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Beyond Meat Darum wird über den veganen Burger so viel gesprochen

Ein Burgerbratling, der aussieht wie Fleisch, schmeckt wie Fleisch, aber komplett vegan ist - das versprechen die Produkte von Beyond Meat. In Amerika ein Hit und in Deutschland im Discounter erhältlich. Wir haben uns die fleischlosen Fleischpflanzerl, deren Herkunft und Zusatzstoffe mal genauer angesehen.

Stand: 22.05.2019

Auf einem blauen Teller ist ein Burger mit fleischlosem Patty von Beyond Meat zu sehen. | Bild: mauritius-images

Beyond Meat - das heißt übersetzt "über Fleisch hinaus" oder "jenseits von Fleisch". Die Produkte von Beyond Meat sind laut der eigenen Homepage vegan, ohne Gluten, Soja und ohne genetisch veränderte Organismen.

Viel mehr bestehen die veganen Burger-Pattys unter anderem aus Erbsenprotein, Kartoffelstärke, Wasser, Kokosnussöl, Rapsöl, Hefeextrakt, getrockneter Hefe, Sonnenblumenöl, Rote Bete Extrakt und Annatto (das sind die rötlich- gelben Samen des Orleanstrauchs) für die Farbe, Essigsäure und modifizierte Lebensmittelstärke.
Die Textur und das Aussehen des Pattys erinnert stark an Fleisch. So ist das vegane Burgerfleisch durch die Rote Bete nicht nur rot und dadurch blutig anmutend, auch die Textur kommt Fleischfasern sehr nahe.

Beyond Meat Produkte

Sie starteten mit Burger Pattys und reicherten ihr Sortiment mit Würsten und Hackfleisch an. Mittlerweile ist Beyond Meat auch an der Börse und 2019 werden die Produkte in einem deutschen Discounter erhältlich sein. Ende Mai 2019 soll der Beyond Meat Patty dort für 4,99 Euro je Zweierpack (227 Gramm) erhältlich sein. So lange der Vorrat reicht, fügte der Discounter noch hinzu. 

Vegane Burger in Deutschland

Auch der umstrittene Nahrungsmittelkonzern Nestlé ist bereits in das "Sieht-Aus-Wie-Ein-Burger-Ist-Es-Aber-Nicht"-Geschäft eingestiegen. Der "Incredible Burger" von Garden Gourmet ist zwar nicht vegan (kann Spuren von Ei enthalten), sieht aber auch aus wie Fleisch und ist seit April 2019 in einigen Supermärkten erhältlich.

Die Markteinführung von Beyond Meat in Deutschland wird von der PHW-Gruppe, dem größten deutschen Geflügelzüchter und -verarbeiter, übernommen. Zur PHW-Grupper gehört unter anderem das in den letzten Jahren immer wieder in die Kritik geratene Unternehmen Wiesenhof.

Kritik an der PHW-Gruppe

Wiesenhof und die PHW-Gruppe gerieten immer wieder wegen mutmaßlicher Tierquälerei in die Kritik. Auch die Antibiotikabelastung des Putenfleischs aus der PHW-Gruppe kam 2015 bei einer Untersuchung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ans Licht. So wurden bei 20 von 21 untersuchten Putenfleischproben antibiotikaresistente Keime festgestellt.

Veganen Burgerbratling selbermachen

Daher ist es eine gute Idee, den veganen oder vegetarischen (in unserem Rezept bieten wir beides an) Burgerbratling selbst zu machen. Wir empfehlen, die Menge gleich zu verdoppeln - die veganen Burgerpattys sind nicht ganz ohne Zeitaufwand herzustellen, lassen sich aber prima einfrieren.

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Alle reden von den veganen Burgern, die aussehen und schmecken sollen wie Fleisch. Was steckt dahinter? Und warum wir...Gepostet von BAYERN 1 am Dienstag, 28. Mai 2019


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