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Mögliches Weltkulturerbe Papiermacher Johannes Follmer und seine Papiermühle

Johannes Follmer aus Triefenstein im Kreis Main-Spessart beherrscht eine mittlerweile selten gewordene Kunst: Er ist Papiermacher in einer der letzten originalen Papiermühlen Deutschlands. Die Papiermühle könnte in das europaweite Weltkulturerbe aufgenommen werden.

Von: Anja Bühling

Stand: 15.01.2019

Die originale Papiermühle im Triefensteiner Ortsteil Homburg in Unterfranken ist etwas ganz Besonderes: Sie zählt zu den rund 20 noch existierenden europäischen Papiermühlen. Die Papiermühlen versuchen gemeinsam ins Weltkulturerbe aufgenommen zu werden. Johannes Follmer arbeitet in der Papiermühle in Homburg.

Papiermacher, Papiermühlen und Büttenpapier

Die erste deutsche Papiermühle wurde 1390 mit der Gleismühle an der Pegnitz bei Nürnberg in Betrieb genommen. Und so wie im Hochmittelalter Papier hergestellt wurde, so arbeitet Johannes Follmer noch heute.

Der Papiermacher siebt mit einem Schöpfrahmensieb dünne Schichten aus flüssigem Papierbrei aus der sogenannten Bütte, dem Zuber. Anschließend wird die Masse gepresst, mit Leim verbunden und getrocknet. So entsteht das berühmte Büttenpapier.

Die Kunst des Papiermachens

Das Herstellen von handgeschöpften Büttenpapier aus dem Briefpapier und Kuvers entstehen, ist ein aussterbender Beruf. Aber für Johannes Follmer ist es eigentlich gar kein Beruf, sondern vielmehr eine Berufung und Kunst.


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