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Lichterketten zu Weihnachten So leuchtet Ihr Baum schön, sicher und sparsam

Erst viele Lichtlein geben dem Christbaum den richtigen Glanz. Die Leuchtdioden-Technik (LED) eröffnet neue Möglichkeiten wie Fernbedienung, Farbwechsel und Batterieberieb. Worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Stand: 12.12.2019

Frau schmückt Tannenbaum mit Lichterkette in einem Wohnzimmer | Bild: mauritius-images

Lichterkette mit Glühbirnen

So kennt man sie: Glühlämpchen und dunkelgrünes Kabel - inklusive Kabelsalat nach dem Auspacken.

Die Lichterkette mit den klassischen Glühbirnen ist zwar mittlerweile die günstigste Alternative beim Einkauf. Jürgen Ripperger, Leiter der Gebrauchstauglichkeitsprüfung beim VDE weiß warum: "Viele Hersteller verkaufen nur noch ihre Lagerbestände, daher gibt es aber oft nicht einmal mehr Ersatzbirnen." Das Licht ist angenehm warm - die kleinen Birnchen erhitzen sich aber eben auch schnell. Hier lauert schon die erste Gefahr: Gehen ein oder mehrere Glühbirnen kaputt, bekommen die restlichen mehr Strom ab, können durchschmoren und sogar den Tannenbaum entfachen.

Je günstiger die Lichterkette im Laden ist, desto teurer kommt der Stromverbrauch: Ein ordentlich langes Exemplar kann in der "staden Zeit" schon bis zu 50 Euro verbrennen - bei den neuen LED-Ketten ist das um mehr als ein zehnfaches weniger. Viele ältere Lichterketten haben noch keinen Trafo: Die 230 Volt aus der Steckdose liegen an jeder Glühbirne an. Die Stromschlag-Gefahr bei kaputten Fassungen oder Kabeln ist hoch.

LED Lichterkette Vorteile

LEDs sind klein, bunt, sparsam und können auch mit Batterie betrieben werden.

Die neuen Lichterketten mit den kleinen LED-Elementen haben gar keine Fassungen - dafür einen Sicherheitstrafo, der die Stromspannung aus dem Stecker auf 12 bis 24 Volt herunterregelt. "Selbst offene Drähte wären ungefährlich wie bei einer Modelleisenbahn", erklärt Ripperger. Und das hat noch ein paar Vorteile: Die neuen Leuchtdioden verbrauchen nicht nur weniger Strom, sie halten bis zu 20.000 Stunden lang, und die Leitung verträgt an die 1.500 Stück, ohne, dass die Sicherung fliegt.

Mittlerweile ist auch die Farbe der Leuchten frei wählbar. Wer wohlig warmes Licht wünscht, sollte auf eine "Farbtemperatur" von unter 3.300 Kelvin achten - aber es gibt sogar LEDs, die ihre Farbe wechseln können; ein klarer Vorteil gegenüber den herkömmlichen Glühbirnchen. Und wenn es schon so recht gemütlich am Heiligen Abend ist, dann vereinfacht eine Lichterkette mit Fernbedienung das Um- und ausschalten. "Möglich sind hier auch Zeitschaltuhren", ergänzt der VDE-Experte, "die helfen nebenbei auch noch Strom zu sparen".

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Einzelgänger: Kerzen mit Batterie und Fernbedieung

Sie sehen aus wie klassische Kerzen, aber statt Wachs enthalten sie eine Batterie und LED-Technik.

Noch nicht lange auf dem Markt sind Sets mit einzelnen batteriebetriebenen Kerzen, die sich ebenfalls per Fernbedienung dimmen, tönen und abschalten lassen. Vorteil: Nie wieder Kabelsalat und eine Optik wie damals mit echten Kerzen.

Nachteile: Die Batterien halten höchstens die Weihnachtstage durch. Zunächst müssen aber auf einen Schlag 15, 20 oder noch mehr von ihnen besorgt werden - danach wieder entsorgt. Deshalb beim Kauf darauf achten, dass auch aufladbare Akkus verwendet werden können.

Für alle Lichterketten mit LEDs gilt: Die einzelnen Dioden sind nicht austauschbar. Durch die lange Brenndauer passieren Defekte seltener - und bei 150 Lämpchen fallen ein paar kaputte nicht so auf.

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