Bayern 1


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Misstände im Gesundheitswesen Ärzte und Bürgermeister demonstrieren gegen Krankenhausschließung Hersbruck

Durch Einsparwellen sind kleinere Krankenhäuser in Bayern unter Druck. Dagegen gibt es zunehmend Widerstand. In Hersbruck im Nürnberger Land gehen Ärzte und Bürgermeister gemeinsam auf die Straße und demonstrieren gegen die geplante Schließung.

Von: Claudia Hofmann

Stand: 04.02.2018

Spritzen und Operationsbesteck waehrend einer Nierenimplantation am Universitaetsspital Basel | Bild: picture-alliance/dpa/GAETAN BALLY

Zu der öffentlichen Kundgebung am Sonntagnachmittag unter dem Motto "Unser Herz schlägt für das Hersbrucker Krankenhaus" rufen unter anderem Ärzte und Bürgermeister aus dem Landkreis auf.

Für Nahversorgung im Gesundheitswesen

Die Beteiligten wollen ihrem Unmut über die geplante Schließung des Hauses Luft und obendrein auf die Missstände im Gesundheitswesen aufmerksam machen. Im Anschluss an die Kundgebung soll es einen gemeinsamen Demonstrationszug zum Krankenhaus geben.

Appell ans bayerische Gesundheitsministerium

Die Initiatoren der Kundgebung plädieren dafür, das Hersbrucker Haus als Pilotprojekt standortnaher Gesundheitsversorgung und Stärkung des ländlichen Raums zu erhalten. Dies propagiere auch das bayerische Gesundheitsministerium, so ihre Darstellung.


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socialmanagement.ORG, Montag, 05.Februar, 12:19 Uhr

6. Manchmal selber Schuld

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass Krankenhäuser bis heute keine Dienstleistungsbetriebe sind. Fehlende oder unzureichende Instrumente zur Betriebsführung, fehlender Fach- und Sachverstand auf Seiten der Betriebsführungen und Organisationsmängel lassen die Verantwortlichen am Ende eines Wirtschaftsjahres immer überrascht sein, wie schlecht sie wirtschaftlich da stehen. Gleichzeitig sind die Vergütungen für Krankenhausleistungen so hoch, wie sie es noch nie waren - eigentlich sollte jedes KH wirtschaftlich gesund sein, eigentlich...

Motzki, Sonntag, 04.Februar, 13:01 Uhr

5. Bankrotterklärung

Es ist die Bankrotterklärung der Gesundheitspolitik, daß Krankenhäuser zu Profitcentern werden.
Ein Krankenhaus ist ein wichtiger Teil der grundlegenden Daseinsfürsorge und gehört bezuschusst, wenn nötig.

Es ist akzeptiert, daß ein vernünftiger ÖPNV nur mit Zuschüssen klappt. Wann versteht die Politik endlich, daß das auch für Krankenhäuser gilt?

Es muß Geld investiert werden in die Bildung, denn das ist die Zukunft unseres Landes und unserer Gesellschaft.
(und es muß ein Konzept her)

Es muß Geld investiert werden in das Gesundheitssystem, denn in Zukunft werden große Teile unserer Gesellschaft davon abhängen.
(und auch hier muß ein Konzept her, das diesen Namen verdient)

  • Antwort von Leo Bronstein, Sonntag, 04.Februar, 13:35 Uhr

    @ Motzki
    >Es ist die Bankrotterklärung der Gesundheitspolitik, daß Krankenhäuser zu Profitcentern werden.<

    .
    Und welche Organisation hat dies gefördert und gefordert?
    Ebenso wie jetzt bei der Privatisierung der Wasserversorgung in Europa?

    Ein Artikel, obwohl er bereits fast acht Jahre alt ist, der trotzdem, aus meiner Sicht, noch immer aktuell und brisant ist und der einen Zustand beschreibt, welcher drastisch in das Leben jeder Bürgerin und jedes Bürgers der EU einschneidet: Zitat Hans-Böckler-Stiftung: "Bei der Liberalisierung und Privatisierung von Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge spielt die EU eine entscheidende Rolle: Sie dehnt ihre Regelwerke für die Privatwirtschaft auf immer weitere Teile der Gesellschaft aus." Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
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  • Antwort von Wolfgang, Sonntag, 04.Februar, 15:43 Uhr

    @ Leo Bronstein: Die EU wird da nur als Blitzableiter mißbraucht, Schade um den Gedanken eines friedlichen kooperierenden Europa.

    Ich gehe davon aus, daß nichts, garnichts, in Brüssel festgelegt und bestimmt wird was sich nicht vorher Deutschland, Frankreich, Niederland und Italien gemeinsam koordiniert so bestellt haben!

    Und Deutschland und Frankreich defakto in der EU Vetomächte des EU-Sicherheitsrates sind.

  • Antwort von noch-csuler, Sonntag, 04.Februar, 17:02 Uhr

    Und wer steckt hinter der Privatisierung?
    U.a. das Rhön-Klinikum!
    Und wer saß jahrelang in dessen Aufsichtsrat und förderte das ganze via Ulla Schmidt?
    Karl Lauterbach, der Bürgerversicherer!

  • Antwort von Wünsch dir was, Sonntag, 04.Februar, 18:21 Uhr

    Kein Problem, Motzki, machen wir. Akzeptieren sie bitte dann auch Beitragserhöhungen.
    Aber für eine Teilverstaatlichung wäre ich auch.

Rebel Girl, Sonntag, 04.Februar, 11:01 Uhr

4. Das Geld fließt an die falschen Stellen

Geld für die Sanierung von Schulen und Freibädern, oder für die Finanzierung von mehr Lehrkräften, Kitas, Krankenhäusern, Pflegeheimen, bezahlbaren Wohnraum etc. etc. ist halt leider leider nicht vorhanden. Dafür 93 Milliarden für "Flüchtlinge" allein für das Jahr 2016 (Quelle: Raffelhüschen). Und immer mehr Ausgaben für den Sozialstaat: bereits 600.000 Flüchtlinge wurden bislang zu Hartz IV Empfängern, es werden täglich mehr. Eine jährliche Zuwanderung von der Größenordnung aller Bewohner Kassels; im kommenden Jahr von Oberhausen, 2020 von Mainz. Die Frage ist nur: Wer baut diese Städte? Die Schulen? Krankenhäuser? Straßen? Wohnungen? Eine unglaubliche Zumutung an die Leistungsfähigkeit einer Gesellschaft! Eines hat die Flüchtlingskrise längst bewiesen: Es wäre immer genug Geld für ALLES da gewesen!

  • Antwort von Armer, Sonntag, 04.Februar, 12:53 Uhr

    Sie Arme. Worüber würden sie nur meckern, wenn es keinen Flüchtling gäbe?

    Sehr billig.

  • Antwort von Roberto , Sonntag, 04.Februar, 13:35 Uhr

    Zu Armer ) das hat weder mit Hetze noch mit Nazitum zu tun ( wie so manche Foristen das hier immer gerne titulieren ) sondern mit gesunden Menschenverstand. Es geht ja nicht allein um Flüchtlinge sondern die Art und Weise wie unsere derzeitige Regierung mit Steuergeldern umgeht. Vom G20 Gipfel angefangen, Berliner Flughafen, Banken Rettung usw. usw. Es sind vom Steuerzahler erwirtschaftete Gelder und der Regierung nur anvertraut. Eigentlich müsste man jedes Jahr eine Anzeige machen wegen Veruntreuung. Und Rebel Girl hat völlig recht, 93 Milliarden für Flüchtlinge auszugeben, von denen nur ein bestimmter Prozentsatz, die Alimentierung auch wirklich verdient, finde ich ebenso bedenklich. Aber spätestens wenn Sie mal medizinische Hilfe benötigen und dann wochenlang auf einen Termin beim Facharzt warten müssen, werden Sie es spüren. Es sei denn Sie sind Privatpatient.

  • Antwort von Armer, Sonntag, 04.Februar, 16:56 Uhr

    @Roberto

    Das ist keine Antwort auf meine Frage.

    Ok, ich gehe auf ihre Behauptungen ein:
    - Berliner Sauerei schelten sie gegen den Wowereit
    - Bankenrettung was wäre die Alternative in der Finanzkrise? Geldentwertung? Währungsreform? Wirtschaftskrise? Massenarmut?
    - G20 Gipfel - Alternative? Nicht reden, sondern Konflikte schüren? Ohne verhandeln Konflikte lösen? Vertrauen aufbauen? Weltpolitik machen wie sonst?
    - Nazi-Bezeichnungen - Alternative? Den Parteimitgliedern etwas mehr Disziplin verordnen, Konsequenzen durchziehen, wenn dumme Nazisprüche kommen
    - Veruntreuung - Tatbestandsmerkmale erfüllt? Wollen sie die Staatsausgaben verantworten? Haben sie unseren Rechtsstaat verstanden?
    - Ein bestimmter Prozentsatz - Vermutung? Pauschale Verurteilung? Wollen sie Asyl abschaffen? Mitmenschlichkeit, die sie gerade anprangern, wem zu gewähren?
    - Gesundheitssystem - Fallpauschalen? Privatisierung? Zweiklassenmedizin? Bürgerversicherung?

    Stichworte - aber sie verstehen sie!

Hubert, Sonntag, 04.Februar, 10:20 Uhr

3. Autobahnbau

Ist doch das gleiche wie beim Autobahnbau. Privatisierung sollte Kosten einsparen, stattdessen ist es gleich teuer oder teurer so wie es der Bundesrechnungshof festgestellt hat.
Also wer lässt, sich wann und für was, wie bestechen, wenn es für den Staat und seiner Bürger keinen Vorteil mehr gibt?

Marianne, Sonntag, 04.Februar, 09:46 Uhr

2. Misstände im Gesundheitswesen

Deutschland hat mit Abstand die höchsten Ausgaben (pro Kopf) und die schlechteste Versorgung von den Patienten, und Angestellten.
Die "Oberen" sind, wie immer, BESTENS versorgt.