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Krank im Urlaub Krank im Ausland - das müssen Sie wissen

Sturz, komplizierter Beinbruch, Notarzt und dann Rücktransport: Damit der Urlaub auch im Krankheitsfall nicht zum kompletten (Kosten-)Alptraum wird, sollten Sie diese Tipps vor Reiseantritt unbedingt beachten.

Stand: 08.07.2019

Eine Frau steht am Strand und niest in ein Taschentuch. | Bild: mauritius-images

Krank im Urlaub - wer zahlt die Behandlungskosten?

Innerhalb der EU übernehmen die gesetzliche Krankenkassen die Kosten für eine Behandlung zum Teil. Außerhalb der EU wird es aber schon schwieriger.

Welche Vereinbarungen es in den unterschiedlichen Ländern gibt hat die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung im Link aufgelistet. Auf den Merkblättern finden Sie auch eine Aufschlüsselung, welche Leistungen in den jeweiligen Ländern übernommen werden.

Krankgeschrieben im Urlaub - muss das sein?

Wer im Urlaub krank ist, kann sich nicht erholen. Deshalb gibt es die Möglichkeit, sich auch im Urlaub von einem Arzt krankschreiben zu lassen. Das ist sinnvoll, weil Sie Ihre Urlaubstage nicht verlieren. Besonders, wenn die Krankheit länger dauert als der Urlaub, ist die Krankschreibung wichtig.

Allerdings müssen Sie Ihren Arbeitgeber dann auch sofort informieren. Worauf Sie achten müssen, können Sie bei Ihrer Krankenkasse telefonisch erfragen.

Was Sie alles bedenken soltlen, wenn Sie krankgeschrieben sind, haben wir hier zusammengefasst: Krankschreibung - was ist erlaubt.

Brauche ich eine Auslandskrankenversicherung?

Die Auslandskrankenversicherung brauchen Sie in jedem Fall außerhalb der EU. Tatsächlich kann sich die Versicherung aber auch bei Reisen innerhalb der EU lohnen, da die Kassen nicht alle Kosten übernehmen. Achtung: Möglicherweise haben Sie bereits eine solche Versicherung, häufig wird sie bei Kreditkartenverträgen mit angeboten und abgeschlossen.

Können Sie zum Beispiel nicht wie geplant mit Flugzeug oder Zug heimreisen, sondern brauchen einen Krankentransport, können schnell sehr hohe Kosten auf Sie zukommen - und die werden von den gesetzlichen Krankenversicherungen nicht übernommen. Teils bieten auch Automobilclubs einen Krankenrücktransport als Teil ihrer Mitgliedschaft an, da hilft ein Blick in Ihren Vertrag.

Achtung Kleingedrucktes: Chronisch Kranke müssen beim Abschluss der Versicherung darauf achten, dass nicht nur unvorhersehbare Krankheiten, sondern auch geplante Arztbesuche abgedeckt sind. Bei älteren Versicherungen ohne diesen Zusatz, bitten Sie unbedingt um Umstellung des bestehenden Vertrages.

Auch eine Reiserücktrittversicherung im Paket mit einer Reiseabbruchversicherung kann sinnvoll sein. Im Fall einer früheren Rückreise bekommen Sie so zumindest einen Teil der Reisekosten zurück.

Wie finde ich einen Arzt im Ausland?

In vielen Reiseführern sind Adressen von Ärzten aufgelistet, gerade in touristischen Gegenden sind häufig auch deutschsprachige Ärzte oder Kliniken zu finden. Im Zweifel können Sie sich auch an die Deutsche Auslandsvertretung im Reiseland wenden.

In touristischen Regionen finden sich häufig auch deutschsprachige Ärzte.

Viele Auslandskrankenversicherungen sind im Krankheitsfall per Telefon erreichbar und haben eine Liste von Ärzten, an die Sie sich wenden können.

Reiseapotheke: Was Sie einpacken sollten

Grundsätzlich gehören in die Reiseapotheke natürlich Medikamente, die Sie täglich einnehmen müssen. Falls etwas verloren geht oder beschädigt wird, sollten Sie den Namen des Wirkstoffs separat notieren, denn die Namen der Medikamente unterscheiden sich häufig von Land zu Land.

Zusätzlich empfehlen Ärzte:

  • Schmerzmittel gegen Fieber und Kopfschmerzen
  • Verbandszeug / Pflaster
  • Mittel gegen Durchfall
  • Gel gegen Stiche und Verbrennungen

Was genau Sie brauchen, hängt immer vom Reiseziel ab, wer wandert oder Rad fährt sollte eine Schmerzsalbe einpacken, in manchen Gebieten kommt die Malariaprophylaxe ins Gepäck. Grundsätzlich hilft ein kurzes Gespräch vor der Reise mit dem Hausarzt, um zu klären, welche Impfungen und gegebenenfalls auch Medikamente notwendig sind.


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