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Albträume Warum schlechte Träume hilfreich sein können

Sie hatten letzte Nacht einen Albtraum? Laut einer Studie könnte der Ihr Gehirn auf reale Ängste vorbereitet haben. Sie haben also eine Art Training durchgemacht...

Stand: 28.08.2020 | Archiv

Eine Frau schläft schlecht | Bild: mauritius-images

Wer hätte gedacht, dass so ein Albtraum auch für etwas gut sein kann. Eine Studie der Universiäten in Genf und Wisconsin hat die Gehirnaktivitäten von 18 träumenden Probanden untersucht, um festzustellen, dass bei Albträumen und realer Angst dieselben Gehirnregionen aktiv werden.

Albtraum als Angst-Training

Im Anschluss führten in einer zweiten Studie 89 Probanden ein Traumtagebuch. Darin sollten sie niederschreiben, sofern sie sich an den Traum der Nacht erinnern konnten, mit welcher Emotion dieser verbunden war. Nach einer Woche Traumtagebuch wurden den Probanden unter anderem angstauslösende Bilder gezeigt.

Wer schlecht träumt reagiert besser auf Angst bereitende Situationen

Das Ergebnis: Diejenigen, die in ihren Träumen häufiger und länger Angst ausgesetzt waren, reagierten auf die negativen Bilder weniger stark, als die, die weniger Angst erlebt haben. Daraus folgerten die Wissenschaftler um Virginie Sterpenich, dass zwischen der Angst im Traum und der realen Angst eine Verbindung besteht. So sei die erlebte Angst im Traum eine Art Übung für reale Emotionen. Wer nach geträumter Angst echter Angst ausgesetzt ist, kann dieser Studie nach im realen Leben besser mit der Situation umgehen.

Der nächste schlechte Traum könnte also durchaus als Trainingseinheit gegen Angst gesehen werden.


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