Bayern plus


2

Ein Lied und seine Geschichte Bernhard Brink - "Ich bin noch zu haben"

Bernhard Brink hat in seinen vielen Jahren an der Spitze des Schlagers viele Hits herausgebracht. Mit einem verbindet er aber besonders viel: "Ich bin noch zu haben" war sein Durchbruch und fast wäre es gar nicht dazu gekommen.

Stand: 12.08.2019

Ein Schlager Titan war Bernhard Brink damals noch nicht, als er Ende 1975 mit seinem Lied "Ich bin noch zu haben" in der ZDF-Hitparade auftauchte.

"Ich wollte in die Hitparade und hab dann natürlich das Glück gehabt mit einem Titel 'Ich bin noch zu haben', das war die vierte Hitparade in meinem Leben, da war der Lasse Berghagen nominiert für die Hitparade und der ist ausgefallen, weil er krank wurde und ich wurde nachnominiert, mit dem Lied 'Ich bin noch zu haben' und kam ganz überraschend damit in die Hitparade und wurde damit dann Nummer 1. Und das war für mich der ganz große Durchbruch in die Branche rein und deswegen verbinde ich mit dem Lied natürlich sehr sehr viel."

Bernhard Brink

Bernhard Brink, der Schnellsprecher, ganz auf den Spuren des damaligen Mister Hitparade Dieter Thomas Heck. Im Dezember 1975 hatte er sich zum ersten Mal an die Spitze der ZDF-Hitparade katapultiert. Begonnen hatte Bernhards Laufbahn in dieser Musiksendung aber erst einmal bescheiden und auch ohne große Aussicht auf Erfolg. Als er im April 1972 mit seinem Lied "Bombenfest" zum ersten Mal in den Fernsehstudios in Berlin auftauchte.

"Der Auftritt war relativ jämmerlich im Nachhinein. Damals war ich ganz stolz, weil es überlebt hatte. Meine Mutter ist dann raus in den Garten, konnte es gar nicht ertragen. Ich habe die Hosen ziemlich voll gehabt und es haben ganz wenige darauf gesetzt, dass der Brink eine zweite Hitparade erlebte und eine dritte und so weiter. Aber mein Produzent dachte damals, der muss doch viel lernen, aber der kann gut singen und vor allen Dingen: Ich hab mich gleich gerechnet, das heißt, dass du dadurch, dass du in der Hitparade warst, hast du gleich 20-30.000 Singles verkauft automatisch, weil es in die Automaten ging."

Bernhard Brink

Damals gab es noch Automaten-Händler. Die kauften die schwarzen Single-Scheiben in Massen und bestückten damit die Musikboxen, die überall in Gasthäusern, Kneipen und Clubs aufgestellt waren. Und diese Automaten-Händler konnte Bernhard Brink damals sofort überzeugen.

Fast 44 Jahre sind seit Bernhard Brings denkwürdigen Nummer 1-Hit "Ich bin noch zu haben" in der ZDF-Hitparade vergangen und er steht noch immer da wie eine 1 - mit einem neuen Album, mit jungen Leuten, die für ihn schreiben und mit einer großen Fangemeinde, die den schlagfertigen, kernigen und vitalen Entertainer gerne immer wieder erlebt.


2