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Blaualgen Sind Blaualgen im See gefährlich?

Immer wieder sprechen Behörden Badewarnungen wegen Blaualgen aus, um die Gefährdung von Schwimmern zu verhindern. Welche Syptome auftreten können und wie Sie Blaualgen erkennen.

Stand: 12.07.2018

Auf einem Schild am Ufer eines Sees steht "Baden verboten". | Bild: picture-alliance/dpa

Cyanobakterien - was sind Blaualgen?

"Blaualgen sind sogenannte Cyanobakterien, die sind überall im Wasser zu finden und bei normaler Konzentration völlig ungefährlich", sagt Horst Auer von der DLRG Bayern. Wenn sich die Bakterien allerdings stark vermehren, können sie die Wasserqualität einschränken.

Einige Arten produzieren nämlich Stoffe, die bei Badenden Durchfall, Erbrechen oder Hautausschläge und im schlimmsten Fall sogar Atemnot auslösen können. Eine Gesundheitsgefahr besteht vor allem durch das Schlucken des Wassers - das gilt auch für Hunde! "Wenn Behörden hier ein Badeverbot aussprechen, sollte man das besser berücksichtigen", warnt Horst Auer von der DLRG.

Zu einer starken Vermehrung von Blaualgen führt neben einem hohen Nährstoffgehalt im Wasser auch eine steigende Wassertemperatur.

Stellen örtliche Behörden einen solchen Befall fest, werden Badende durch Schilder informiert. Gerade sprachen die Behörden beispielsweise Badewarnungen für mehrere Seen in Franken aus.

Wie lange dauert eine Badewarnung wegen Blaualgen?

Wie lange eine Badewarnung bestehen bleibt, hängt davon ab, wie schnell sich der See regeneriert. In manchen Fällen sinkt die Konzentration bereits innerhalb weniger Tage wieder auf ein unbedenkliches Niveau - manchmal dauert es Monate.

Um sicherzugehen, entnehmen Behörden an Badestellen regelmäßig Wasserproben, um die Konzentration der Bakterien im Wasser zu überprüfen.

Blaualgen im See erkennen

Am Ufer eines Sees treiben grüne Schlieren im Wasser.

Blaualgen sind - anders als der Name sagt - grüne schlierenartige Gebilde im Wasser. "Etwa 20 oder 30 Zentimeter unter der Wasseroberfläche sieht man dann meistens einen grünen Teppich schwimmen", sagt Auer. Allerdings seien diese Flächen meist nicht im ganzen See, sondern nur an bestimmten Stellen zu sehen.

Das Bundesumweltamt empfiehlt folgenden Test: Gehen Sie langsam ins Wasser ohne dabei Schlamm aufzuwirbeln. Können Sie im etwa knietiefen Wasser Ihre Füße erkennen, können Sie schwimmen gehen. Sind die Füße nicht zu sehen, sollten Sie an dieser Stelle nicht baden.

Wie Sie reagieren sollten, wenn Sie sich beim Schwimmen im See in Unterwasserpflanzen verfangen, lesen Sie hier.


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