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Podcasttipps "Fake News Blues"

Jeder hat so seine eigene Sicht der Dinge. Manche Perspektive ist auch weit entfernt von wissenschaftlichen Thesen. Dieses Thema spielt auch im aktuellen Podcasttipp von Denise Lapöck eine große Rolle.

Von: Denise Lapöck

Stand: 16.04.2019

Ein junger Mann mit Kopfhörern und einem Smartphone | Bild: BR, colourbox.com, Montage: BR

Der ORF hat ein Experiment gewagt und in Zusammenarbeit mit der Filmakademie Wien eine fiktionale dreiteilige Podcastserie kreiiert. "Fake News Blues" erzählt die Geschichte von zwei Verschwörungstheoretikern, die der Welt ihre Wahrheit mitteilen möchten. Dafür wollen sie ein Sendestudio von Ö1 entern und ihre Mitteilung via Audiokassette verbreiten.

Aufwendig produzierter Hinhörer

Ihr Plan funktioniert aber nicht. Kurzerhand entführen die beiden Staatsverweigerer eine Moderatorin und einen Tontechniker. Es beginnt eine etwas wahnsinnige Reise nach Neu-Österreich und damit in eine Parallelgesellschaft. Dabei taucht man in eine Gedankenwelt ein, in der die Erde eine Scheibe ist und vom Eisring begrenzt wird, in der sich Regierungen gegen Außerirdische verschwören und in der Reptiloide herumirren.

"Fake News Blues" ist ein aufwendig und opulent produziertes Hörspiel, das den Hörer in seinen Bann zieht – auch dank der extra komponierten Musik. Jede der drei Folgen dauert etwa 20 Minuten – dazu kommt am Ende jeweils noch Bonusmaterial, zum Beispiel ein Interview mit der Co-Autorin Sophia Sixta aus der Filmakademie Wien.

Der Podcast kommt so realistisch daher, dass man sich manchmal in Erinnerung rufen muss, dass "Fake News Blues" fiktional ist.


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