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Das Sonntagsgespräch Fürstin Gloria von Thurn und Taxis

Seit 40 Jahren sorgt Gloria von Thurn und Taxis für Aufsehen, als Punker-Fürstin, als Unternehmerin und mit erzkonservativen Gedanken. Im Februar 2020 wurde sie 60. Die Fürstin polarisiert, hat aber auch als Saniererin des Familienimperiums das Unternehmen auf neue Füße gestellt.

Stand: 22.07.2020

"Ich bin eine echte Prinzessin aus Deutschland", sagt Fürstin Gloria von Thurn und Taxis schon mal, wenn sie sich Kindern vorstellt – und die lieben sie dafür. Prinzessin von Thurn und Taxis – so steht es auch in ihrem Pass.

Aufgewachsen in Afrika

Fürstin Gloria von Thurn und Taxis (links) mit ihrer Schwestrer Maya.

Geboren wurde sie 1960 in Stuttgart. Ihr Vater war dort bei der Deutschen Welle beschäftigt. Er erhielt das Angebot, nach Afrika zu gehen – um dort eine Radiostation aufzubauen. Seine Frau und seine beiden Töchter nahm er mit. Aufgewachsen ist Gloria von Thurn und Taxis deshalb in Afrika, erst in Togo, dann in Somalia. Ein Abenteuer, wie sie selbst sagt. Und ein Glück. Denn in Afrika war es schön warm und die Kinder konnten immer draußen spielen, durften auch draußen schlafen Zusammen mit ihrer Schwester Maya besuchte sie Benediktinerinnenschulen. 1970 verließ die Familie Afrika schließlich wieder und kehrte nach Deutschland zurück.

Gloria von Thurn und Taxis führt das fürstliche Haus aktiv und dynamisch

Fürstin Gloria von Thurn und Taxis bei ihrer Hochzeit mit Fürst Johannes von Thurn und Taxis.

1980 heiratete Gloria Fürst Johannes von Thurn und Taxis. Mit Prinzessin Maria Theresia, Prinzessin Elisabeth und Fürst Albert wurden dem Paar drei Kinder geschenkt. Nach dem frühen Tod von Fürst Johannes im Jahr 1990 übernahm Fürstin Gloria die Leitung des weitverzweigten Familienunternehmens, vollzog eine konsequente Umstrukturierung und führt seither das fürstliche Haus aktiv und dynamisch.

"Punker-Fürstin" und "Pop-Aristokratin"

Gloria von Thurn und Taxis spielt in ihrer Freizeit gern Tennis, fährt Motorrad, ist begeisterte Windsurferin und Wasser-Ski-Fahrerin. Sie geht aber auch gern im Wald spazieren und ist Jägerin. Nach der Geburt ihres ersten Kindes wurde Gloria von Thurn und Taxis durch ihr Party-Leben bekannt. Dabei standen ihre zum Teil außergewöhnliche Kleidung und ihre Frisuren im Fokus der Boulevardmedien. In der Presse fanden sich Schlagzeilen wie etwa "Bayerns Gloria", "Punker-Fürstin", "Pop-Aristokratin", "Prinzessin TNT" oder "Jet-Set-Darling". Titel, die sie im Rückblick auch für richtig hält. Schließlich habe sie damals sehr viel Spaß gehabt.

Corona-Krise deutlich zu spüren

Fürstin Gloria von Thurn und Taxis bei der Eröffnung der Schlossfestspiele 2019.

Im Moment macht die Corona-Krise der Fürstin einen großen Strich durch die Rechnung. Denn die Schlossfestspiele im Sommer mussten deshalb abgesagt werden. Vielleicht lässt sich der Weihnachtsmarkt im Schloss aber noch realisieren. Wenn keine zweite Welle kommt, sagt sie. Dabei hat sie mit dem Waldbesitz schon seit längerem Sorgen wegen der fallenden Holzpreise – und weil die kommerziellen Waldmieter Probleme haben, ihre Miete zu bezahlen. Am Sonntag spricht sie mit Moderator Tom Viewegh über ihr turbulentes Leben.


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