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Eier-Skandal Wieder Fipronil in Eiern entdeckt

Erneut sind mit Fipronil belastete Eier in den Verkauf gelangt. Plus: Was bedeuten die Ziffern auf dem Ei?

Stand: 12.06.2018

Ein aufgeschlagenes Ei liegt in einem Eierkarton.  | Bild: picture-alliance/dpa

Fipronil in Eiern

Wieder sind mit dem Insektizid Fipronil belastete Eier in den Handel gelangt. Bei Kontrollen hatten niedersächsische Behörden die Belastung festgestellt. Etwa 73 000 Eier waren laut dem niedersächsischen Landwirtschaftsministerium in Niedersachsen, Baden-Württemberg, Hessen, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und auch in Bayern trotz der Belastung in den Verkauf gekommen.

Erst im Sommer 2017 wurden Millionen belastete Eier aus dem Handel genommen, nachdem in den Niederlanden Ställe mit einem Mittel gereinigt wurden, in dem das Mittel enthalten war. Die erneute Belastung war laut niederländischen Behördenangaben eine Spätfolge des Eier-Skandals von 2017.

Informationen zum Eier-Rückruf wegen Salmonellen finden Sie hier.

Was bedeutet die Nummer auf dem Ei?

Was ist Fipronil?

Fipronil ist ein Insektizid, das zur Bekämpfung von Flöhen, Läusen, Schaben, Zecken und Milben eingesetzt wird. In hoher Dosis kann das Mittel Schäden an Leber und Nieren oder an der Schilddrüse verursachen. Bei "normalem" Verzehr gehe von den belasteten Eiern keine Gesundheitsgefahr aus, da aber der Wert die zulässige Grenze überschreitet, sollten die Eier vorerst nicht verzehrt werden. Das gilt insbesondere auch für Kinder.

Der Eier-Skandal mit Fipronil im August 2017

Mit dem Insektizid Fipronil belastete Eier aus den Niederlanden waren auch in Bayern in den Verkauf gelangt. Das Amt für Lebensmittelsicherheit riet Verbrauchern, Eier mit bestimmten Nummern vorsorglich nicht zu konsumieren. Bei Aldi Süd und Nord ging man sogar soweit, als Vorsichtsmaßnahme alle Eier kurzfristig aus dem Sortiment zu nehmen und zunächst gar keine Eier mehr zu verkaufen. Rewe und Penny dagegen verkauft damals keine Eier aus den Niederlanden.

Die Liste mit den betroffenenen Eiern wurde immer länger. Die niederländische Überwachungsbehörde (NVWA) veröffentlichte mehrere Listen, auf denen nur noch die betroffenen Betriebe, deren Eier eine Fipronil-Belastung aufwiesen, standen.


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Kommentare

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Gilles Franck, Freitag, 11.August, 19:54 Uhr

7. Bio ??

Was mich nicht wundert ist dieser Eierskandal, wir werden sowieso vera... und die Europäische Union muss etwas unternehmen.

Aber, Fipronil in Kategorie 0 Eiern, also Bio ? Wie ist das möglich ?

Angela Krause, Freitag, 11.August, 09:57 Uhr

6. Meinung

Ich bin sehr empört über diesen Skandal, es muss viel stärkere Kontrollen geben.Nicht erst wenn das Kind in den brunnen gefallen ist und solche Ausmaße angenommen hat.Auch die ausländischen Zulieferer für Reinigungs und Desinfekonsmittel. Immer wieder ist die Landwirtschaft in kretig geraden.Mal ist es Fleisch dann Gemüse jetzt die Eier.Warum muss es denn aus dem Ausland Exportiert wenn wir doch selber genug produzieren.

Anne Jugel, Freitag, 04.August, 17:55 Uhr

5. Fipronil-Eier

Endlich haben wir mal wieder einen Lebensmittelskandal! Und wieviele Jahre geht das schon?
Ich kaufe nur Bio-Eier aus Bayern, zahle dafür einen hohen Preis, aber das kann man sich mit einer vierköpfigen
Familie nicht leisten! Also verdammt nochmal, wann verklagt endlich mal jemand die Lebensmittelüberwachung!

Mit freundlichen Grüßen

Eierdieb, Freitag, 04.August, 00:43 Uhr

4. Eier- Bezeichnungen

Nach dem letzten bekannt gewordenen Eier- Skandalen (es werden viele folgen...), habe ich die letzt gekaufte Packung genauer angesehen.
Darauf stand als "PNr. DE-150091" Dachte ich, bin fein raus, da DE = deutscher Erzeuger und bin nicht Käufer von Eiern mit der Nummer 1-DE-0357731 (davor wird gewarnt).
Nun habe ich die Packung geöffnet- jetzt stand auf den Eiern: 2-NL-4193902.
Dieser Betrieb war nach googeln nicht betroffen, ich fühle mich aber trotzdem verarscht, wenn auf der (Um-) Verpackung "DE" steht & innen "NL"!!
Kann das jemand nachvollziehen?
Ich kaufe nach Möglichkeit einheimische Produkte um die regionale Wirtschaft zu stärken, unnötige Transportkosten zu vermeiden (Autobahnbelastung, Umweltschutz, ...).
Ich hoffe, ich stehe nicht allein mit meiner Meinung da?!!!

Martina Kugler, Donnerstag, 03.August, 17:28 Uhr

3. Eierskandal

vielleicht sollte man deutsche, besser bayrische, noch besser oberbayrische Eier kaufen!!!
Einfach regional. Gerne auch um ein paar Cent teurer.
Was kostet den so ein Ei? Was geben wir "so nebenbei" mal aus und wieviele regionale Eier könnte man dafür kaufen?
Man unterstützt die hiesige Landwirtschaft (Arbeitsplätze), vermeidet Transportwege (Umweltschutz), verhindert ausländische Trickserei, vielleicht sogar Tierquälerei durch andere Gesetze in anderen Ländern (Tierschutz)
Nur so ein paar Gedanken....