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Widerstand gegen Abschiebung Attacke auf Polizisten - Haftbefehl gegen Asylbewerber erlassen

Ein 30-Jähriger hat sich im Landratsamt Landshut am Dienstag heftig gegen seine Abschiebung gewehrt. Dabei wurden drei Polizisten verletzt und mussten ins Krankenhaus. Jetzt wurde Haftbefehl gegen den Asylbewerber erlassen.

Von: Siegfried Höhne und Uli Scherr

Stand: 13.06.2018

Dienstwaffe am Gürtel eines Beamten | Bild: pa/dpa/Hauke-Christian Dittrich

Gegen den Asylbewerber, der am Dienstag in Landshut versucht hat, auf einen Polizisten zu schießen, ist am Mittwoch Haftbefehl erlassen worden. Es bestehe der dringende Tatverdacht des versuchten Totschlags, sagte ein Sprecher der Polizei Niederbayern. Er wurde jetzt in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Gegen Festnahme gewehrt

Der 30-jährige Mann aus Nigeria, der abgeschoben werden sollte, hatte sich gegen seine Festnahme gewehrt, einem von drei beteiligten Polizisten die Pistole weggenommen und zu schießen versucht. Nachdem ein Beamter ihm die Waffe wieder entrissen hatte, stach der 30-Jährige mit einem spitzen Gegenstand auf einen der Beamten ein und verletzte ihn dabei. Auch ein zweiter Polizist erlitt leichte Verletzungen. Sie wurden in eine Klinik eingeliefert. Sie konnten aber mittlerweile das Krankenhaus wieder verlassen.

Unklar ist nach wie vor, wie der Asylbewerber an die Waffe des Polizisten gelangen konnte. Diese habe sich vor der Tat im Holster befunden und sei zweifach gesichert gewesen, sagte ein Polizeisprecher zum BR.

Mitarbeiter im Landratsamt geschockt

Landshuts Landrat Peter Dreier (Freie Wähler) reagierte bestürzt auf die Tat. Die Mitarbeiter seien geschockt und hätten Angst. Es gibt zwar bereits einen privaten Sicherheitsdienst, möglicherweise werden aber die Sicherheitsmaßnahmen jetzt nochmal verstärkt. Darüber hinaus forderte der Landrat von der Politik mehr Unterstützung und klarere Regeln für die Abschiebung.


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