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Trockene Kopfhaut Wie häufig sollte man die Haare waschen?

Wer täglich wäscht, schadet der Kopfhaut? Oder ist es schlecht zu selten die Haare zu waschen? So häufig sollten Sie wirklich zum Shampoo greifen.

Stand: 31.05.2019

Eine Frau wäscht ihre Haare mit Shampoo.  | Bild: picture-alliance/dpa

"Grundsätzlich sollten Sie die Haare etwa zweimal pro Woche waschen. Wenn sie sehr trocken sind, reicht auch einmal", sagt Prof. Hans Wolff, Leiter der Haarsprechstunde an der Universitäts-Hautklinik München. Aber auch wer täglich zum Shampoo greift, macht laut Prof. Wolff nichts falsch.

"Ich habe öfter Patienten, die bei der Haarwäsche ausgefallene Haare bemerken und das dann miteinander verknüpfen. Diese Haare sind aber schon längst tot und die Haarwäsche wirkt ähnlich, wie wenn Wind trockene Blätter aus einem Baum weht."

Prof. Hans Wolff, Leiter der Haarsprechstunde an der Universitäts-Hautklinik München

Trockene Kopfhaut durch Shampoo?

Die Befürchtung, dass zu häufiges Waschen die Kopfhaut austrocknet, ist bei den meisten Menschen unbegründet. Laut Prof. Wolff sind moderne Shampoos für den täglichen Gebrauch geeignet: "Die normalen Shampoos, die es im Handel gibt, sind alle gut." Medizinische Spezialshampoos dagegen sollten nur so häufig benutzt werden wie vom Arzt oder Hersteller empfohlen.

"Es herrscht der Mythos vor, man solle die Haare nicht zu oft waschen, das ist aber nicht so."

Prof. Hans Wolff, Leiter der Haarsprechstunde an der Universitäts-Hautklinik München

Ist zu seltenes Waschen schädlich?

"Es ist nicht richtig schädlich, aber lästig für die Mitmenschen", sagt Prof. Wolff. Durch zu seltenes Waschen sammeln sich Schuppen und Fett und verkleben die Kopfhaut, die aber frei atmen können sollte.

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