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Hausarzt impfen Corona-Impfung beim niedergelassenen Arzt - das müssen Sie wissen

Seit April impfen auch die niedergelassenen Ärzte in Bayern, zum Beispiel die Hausärzte. Was Sie über die Impfung in den Arztpraxen wissen müssen.

Stand: 08.06.2021

Ärztin Birgitt Lucas impft in Hof einen Patienten gegen das Coronavirus | Bild: dpa/picture alliance

Die Arztpraxen in Bayern impfen seit 1. April gegen Corona - und das mit großem Erfolg und mit vielen impfwilligen Patienten. In der ersten Woche gab es pro Praxis 20 Impfdosen AstraZeneca, im Anschluss 20 Dosen Biontech/Pfizer-Impfstoff pro Praxis und Woche. Seit dem 19. April wird der AstraZeneca-Impfstoff nur noch von den niedergelassenen Ärzten verimpft und nicht mehr in den Impfzentren. Was Sie tun können, wenn Sie gerne geimpft werden möchten, lesen Sie hier.

Allerdings sind derzeit die Impfstoff-Lieferungen nach wie vor zu klein für die große Nachfrage. Seit der Aufhebung der Impfpriorisierung am 7. Juni haben die Hausarztpraxen noch mehr Nachfragen von Impfwilligen.

Soll ich mich bei meinem Arzt melden, wenn ich geimpft werden will?

Dazu sagt Dr. Markus Beier, Vorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes:

"(...) Da am Anfang nur wenig Impfstoff zur Verfügung steht, werden wir nur jenen Patienten von uns aus ein Impfangebot machen, die zu einer der vulnerablen Gruppen gehören. Wir bitten deshalb alle anderen Patientinnen und Patienten sich noch zu gedulden. Warten Sie bitte, bis sich Ihre Hausärztin oder Ihr Hausarzt bei Ihnen meldet!"

Markus Beier, Vorsitzender Hausärzteverband Bayern

Beim nächsten anstehenden Arztbesuch kann man als Patient oder Patientin aber ohne Weiteres das Thema "Impfen" ansprechen.

"Bei einem persönlichen Arzttermin kann selbstverständlich von jedem die Impfbereitschaft gegenüber dem Hausarzt kundgetan werden."

Ministeriumssprecherin bayerisches Gesunsheitsministerium

Dabei kann man als Patient oder Patientin zum Beispiel auch erwähnen, dass man sich auch ausdrücklich mit AstraZeneca impfen lassen würde. Hintergrund: Der AstraZeneca-Impfstoff wird wegen der Möglichkeit von Nebenwirkungen nur noch für Menschen über 60 Jahre von der STIKO, der Ständigen Impfkommission empfohlen. Aber es können sich auch Jüngere damit impfen lassen, wenn sie das wollen und eine Beratung durch den behandelnden Arzt stattfindet. Für den Impfstoff AstraZeneca wurde die Priorisierung am 6. Mai aufgehoben, dieser Impfstoff kann also von den Hausärzten frei verimpft werden - an jeden, der das möchte und sich beim Hausarzt meldet.

Ich bin schon im Impfzentrum angemeldet - kann ich mich trotzdem beim niedergelassenen Arzt impfen lassen?

Wenn Sie bei Ihrem Arzt geimpft worden sind, sollten Sie Ihre Registrierung im Impfzentrum löschen:

"Bürgerinnen und Bürger, die sich für eine Impfung beim Hausarzt entscheiden, sind dazu aufgefordert selbstständig ihre Registrierung in BayIMCo zu löschen."

Ministeriumssprecherin des bayerischen Gesundheitsministeriums

Bitte beachten: Wenn Sie Ihre Impfanmeldung löschen, entfernen Sie gleichzeitig auch alle anderen Anmeldungen, die Sie für Angehörige oder andere Personen über Ihre E-mail-Adresse hinzugefügt haben. Diese Personen müssten Sie erneut bei impfzentren.bayern anmelden.

Impfen gegen Corona beim Hausarzt - Vorteile

Der eigene Hausarzt oder auch Facharzt weiß über die gesundheitliche Situation seiner Patientinnen und Patienten sehr gut Bescheid, über Krankengeschichte und mögliche Risiken. Außerdem haben viele Menschen ein Vertrauensverhältnis zum eigenen Hausarzt. Meist ist der Hausarzt auch besser zu erreichen als das zuständige Impfzentrum. Einige Ärzte machen auch Hausbesuche bei Patientinnen und Patienten, die nicht in die Praxis kommen können.

Welche Ärzte dürfen in Bayern impfen?

Laut Bayerischem Hausärzteverband dürfen folgende Ärzte Impfungen vornehmen: Seit 30. März dürfen "(...) alle in Bayern niedergelassenen Haus- und Fachärzte sowie ärztliche Psychotherapeuten" Impfdosen bestellen und verimpfen. Betriebsärzte dürfen in Bayern seit 7. Juni impfen.

Wieviele Impfdosen gibt es in Bayern für die Arztpraxen

Auf die Frage, wie hoch die Menge der Impfdosen für die Arztpraxen sein wird, antwortet das bayerische Gesundheitsministerium:

"Nach der aktuellen Prognose werden in Bayern bis Ende des 2. Quartals circa 12 Millionen Impfdosen erwartet. Es wird darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um vorläufige Zahlen handelt, die sich im Laufe der Zeit noch verändern können."

Sprecherin bayerisches Gesundheitsministerium


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