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Kartoffelbrei Wie gelingt der perfekte Kartoffelbrei?

Kartoffelbrei zuzubereiten ist eigentlich ganz einfach - trotzdem scheiden sich darüber die Geister. Wir haben den Test gemacht: Zauberstab, Handrührgerät oder Kartoffelstampfer? Wie wird das Püree cremig und leicht?

Stand: 21.12.2020

Schüssel mit Kartoffelbrei  | Bild: mauritius-images

Kartoffelstampf, Kartoffelbrei oder Kartoffelpüree?

Wie die zerdrückten Kartoffeln heißen, das hängt ganz davon ab, wo in Deutschland sie gegessen werden. Im Westen Deutschlands sollten Sie ganz klassisch "Kartoffelpüree" bestellen. Im Nordosten, rund um Berlin gibt es "Stampfkartoffeln" und im Saarland und in der Pfalz kommt "Stampes" auf den Teller. Sogar innerhalb von Bayern gibt es verschiedene Bezeichnungen: Die Oberfranken sagen beispielsweise "Kartoffelstampf". Im restlichen Deutschland heißt der Kartoffelbrei einfach "Kartoffelbrei".

Kartoffelsorten

Für den perfekten Kartoffelbrei benötigen Sie nicht nur das richtige Küchengerät, Sie brauchen natürlich auch die richtigen Kartoffeln. Wir empfehlen Ihnen für Kartoffelbrei mehligkochende Kartoffeln zu verwenden. Diese haben nämlich einen hohen Stärkeanteil. Das beudeutet sie fallen von alleine auseinander und sind nicht all zu saftig. Die Konsistenz von mehligkochenden Kartoffeln ist ideal für Kartoffelbrei.

Kartoffeln stampfen - aber wie?

1. Pürierstab

Der erste logische Gedanke für viele ist es, die Kartoffeln mit dem Pürierstab zu zerkleinern. Unser Versuch zeigt: Das ist keine gute Idee, denn die Kartoffeln werden zu einer zähen, klebrigen Masse. Mit dem Pürierstab werden die Kartoffeln nicht zerdrückt sondern zerkleinert. Die Klingen zerschneiden die Kartoffeln und zerstören so die Stärkemoleküle. Die austretende Stärke vermischt sich mit der Flüssigkeit der gekochten Kartoffeln und heraus kommt ein zäher, klebriger Teig. Unser Tipp: Niemals einen Zauberstab verwenden.

2. Handrührgerät

Im zweitern Versuch haben wir ein Handrührgerät benutzt und auf der aller niedrigsten Stufe die Kartoffeln vorsichtig zerdrückt. Bei dieser Methode ist es besonder wichtig, dass Sie mehligkochende oder eine Mischung aus mehlig- und festkochenden Kartoffeln verwenden. Nur mehlige Kartoffeln lassen sich mit dem Handrührgerät zu einem geschmeidigen und lockeren Püree verarbeiten - und zwar nur auf der langsamsten Stufe.

3. Kartoffelstampfer

Wer die klassische Variante wählt, der muss die Kartoffeln mit der Hand stampfen. So bleiben die meisten Stärkemoleküle erhalten und das Püree wird cremig, leicht und samtig. Allerdings ist das Kartoffel stampfen echte Handarbeit. Ein luftiges Püree ganz ohne Klumpen kann deshalb auch schweißtreibend sein.

4. Kartoffelpresse oder Passiermühle

Mit diesen beiden Geräten bleibt Ihnen das anstrengende Kartoffelstampfen erspart. Mit der Kartoffelpresse wird das Püree noch glatter und fluffiger. In der  Passiermühle können Sie sogar die Kartoffeln mit Schale verarbeiten.

Kartoffelbrei Rezept

800 g mehligkochende Kartoffeln
50 g Markenbutter
200 ml lauwarme Vollmilch
Salz
Pfeffer
etwas frisch geriebene Muskatnuss

Kartoffeln kochen, schälen und stampfen. Milch erwärmen (geht auch kalt, oder mit einem Schuss Sahne, je nach Geschmack) und zusammen mit den Butterflocken und den Kartoffeln in einem Topf vermischen. Kartoffelbrei mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Sie wollen mehr Rezeptideen mit Kartoffeln? Dann probieren Sie auch unser einfaches Kartoffelgratin Rezept.

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Die Kartoffelbrei-Challenge! Wie wird Kartoffelbrei richtig schön fluffig? Wir haben drei Zubereitungsarten getestet. Und wer bisher mit dem Zauberstab hantierte, muss jetzt ganz stark sein 🥔😜Gepostet von BAYERN 1 am Freitag, 19. Oktober 2018


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