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Podcasttipps Die Welt entdecken

Koffer packen, losreisen, sich den Wind der großen, weiten Welt um die Nase wehen lassen, in andere Kulturen eintauchen – das ist wunderschön, aber schon im Normalfall ein großer Aufwand und im Lockdown praktisch unmöglich. Aber wenigstens in Gedanken lässt sich gut reisen, sogar ganz bequem von zuhause aus – und zwar mit Hilfe der Korrespondentinnen und Korrespondenten der ARD. Die zeigen sich in ihren wöchentlichen Podcasts auch von ihrer privaten Seite.

Von: Bettina Weiz

Stand: 23.03.2021

Ein junger Mann mit Kopfhörern und einem Smartphone | Bild: BR, colourbox.com, Montage: BR

Einblicke ins Privatleben zwischen Papua-Neuguinea und Schottland

Eigentlich ist es ganz privat: Es geht ums Haareschneiden, ums Ostereiersuchen, um eine Spritztour mit dem Motorroller. Aber dann sind es doch einfach gute Geschichten, und sie sagen so viel aus über das Leben auf dieser Welt! Die Orte der Handlung liegen nämlich nicht in Old Germany, sondern zwischen Papua-Neuguinea und Schottland. Die Korrespondenten der ARD erzählen darin die Geschichten hinter den Geschichten – und im Geschichtenerzählen sind sie Profis.

Mit Motorroller in Neu-Delhi und mit der ganzen Familie in Singapur

Wenn etwa der neu eingetroffene Indien-Korrespondent berichtet, wie er sich mit dem Motorroller in den Straßenverkehr von Neu-Delhi gestürzt hat, erfährt man gleich ganz grundsätzliche Dinge über das Leben in dem asiatischen Land. In Singapur ist sogar eine ganze Familie am Podcasten: die Korrespondentin und der Korrespondent sind ein Paar. Sie scheuen sich nicht, auch Privates öffentlich zu machen, und sogar ihr zehnjähriger Sohn Johnny gibt seinen Senf dazu.

Analyse und profunde Kenntnisse

Bei allen Geschichten: In den Podcasts "Die Korrespondenten" kommt aber auch die Analyse nicht zu kurz. Die Protagonisten leben davon, dass sie beobachten, was in ihren Gegenden Aktuelles geschieht. Sie bereisen ihre Berichtsgebiete nach Möglichkeit und haben zahlreiche Kontakte. Manche sind schon seit Jahren im Einsatz. Diese Expertise fließt natürlich auch in die Podcasts ein.

Subjektiv und meinungsstark

Während die Korrespondenten in ihrer Berichterstattung für Tagesschau, Weltspiegel und die vielen Radioprogramme der ARD persönlich meistens in den Hintergrund treten, halten sie im Podcast mit den eigenen Einschätzungen oft nicht zurück. Da redet sich schon mal einer in Rage über die Royals oder bewundert den Einfallsreichtum der Leute, die für die Demokratie in Myanmar auf die Straße gehen.

Die Podcasts zeigen einem, wie relativ die eigene Sichtweise ist

Die Sache mit den Royals etwa sehen die Korrespondenten durchaus unterschiedlich – abhängig auch davon, wie nah oder fern sie London sind und welche Lebensumstände sie alltäglich vor Augen haben: Angesichts der rassistischen Diskriminierung von Wanderarbeitern in Südostasien etwa hört man die Klagen über Rassismus im Buckingham Palace mit anderen Ohren. Im Lauf der Zeit lernt man die einzelnen Korrespondenten immer besser kennen, unterstützt vielleicht die Meinung des einen, lehnt die eines anderen eher ab, bangt mit, wenn etwa eine tagelang bei Eiseskälte in Texas ohne Strom und Heizung ausharrt – und bekommt einfach viel mehr mit von der Welt.

Neu-Delhi – Singapur – Washington – London

Genau gesagt sind es vier Podcasts: Neue Fortsetzungen gibt es jede Woche.

 


Die "Podcasttipps der Woche" - jeden zweiten Dienstag um 16.24 Uhr und um 21.24 Uhr
auf B5 aktuell. Sollten Sie eine Podcastempfehlung für uns haben, schreiben Sie gerne an
B5-Podcast@br.de.


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