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Mein grüner Lieblingsplatz Viel zu tun für Hobbygärtner in ihrem Garten im November

Die Tage werden kürzer, frostige Nächte stehen uns bevor und wir Hobbygartler glauben nun die Hände in den Schoß legen zu können. Weit gefehlt! Es gibt noch so viele Dinge, die gerade im November in Garten noch erledigt werden sollten. Tipps von unserem Gartenexperten Andreas Modery.

Stand: 18.11.2020

Wer glaubt, im November hätte er nix im Garten zu tun, der irrt. Denn gerade in dieser Zeit können noch Zwiebeln für Tulpen und Narzissen gepflanzt werden, der Rasen braucht Schnitt, die Gartengeräte müssen sorgsam für den Winter hergerichtet, Rosen müssen winterfit gemacht und die Immergrünen gewässert werden. Unser Gartenexperte Andreas Modery mit Tipps für den Hobbygärtner im November.

Tulpen & Narzissen

Damit Narzissen im Frühling blühen, müssen sie spätestens jetzt gesetzt werden.

Schnäppchenjäger aufgepasst: Selbst jetzt im November können wir noch die letzten Zwiebeln von Tulpen und Narzissen in die Erde stecken! Das Gute: Zum Ende der Setzzeit bieten viele Gartenmärkte und Gartencenter die Zwiebeln günstiger an.

Wer keinen Garten hat, braucht auf ein Blütenfeuerwerk nicht verzichten. Jedermann  kann den Frühling mit den ersten Blüten nämlich auch im Topf begrüßen. Ein Fest aus Farben und Düften feiern Zwiebelblumen bereits dann, wenn der Rest der Pflanzenwelt erst langsam aus dem Winterschlaf erwacht. Narzissen, Tulpen, Hyazinthen und Co. kommen im Herbst in die Erde. Sie eignen sich auch für Töpfe, Schalen und Pflanzsäcke. Am besten wählt man kurze Arten und Sorten, zum Beispiel Botanische Tulpen – den Tulpen mit langen Stiele können umknicken.

Tulpenzwiebeln können auch im November noch gepflanzt werden.

Tipp: Tulpen und Narzissen nicht zusammenpflanzen, da sie unterschiedliche Plätzchen lieben. Tulpen mögen lieber trockene, Narzissen hingegen bevorzugen feuchte Standorte.

Rasenmähen bei trockenem Wetter

Fünf Zentimeter lang sollte man den Rasen im November noch einmal schneiden.


Im November können Sie mit dem letzten Rasenschnitt noch alle Blätter auf dem Rasen einsammeln. Mähen Sie den Rasen nur bei trockenem Wetter und nicht zu kurz (5 cm). Wird der Rasen nass gemäht, so werden nicht nur die Messer beim Rasenmäher schneller stumpf, sondern auch der Rasen leidet darunter.

Gartengeräte für den Winter vorbereiten


Gartengeräte, die Sie den Winter über nicht benötigen, können Sie spätestens jetzt reinigen und an ihren Platz zurück stellen. Nicht vergessen: Gartengeräte, die Sie im Winter brauchen (Straßenbesen, Schneeschaufel usw.) sollten Sie im Geräteschuppen nach vorne für den nächsten Wintereinbruch bereitstellen.

Tipp: Übrigens brauchen Gartengeräte mit Akku-Antrieb "besondere" Pflege. Denn ein Lithium-Ionen-Akku darf nicht vollständig entladen werden. Laden Sie den Akku vor der Einlagerung mindestens halb voll auf, damit sich der Akku während der Winterpause nicht ganz entlädt. Bewahren Sie den Akku bei einer Temperatur von mindestens 15°C (z.B. im Keller) auf.

Rosen brauchen Schutz

Hochstammrosen sind in manchen Höhenlagen frostgefährdet. Gefährdet ist besonders die Veredlungsstelle im Kronenbereich. Lässt sich ein älterer Stamm nicht mehr umlegen, wird die Krone am besten zusammengebunden und mit Tannenreisig oder Stroh oder Wintervlies abgedeckt oder umhüllt.

Schnittlauch einmal durchfrieren lassen

Wollen Sie auch im Winter frischen Schnittlauch ernten? Kein Problem. Bevor Sie Ihre Schnittlauchpflanze aus dem Garten ins Zimmer holen, sollten Sie sie jedoch einmal kräftig durchfrieren lassen. Graben Sie die Pflanze aus und legen Sie sie verkehrt herum auf das Beet, damit die Wurzeln der Kälte ausgesetzt werden. Denn nur wenn die Wurzeln einmal durchgefroren sind, wächst der Schnittlauch im kommenden Jahr wieder kräftig. Danach können Sie ihn in einen Topf mit frischer Erde setzen. Die Halme auf wenige Zentimeter kürzen und die Töpfe auf ein Fensterbrett mit viel Sonnenlicht stellen.

Tipp: Ernten Sie nie mehr als zwei Drittel der Röhren, damit die Pflanze noch genug Licht aufnehmen und weiterwachsen kann. 

Immergrüne gründlich wässern

Die Familie der Immergrünen Pflanzen im Garten ist enorm groß: Buchs, Efeu, Thuja, Einbem, Nadelgehölze aller Art, Rhododendron, Kirschlorbeer ... man könnte die Liste beliebig fortsetzen. Für sie alle gilt jetzt – egal ob als Hecke oder Kübelpflanze – vor Beginn der angekündigten Frostperiode sollten unsere immergrüne Gehölze (vor allem frisch "Gepflanzte" ) noch einmal gründlich gewässert werden. Denn mit ihren Nadeln oder Blätter verdunsten sie auch im Winter Feuchtigkeit. Sie könnten bei Wassermangel vertrocknen.

Tipp: Kübelpflanzen die im Freien überwintern brauchen für die frostige Zeit besonderen Schutz. Für eine gute Isolierung für die Töpfe sorgen sogenannte "Noppenfolien" - damit es optisch etwas schöner wird, verpassen wir denTöpfen mit Filz- und Vlies ein dekoratives Winterkleid.


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