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FSME So schützen Sie sich vor Frühsommer-Meningoenzephalitis

Bayern gehört zu den Risikogebieten für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Hier erfahren Sie alles über Impfung, Symptome und Behandlung.

Stand: 13.06.2019

Zecke oder Holzboch sitzt auf Gras. | Bild: picture-alliance/dpa

Was ist Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)?

Auslöser der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist ein Virus, das wie die Borreliose von Zecken übertragen wird. Im Gegensatz zur Borreliose, bei der es mehrere Stunden dauern kann, bis die Bakterien aus dem Darm der Zecke in die Blutbahn des Menschen gelangen, kann FSME bereits beim Einstich übertragen werden.

FSME Verbreitung

Das Robert-Koch-Institut zählt aktuell insgesamt 161 Kreise in Deutschland zu den FSME-Risikogebieten. In diesen Gebieten ist die Gefahr einer Infektion besonders hoch.

Neue FSME-Risikogebiete 2019

Jedes Jahr gibt das Robert-Koch-Institut (RKI) auf Basis der FSME-Fälle vom vergangenen Jahr die Einstufung als Risikogebiete bekannt. 2018 waren dem RKI 583 FSME-Erkrankungen gemeldet worden, 20 Prozent mehr als noch 2017. Bayern wird vom RKI nahezu komplett als Risikogebiet eingestuft - aktuell gelten 91 der insgesamt 96 Kreise als Risikogebiete.

Für 2019 sind in Bayern folgende Landkreise neu:

  • Garmisch-Partenkirchen
  • Landsberg am Lech
  • Kaufbeuren

"Als Nicht-Risikogebiete gelten derzeit die Landkreise Dillingen an der Donau und Fürstenfeldbruck sowie die Städte Augsburg, München und Schweinfurt."

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

FSME Symptome

Zecke (gemeiner Holzbock, Ixodes ricinus) krabbelt über den Arm eines Mannes | Bild: picture alliance / Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB zum Artikel Zecken Mehr FSME-Erkrankungen und neue Zeckenarten

Mit der wärmenden Sonne im Frühjahr kommen auch die Zecken. Heuer wird es so viele geben wie seit Jahren nicht mehr, meinen Experten. Zudem ist Bayern fast überall Risikogebiet für FSME. [mehr]

Nicht immer zeigen sich bei einer FSME-Erkrankung Symptome, rund 70 Prozent der Infektionen verlaufen sogar vollkommen symptomfrei. Wenn sich Symptome zeigen, ähneln diese häufig zunächst denen einer Grippe: Gliederschmerzen, Fieber, Kopfschmerzen.

Während die Krankheit bei vielen Patienten danach als überstanden gilt, greift sie bei anderen das zentrale Nervensystem an. Häufig klingen die Symptome der FSME erst einmal ab, bevor sie nach einer Pause von bis zu einer Woche oder länger erneut zunehmen. Es kann zu hohem Fieber, starken Kopfschmerzen, aber auch Lichtempfindlichkeit, Lähmungen oder Sprachstörungen kommen.

Die Symptome unterscheiden sich je nachdem, welchen Teil des zentralen Nervensystems das Virus befällt. Es kann zu Hirnhautentzündungen, Hirn- und Hirnhautentzündungen oder auch zur Entzündung des Hirn- und Rückenmarkgewebes kommen. Behandelt werden können bei einer FSME nur die Symptome, weshalb Ärzte zur Vorbeugung raten, damit es gar nicht erst zu einer Ansteckung kommt.

FSME Impfung

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Menschen, die in Risikogebieten in Kontakt mit Zecken kommen könnten, sich impfen zu lassen. Wer also in Bayern häufig in der Natur unterwegs ist, sollte sich bei seinem Arzt über einen Schutz informieren.

Für einen vollen Impfschutz sind im Normalfall drei Impfungen notwendig, die im Abstand von ein bis drei Monaten zwischen der ersten und der zweiten Impfung und bis zu 12 Monaten - zwischen der zweiten und dritten Impfung erfolgen.

FSME Impfung Auffrischung

Damit der Impfschutz nicht verloren geht, empfiehlt die STIKO alle drei Jahre eine Auffrischungsimpfung. Ab einem Alter von 50 bzw. 60 Jahren (je nachdem, welcher der beiden Impfstoffe verwendet wird) reicht eine Auffrischung alle 5 Jahre.

Informationen: Jörg Schelling, Institut für Allgemeinmedizin am Klinikum der Universität München, Robert-Koch-Institut, Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.