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Holzasche im Haushalt verwenden Das kann das Hausmittel Holzasche

Die Holzasche aus Ihrem Ofen ist ein hervorragender Haushaltshelfer. Tipps, in welchen Bereichen das Hausmittel Asche Wunder wirkt.

Stand: 05.06.2019 | Archiv

Zwei Männer vor einem Holzofen | Bild: mauritius-images

Sie heizen Ihr Zuhause mit Ihrem Holzofen und verbrennen nur trockenes, unbehandeltes Hartholz von Buche oder Eiche? Das gibt eine sehr helle, feine Asche. Mit dieser haben Sie immer ein zuverlässiges Reinigungs- und Scheuermittel im Haus und einen Spezialreiniger für Silberbesteck. Und im Winter einen umweltfreundlichen Streusalz-Ersatz. Asche von Kohlebriketts oder aus dem Grill eignet sich für all das nicht.

Wichtig beim Hantieren mit Asche: Holzasche sollte man nicht in die Augen bekommen, denn sie kann ätzend wirken. Passiert das doch, mit reichlich warmem Wasser ausspülen und bei Schmerzen unbedingt einen Augenarzt aufsuchen.

Mit Holzasche Ofentür reinigen

Wenn die Glastür des Holzofens verrußt ist, bekommt man sie mit Holzasche und Zeitungspapier problemlos wieder klar und sauber. Zeitungspapier mit Wasser anfeuchten, in Holzasche tauchen und die Scheibe damit freiwischen. Mit trockenem Zeitungspapier nachwischen.

Auch Scheibe Ihres Backofens können Sie mit Asche reinigen. Um Kratzer zu vermeiden, sollten Sie vorher die schwarzen Holzkohlereste aus Ihrer Asche entfernen.

Holzasche als Scheuermittel

Bei verschmutzten Edelstahltöpfen kann Asche als Scheuermittel helfen. Mit einem feuchten Schwamm auftragen und verreiben. Gründlich nachspülen.

Silber reinigen mit Asche

Um das angelaufene Silberbesteck oder Silberschmuck zu reinigen, sollten Sie die Holzasche sorgfältig sieben, bis sie ganz fein ist. Das vermeidet Kratzer durch feste Bestandteile in der Asche. Die Asche trocken auf ein weiches Tuch geben und das Silber damit vorsichtig polieren. Mit klarem Wasser nachspülen, fertig. Funktioniert auch bei Kupfertöpfen.

Wasserflecken auf unbehandeltem Holz beseitigen

Wasserränder auf unbehandelten Holzflächen lassen sich gut mit Holzasche loswerden. Die Ränder sollten bereits getrocknet sein. Dazu einen Korken mit etwas Öl - Olivenöl zum Beispiel - anfeuchten, in Asche tauchen und den Fleck damit einreiben.

Asche im Kompost?

Ob man Holzasche auch im Kompost entsorgen kann, diese Frage wird von Gärtnern immer wieder kontrovers diskutiert. Besonders der Gehalt von Schwermetallen, die Bäume im Laufe des Lebens über die Luft und die Wurzeln aufnehmen, sorgt viele. Aus diesem Grund sollte generell nicht zu viel Asche auf dem Kompost landen, so das Umweltbundesamt:

"Asche aus der Verbrennung von unbehandeltem Holz kann als mineralischer Bestandteil in geringen Mengen bei der Eigenkompostierung zugegeben werden. Die Asche sollte gut untergemischt werden. Größere Ascheanteile sind für die Eigenverwertung nicht geeignet, da es wegen der Aufkonzentrierung von Schwermetallen in der Asche zu einer Anreicherung von Schwermetallen im Kompost kommen kann."

Umweltbundesamt

Mit Holzasche düngen

Unsere BAYERN 1 Gartenexpertin Karin Greiner warnt davor, Holzasche direkt aufs Beet zu geben. Das ginge nur bei Asche aus naturbelassenen Hölzern und auch nur bei lehmhaltigen Böden. Sandige Böden sollte man nicht mit Holzasche düngen. Dazu kommt Folgendes:

"Unsere Böden sind in der Regel sehr stark überdüngt. Außerdem ist der Kalk aus der Holzasche eher schädlich für die Pflanzen. Er liegt nämlich in Form von Brandkalk vor und der ist sehr, sehr schlecht für die Kleinstlebewesen im Boden. Bei Pflanzen kann das regelrecht zu Blattverbrennungen führen."

Karin Greiner, BAYERN 1 Gartenexpertin

Holzasche entsorgen

Holzasche, die man nicht verwendet, wird in der Restmülltonne und nicht in der Biotonne entsorgt. Die Asche sollten Sie bis zu 48 Stunden abkühlen lassen, im Aschekasten des Ofens oder in einem Metalleimer - sonst kann es zu geschmolzenen Tonnen oder gar zu unangenehmen Schwelbränden in der Tonne kommen.

Ein anderes Hausmittel beseitigt Gerüche, hilft bei Augenringen und reinigt Sneaker - nämlich Natron.