Bayern 1 - Aktionen


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25 Jahre Mauerfall Das Ende des Eisernen Vorhangs

Massenflucht, Montagsdemos, Sturz des Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker: Die Zutaten für eines der wichtigsten Stücke deutscher Geschichte. Im November 1989 war nach 40 Jahren das Ende der DDR besiegelt. Erleben Sie mit uns noch einmal die Tage vor dem Mauerfall. Täglich um 14.15 Uhr auf Bayern 1 und hier im Netz.

Stand: 20.10.2014

  • 13. Oktober 1989

    13. Oktober 1989

    Überraschender Empfang

    Lehrerin Paula Jaschinski macht bei einem Besuch in Berlin einen Abstecher in den Ostteil der Stadt. Als sie dort das Museum für Deutsche Geschichte betritt, wartet schon ein Empfangskomitee auf sie ...

    Es sind noch 27 Tage bis zum Fall der Mauer.

    In Warschau und Prag warten tausende DDR-Bürger auf die Erlaubnis, das Land verlassen zu dürfen. Und Zehntausende sind schon in den Wochen zuvor gegangen - unter ihnen ein späterer Fernsehmoderator.

    Er schafft eine Vorzeigekarriere, wie sie nur wenigen Neuankömmlingen gelingt.

  • 14. Oktober 1989

    14. Oktober 1989

    Massenflucht aus dem Osten

    In der DDR haben die Herbstferien begonnen. Das ist auch an den Grenzübergängen zu spüren. Über Österreich und Tschechien rollen jetzt noch mehr Trabbis und Wartburgs Richtung Bayern.

    Es sind noch 26 Tage bis zum Fall der Mauer.

    Insgesamt sind es mehr als 200.000 DDR-Bürger, die in den Wochen vor dem Mauerfall in den Westen flüchten.

    In Bayern treffen sie auf die enorme Hilfsbereitschaft der einheimischen Bevölkerung. Ein Helfer in der Zeltstadt Hengersberg erinnert sich.

  • 15. Oktober 1989

    15. Oktober 1989

    Hoffnungsträger aus dem Osten

    Kindergeburtstag in Gelsenkirchen. Der kleine Mesut wird heute ein Jahr alt. 17 Jahre noch bis zum Bundesligadebut von Mesut Özil.

    Und noch 25 Tage bis zum Fall der Mauer.

    In der Frankfurter Paulskirche wird der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen - ohne den Preisträger Vaclav Havel. Er ist nicht angereist, weil ihm sonst die tschechoslowakischen Behörden die Rückkehr verweigert hätten.

    Der Bürgerrechtler ist im Herbst '89 einer der großen Hoffnungsträger all derjenigen, die hinter dem Eisernen Vorhang den Wandel herbeisehnen.

  • 16. Oktober 1989

    16. Oktober 1989

    Musikalischer Protest

    Im ZDF läuft die Serie „Ein Colt für alle Fälle“, der Sommerhit „Lambada“ steht noch immer an der Spitze der deutschen Singlecharts.

    Es sind noch 24 Tage bis zum Fall der Mauer.

    In der DDR melden sich an diesem 16. Oktober die Musiker zu Wort. Sie formulieren ihren Protest und verlesen eine Resolution, der sich bereits dreitausend Künstler angeschlossen haben.

    In Leipzig strömen 120.000 zur Montagsdemo - so etwas hat es in der DDR seit dem Volksaufstand von 1953 nicht mehr gegeben.

  • 17. Oktober 1989

    17. Oktober 1989

    Götterdämmerung in Berlin

    In der Bundesrepublik freuen sich die Sparer: Die Zinsen auf dem Kapitalmarkt steigen auf mehr als sieben Prozent. Und in den Kinos läuft Indiana Jones, Teil 3 - der letzte Kreuzzug.

    Es sind noch 23 Tage bis zum Fall der Mauer.

    Den Drahtziehern im Regierungsapparat der DDR ist inzwischen klar geworden: Mit Honecker geht es nicht mehr. Eine Gruppe um den Berliner SED-Funktionär Günter Schabowski ist für diesen 17. Oktober zum Putsch verabredet.

    Als Erich Honecker die entscheidende Sitzung des Politbüros eröffnet, wagen sich die Gegner aus der Deckung und fordern seine Absetzung ...

  • 18. Oktober 1989

    18. Oktober 1989

    Der neue starke Mann

    Auf der Computerfachmesse Systems in München wird eine Weltneuheit angepriesen: Der 486er Personal-Computer.

    Es sind noch 22 Tage bis zum Fall der Mauer.

    Erich Honecker ist zurückgetreten, das ist die offizielle Version der Nachricht, die an diesem 18. Oktober um die Welt geht.

    Der neue starke Mann in der DDR heißt Egon Krenz. Er spricht zum ersten Mal von einer "Wende" - dem Inbegriff für die Geschehnisse im Herbst '89.

  • 19. Oktober 1989

    19. Oktober 1989

    Freie Meinungsäußerung

    Max Streibl ist seit genau einem Jahr Bayerischer Ministerpräsident. Die ARD bringt um 20.15 Uhr die Diskussionssendung "Pro und Contra". Thema: Die Wiedervereinigung.

    Es sind noch 21 Tage bis zum Fall der Mauer.

    Egon Krenz, Nachfolger Honeckers, weiß, dass er nicht viel Zeit hat, um die Massenflucht und die Massenproteste der DDR-Bürger einzudämmen.

    Er erkundigt sich direkt beim Bürger , wie die massenhafte Abwanderung in den Westen zu erklären sei und bekommt ungeahnt direkte Antworten ...

  • 20. Oktober 1989

    20. Oktober 1989

    Ein verzweifelter Versuch

    In der Bundesrepublik boomt die Wirtschaft. Experten rechnen für das kommende Jahr mit drei Prozent Wachstum.

    Es sind noch 20 Tage bis zum Fall der Mauer.

    In der DDR ist die wirtschaftliche Lage alles andere als rosig. Es droht der Staatsbankrott. Weiterhin flüchten Tausende.

    Was tun? Die Staatsmacht versucht es an diesem 20. Oktober mit einem verzweifelten Appell an die Bevölkerung der DDR.

  • 21. Oktober 1989

    21. Oktober 1989

    Kritik aus Moskau

    Marcel Reich-Ranicki bekommt an diesem Samstag den Medienpreis "Bambi" - und - nimmt ihn an. Später einmal wird er an gleicher Stelle die Ehrung ablehnen.

    Bis zum Fall der Mauer sind es noch 19 Tage.

    Der Schlüssel für das Tor zur Freiheit liegt in Moskau. Eine sowjetische Zeitung kritisiert erstmals den Personenkult um Honecker.

    In Ostberlin sind auch an diesem Tag wieder Tausende auf den Straßen: Gegen brutale Übergriffe durch die Staatssicherheit und für Reisefreiheit. Politbüromitglied Günter Schabowski versucht vor Ort zu beschwichtigen.

  • 22. Oktober 1989

    22. Oktober 1989

    Sorgen im Westen

    Der Franzose Alain Prost wird zum dritten Mal Formel 1-Weltmeister, und der Liter Normal-Benzin kostet im Schnitt 1 Mark 10.

    Es sind noch 18 Tage bis zum Fall der Mauer.

    Die Proteste im Osten ebben nicht ab. Viele Möglichkeiten bleiben der Staatsmacht nicht. Entweder die SED gibt scheibchenweise ihre Macht ab, oder aber sie bricht den Widerstand der Bürger mit Gewalt.

    Diese Gefahr sehen auch die Politiker im Westen. Der damals Regierende Berliner Bürgermeister Walter Momper erinnert sich ...

  • 23. Oktober 1989

    23. Oktober 1989

    Umbruch in Ungarn

    Auch in Südafrika kündigt sich ein politischer Wandel an - die Tage der Apartheid sind gezählt.

    Es sind noch 17 Tage bis zum Fall der Mauer.

    Bei der Montagsdemonstration in Leipzig erlebt die DDR die bis dahin größte Protestkundgebung ihrer Geschichte. Dreihunderttausend Menschen fordern freie Wahlen und Reisefreiheit.

    In Ungarn sind die Reformer schon fast am Ziel. Am 23. Oktober lässt der geglückte Umbruch im ganzen Land die Kirchenglocken läuten.

  • 24. Oktober 1989

    24. Oktober 1989

    "Wir sind das Volk"

    Kritik am eigenen Land: Außenminister Eduard Schewardnadse bezeichnet die Invasion Afghanistans als schweren Fehler der UDSSR.

    Es sind noch 16 Tage bis zum Fall der Mauer.

    Stasi und Volkspolizei haben im Herbst der Wende mehr als 2 000 verschiedene Parolen der Demonstranten mitgeschrieben. Eine wird zum Symbol für den Umbruch: "Wir sind das Volk". Ursprünglich ein Appell an die Einsatzkräfte, auf Gewalt zu verzichten, richtet er sich nun an die Adresse der SED.

    Doch von wem stammen diese vier Worte – und wer hat sie zuerst gerufen?

  • 25. Oktober 1989

    25. Oktober 1989

    Neue Freiheit?

    Slalom-Weltmeister Frank Wörndl beendet seine Karriere und der Flughafen München-Riem feiert 50-jähriges Bestehen.

    Es sind noch 15 Tage bis zum Fall der Mauer.

    Die Führungsriege der DDR versucht das Heft des Handelns zurückzugewinnen. Doch sie wirkt dabei unkoordiniert.

    Egon Krenz trifft sich mit einer politischen Delegation aus der Bundesrepublik und kündigt danach ein neues Reisegesetz an - noch vor Ende des Jahres soll es kommen ...

  • 26. Oktober 1989

    26. Oktober 1989

    Dialog gegen Protest

    Als erstes westliches Versandhaus gründet Quelle ein Gemeinschaftsunternehmen mit Partnern in der Sowjetunion.

    Es sind noch 14 Tage bis zum Fall der Mauer.

    Die DDR-Regierung begegnet den Protesten der Bürger mit Dialog-Angeboten. Allein in Dresden finden an diesem 26. Oktober mehr als 200 der sogenannten Dialog-Foren statt, auf denen sich Vertreter der SED der Kritik aus dem Volk stellen.

    Oberbürgermeister Wolfgang Berghofer geht auf die Gratwanderung zwischen Bürgern und Partei.

  • 27. Oktober 1989

    27. Oktober 1989

    Amnestie für Republikflüchtlinge

    Bayern-Torwart Sepp Maier kauft sich für 8.000 Mark ein Mobiltelefon. Es ist ziegelsteingroß und heißt "Pocky".

    Es sind noch 13 Tage bis zum Fall der Mauer.

    Während Tausende über Ungarn die Flucht ergreifen, sitzen Hunderte Gefangene in der DDR wegen unerlaubtem Grenzübertritt ein.

    Die SED-Regierung verkündet einen Straferlass für die Republikflüchtlinge - er ist allerdings an Bedingungen geknüpft ...

  • 28. Oktober 1989

    28. Oktober 1989

    Kein Glaube an die Wende

    In München steigt das Thermometer auf 25 Grad - ein Rekord für Ende Oktober. In Ostberlin tanzt Katharina Witt die Carmen on Ice, wie bei ihrem Olympiasieg ein Jahr zuvor in Calgary.

    Es sind noch 12 Tage bis zum Fall der Mauer.

    Massenproteste in der tschechoslowakischen Hauptstadt Prag: 10.000 fordern freie Wahlen und eine neue Regierung. Die Polizei geht mit Schlagstöcken gegen die Demonstranten vor.

    In der DDR fehlt vielen der Glaube an die Wende. Tausende flüchten erneut über die Botschaften in Prag, Warschau und Budapest. Unter ihnen das Ehepaar Hellermann aus Zwickau ...

  • 29. Oktober 1989

    29. Oktober 1989

    Geplante Reisefreiheit

    Die neue Tatort-Kommissarin Ulrike Folkerts übernimmt als Lena Odenthal ihren ersten Fall.

    Es sind noch elf Tage bis zum Fall der Mauer.

    Von den historischen Ereignissen, die sich an diesem 29. Oktober im Ostberliner Palasthotel abspielen, erfährt die Öffentlichkeit erst viel später. Unter strengster Geheimhaltung treffen sich dort der Regierende Bürgermeister von Westberlin, Walter Momper, und der SED-Bezirks-Chef Günter Schabowski.

    Dabei kündigt Schabowski an, dass die DDR ihren Bürgern Reisefreiheit geben wird. Und zwar noch vor Weihnachten.

  • 30. Oktober 1989

    30. Oktober 1989

    Schluss mit Propaganda

    Der Spiegel erscheint mit einer weiteren Titelgeschichte zur Wende in der DDR. Überschrift: "Ein Volk ohne Angst".

    Es sind noch zehn Tage bis zum Fall der Mauer.

    Wieder strömen die Bürger zu den Montagsdemonstrationen in der DDR, und wieder sind es mehr, als in der Vorwoche. Dreihunderttausend allein in Leipzig.

    Nach fast 30 Jahren geht Karl-Eduard von Schnitzler mit "Der schwarze Kanal" zum letzten Mal auf Sendung. Im Wochenrhythmus hatte "Sudel-Ede" mit seiner Propagandasendung gegen den Klassenfeind im Westen geätzt ...

  • 31. Oktober 1989

    31. Oktober 1989

    Rücktritt der "Blauen Eminenz"

    Zwei Jahre nach der Auflösung ihrer Band, ist das erste Solo-Album von Nena fertig. Die Single heißt: "Wunder geschehen ..."

    Es sind noch neun Tage bis zum Fall der Mauer.

    Der Widerstand der Bürger macht sich auch an den Schulen bemerkbar. Schüler äußern sich kritisch und werden zu Hunderten vom Schulbetrieb ausgeschlossen.

    Dem wachsenden öffentlichen Druck kann Bildungsministerin Margot Honecker nicht standhalten - sie tritt zurück.

  • 1. November 1989

    1. November 1989

    Schönfärberei in Moskau

    Auf dem Güterbahnhof in Halle entgleist ein Waggon mit giftigem Chlor. Die Medien in der DDR berichten erstmals über Umweltschäden.

    Es sind noch acht Tage bis zum Fall der Mauer.

    Egon Krenz trifft in Moskau mit Michail Gorbatschow zusammen. Danach schwärmt Honeckers Nachfolger über die freundschaftlichen Beziehungen zur Sowjetunion und verkauft die Wende in der DDR als Errungenschaft der SED.

    In den DDR-Gefängnissen hoffen tausende Republikflüchtlinge auf die versprochene Entlassung.

  • 2. November 1989

    2. November 1989

    Sturm der Prager Botschaft

    Paukenschlag bei den Grünen: Otto Schily tritt aus der Partei aus und wechselt zur SPD. Dort wird er es später bis zum Innenminister bringen.

    Es sind noch sieben Tage bis zum Fall der Mauer.

    In der DDR ist dieser 2. November der Tag der Rücktritte - der Reformdruck wird immer größer.

    In Prag füllt sich die bundesdeutsche Botschaft ein weiteres Mal mit Flüchtlingen. 1.300 DDR-Bürger hoffen auf die Ausreise in den Westen, und es werden stündlich mehr. Am nächsten Tag sind es rund 5.000.

  • 3. November 1989

    3. November 1989

    Der Eiserne Vorhang wird brüchig

    Das Fernsehen der DDR entschuldigt sich bei seinen Zuschauern dafür, in den Nachrichten jahrelang Zensur zugelassen zu haben.

    Es sind noch sechs Tage bis zum Fall der Mauer.

    In Prag bekommt der Eiserne Vorhang große Risse. Die Tschecholoswakei erlaubt die Ausreise über ihr Staatsgebiet.

    Wer das Land verlassen will, setzt sich einfach ins Auto und fährt los ...

  • 4. November 1989

    4. November 1989

    Massenprotest in Berlin

    Mark Spitz will es nochmal wissen. Der siebenfache Olympiasieger von München plant im Alter von 41 ein Comeback bei den Spielen in Barcelona.

    Es sind noch fünf Tage bis zum Fall der Mauer.

    An den tschechisch-bayerischen Grenzübergängen stehen die Trabis und Wartburgs in langen Schlangen. Der Eiserne Vorhang ist offen.

    Doch nicht alle wollen weg. Bei der größten Demonstration während der gesamten Revolution versammeln sich eine halbe Million Menschen auf dem Alexanderplatz in Ostberlin.

  • 5. November 1989

    5. November 1989

    Massenausreise nach Bayern

    Boris Becker gewinnt das Hallenturnier von Paris. Der Wimbledon-Sieger holt sich damit schon den fünften Turniererfolg in diesem Jahr.

    Es sind noch vier Tage bis zum Fall der Mauer.

    Die Massenausreise von DDR-Bürgern geht weiter. Jetzt sind es schon mehr als 10 000 Menschen, die innerhalb der ersten Stunden nach der Grenzöffnung durch die Tschechoslowakei in die Bundesrepublik gekommen sind.

    Sonderzüge erreichen Marktredwitz und Hof, am Grenzübergang Schirnding beträgt die Wartezeit bis zu acht Stunden ...

  • 6. November 1989

    6. November 1989

    Rollendes Industriedenkmal

    Laut Politbarometer heißen 73 Prozent der Westdeutschen die bisher in die Bundesrepublik ausgereisten DDR-Bürger willkommen.

    Es sind noch drei Tage bis zum Fall der Mauer.

    Mit 26 PS geht es in Richtung Freiheit. Der Trabant wird zum Symbol für den Weg aus der DDR.

    Auf westdeutschen Autobahnen sind seit dem Wochenende tausende Trabis unterwegs. DDR-Bürger nützen die legale Möglichkeit, über die Tschechoslowakei in den Westen zu fahren ...

  • 7. November 1989

    7. November 1989

    Massive Auflösungserscheinungen

    Ottfried Fischer feiert seinen 36. Geburtstag. Der Schauspieler und Kabarettist tourt mit seinem ersten Solo-Programm.

    Es sind noch zwei Tage bis zum Fall der Mauer.

    Die Auflösungserscheinungen im Machtapparat der DDR werden immer offensichtlicher. In der SED rollen weiter die Köpfe.

    Der Exodus der Bürger ist mittlerweile überall in der DDR zu spüren: Es fehlt an Ärzten und Krankenschwestern.

    Die Notunterkünfte im Westen sind überfüllt. Im oberfränkischen Hof werden Notbetten in der Freiheitshalle aufgestellt.

  • 8. November 1989

    8. November 1989

    Versuch der Spurenbeseitigung

    In der DDR-Oberliga gelingt Matthias Sammer an diesem Spieltag ein Traumtor. Er bringt damit Dynamo Dresden gegen Magdeburg mit 2:0 in Führung.

    Am nächsten Tag fällt die Mauer.

    Nach dem Rücktritt der Regierung, wird das Politbüro umbesetzt. Als neuer Regierungs-Chef ist Hans Modrow nominiert - er gilt als offen für Reformen.

    Im Verborgenen läuft derweil das große Spurenverwischen. Auf Anweisung von Stasi-Chef Erich Mielke werden systematisch Unterlagen vernichtet. Vieles muss nach der Wende mühsam rekonstruiert werden.

  • 9. November 1989

    9. November 1989

    Der schönste Tag der Deutschen Geschichte

    Es ist der Tag, an dem die Mauer fällt.

    Viele Geschichten ließen sich erzählen, über diesen Tag. Von Angela Merkel zum Beispiel, die den Mauerfall beinahe verschwitzt hätte, weil sie gerade in einer Sauna in Ostberlin war.

    Was wäre an diesem 9. November 1989 passiert, wenn Günter Schabowski sich nicht gegen Ende einer langatmigen Pressekonferenz an den Zettel erinnert hätte, den ihm Egon Krenz kurz zuvor noch zugesteckt hatte?

    Aber - er hat sich erinnert - der Rest ist Geschichte.


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