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Glutamat & Co. Hinter diesen Namen verstecken sich Geschmacksverstärker

Geschmacksverstärker wie Glutamat verstecken sich auf Lebensmittelverpackungen oft hinter unverständlichen Bezeichnungen. Auf diese hier sollten Sie achten.

Stand: 23.10.2017

Auf der Markise eines Restaurants steht groß "frisch und ohne Glutamat".  | Bild: picture-alliance/dpa

Was ist Glutamat?

Glutamat, genauer Natriumglutamat, ist eine Aminosäure, die in vielen Lebensmitteln vorkommt. "Bei Natriumglutamat weiß man, dass das ein Geschmacksverstärker ist und den gibt es ja natürlicherweise auch in Lebensmitteln. Also Parmesan oder Tomaten haben manchmal deutlich mehr Glutamat als ein Päckchen Suppe", sagt Daniela Krehl, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern. Auch in Eiern oder Rindfleisch ist Glutamat enthalten.

Allerdings ist das in Lebensmitteln zugesetzte Glutamat in den meisten Fällen deutlich höher konzentriert, da das natürliche Glutamat dafür isoliert wird.

Ist Glutamat ungesund?

"Die Forscher sind sich tatsächlich immer noch nicht so ganz einig, ob das jetzt schädlich ist für den Körper", sagt Daniela Krehl. Allerdings können nach dem Verzehr von Glutamat durchaus Symptome auftreten. Dazu zählen ein starkes Durstgefühl, Kopfschmerzen oder sogar Migräneanfälle.

In welchen Lebensmitteln ist Glutamat enthalten?

Ist Glutamat in einem Lebensmittel zugesetzt, ist das auf dem Etikett als Zusatzstoff vermerkt. "Weil der Stoff etwas in Verruf geraten ist hat die Industrie das ganz schlau eingerichtet und gesagt, okay, dann nehmen wir halt Zutaten, die natürlicherweise ganz viel Natriumglutamat enthalten. Und das erkennt der Verbraucher zum größten Teil nicht", sagt Ernährungsexpertin Krehl.

Glutamat verbirgt sich auf Verpackungen unter anderem hinter diesen Namen

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Mononatriumglutamat
E620 bis 625
Würze

Auch Hefeextrakt, Hefeflocken oder Hefeextraktpulver findet sich in den Zutatenlisten vieler Lebensmittel, weil es natürlicherweise viel Glutamat enthält. Das Gleiche gilt für Sojasauce, Sojaprotein und Sojaextrakte.

Glutamatunverträglichkeit testen

Eine Unverträglichkeit gegen Glutamat lässt sich beim Arzt testen. Empfehlenswert ist das laut Daniela Krehl dann, wenn nach dem Verzehr von Glutamat starke Symptome auftreten. "Wenn ich das Gefühl habe, dass ich darauf reagiere, kann man das auch noch mal vom Arzt abklären lassen und dann versuchen solche Lebensmittel zu vermeiden", so Daniela Krehl.

Auch eine weitere Zutat in Lebensmitteln lässt sich oft nicht auf den ersten Blick erkennen. Lesen Sie hier, hinter welchen Bezeichnungen sich Zucker überall verstecken kann.


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