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Stiftung Warentest Viele Zahnpasten sind sehr gut

Sie versprechen viel, doch können sie auch viel halten: Zahnpasten. Die Stiftung Warentest hat Tuben getestet und gleich 17 konnten „Sehr gut“ abschneiden. Viele Naturkosmetik-Pasten fielen dagegen durch.

Stand: 22.09.2020

Gerade Universalzahnpasten, also die tatsächlich viel versprechen, schneiden im Test von Stiftungwarentest oft sehr gut ab. Dabei spielt der Preis anscheinend nicht die größte Rolle. Eine Paste kostet gerade einmal 34 Cent pro 100 Milliliter. Acht Zahncremes sind dagegen mangelhaft. Davon haben fast alle ein Naturkosmetik-Siegel, heißt es in dem neuen Test.

Der Rat der Experten: Parodontax Complete Protection

Für 6,60 Euro pro 100 Milliliter sei dies die beste Universalzahnpasta mit niedrigem Abrieb. Sie entfernt Verfärbungen sehr gut. Noch etwas besser schaffen das Weißmacherpasten wie die sehr gute Signal White Now (2,65 Euro) mit mittle-rem Abrieb. Die beste günstige Universalzahnpasta ist Aldi Süd Eurodont (35 Cent). Für Naturkosmetik-Käufer: Sehr gut sind Alviana Bio-Pfefferminze (2,39 Euro) und Logodent Rundumschutz (3,25 Euro) – beide mit Fluorid.

Naturkosmetik-Pasten: Viele mangelhaft

Bei vielen Naturkosmetik-Pasten mangelt es vor allem an Fluorid. Der wichtigste Stoff gegen Karies. Auch Rügener Heilkreide, mit der die teuerste Paste im Test wirbt, bringe nichts im Kampf gegen Karies. Zwei Naturkosmetik-Zahnpasten konnten dagegen mit „Sehr gut“ abschneiden: Alviana Bio-Pfefferminze und Logodent Rundumschutz.

Naturkosmetikhersteller würden überwiegend pflanzliche Rohstoffe, oft aus biologischem Anbau verwenden, so die Experten. Manche im Test setzen auf Kokosöl, Salbei oder grünen Tee als Schutz gegen Karies. Diese Wirkung sei aber nicht ausreichend nachgewiesen, so Stiftung Warentest.

Keine Angst vor Fluorid

Der Tipp der Experten: Vor Zahnschäden schützt: selten naschen und regelmäßig putzen – mit fluoridhaltiger Zahnpasta. Fluorid stärkt den Zahnschmelz und macht ihn widerstandsfähiger gegen Säuren. Um optimal wirksam zu sein, sollte der Fluoridgehalt in Pasten für Erwachsene bei fast 1500 ppm (parts per million, also Teile pro Million) liegen. Eine Überdosis ist nicht zu befürchten – nicht mal durch versehentliches Verschlucken. 


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