variante.

Welches Licht spart am meisten Geld?

Tatsächlich punkten moderne Leuchtmittel vor allem durch ihren niedrigen Verbrauch und ihre lange Lebensdauer: Die Stiftung Warentest hat bereits mehrmals energiesparende Leuchten getestet.

Am besten schnitten LED-Lampen ab, die im Test teilweise über 20.000 Stunden brannten - wer die Lampe nur ein paar Stunden am Tag einschaltet, kann sie also über 15 Jahre lang nutzen. Durch die lange Lebensdauer rechnen sich sich auch die teuren Modelle, die bis zu 50 Euro kosten

Unser Tipp für den Ersatz einer klassischen 60-Watt-Birne

Orientieren Sie sich an folgenden Werten: Wählen Sie eine LED-Birne mit einer Leistung von neun bis zwölf Watt und - falls angegeben - einem Lumenwert zwischen 550 und 850. Damit das Licht angenehm warmweiß wie bei einer klassischen 60-Watt-Glühbirne leuchtet, sollte die von Ihnen gewählte LED mit einer Farbtemperatur von 2700 Kelvin oder weniger strahlen. Wenn Sie sich unsicher sind, probieren Sie im Elektroladen oder Baumarkt verschiedene Leuchtmittel aus und vergleichen Sie Helligkeit und Lichtwärme.


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