B5 aktuell - Programm


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Ausstellungstipps "Max Wendl – Faszination in Farbe und Glas" und mehr

Julie Metzdorf stellt Ihnen drei Ausstellungen vor, darunter "Max Wendl – Faszination in Farbe und Glas" in Prien am Chiemsee. Die Ausstellungstipps - montags um 13.25 Uhr und um 20.25 Uhr als Wiederholung auf B5 aktuell.

Von: Julie Metzdorf

Stand: 15.04.2019

Illustration: Ausstellungstipps | Bild: colourbox.com; Montage: BR

"Jim Dine. I never look away" im Kunstfoyer der Bayerischen Versicherungskammer in München

Bekannt ist Jim Dine vor allem mit Bildern von Herzen und Bademänteln geworden, Motive, die er immer und immer wieder durchdekliniert hat. Genau wie sein eigenes Gesicht. Die Kulturstiftung der Bayerischen Versicherungskammer in München zeigt nun 60 seiner Selbstporträts. 60 Mal Jim Dine: gezeichnet, gepinselt, gespachtelt, fotografiert, lithografiert. Den Blick fest auf den Betrachter gerichtet, ohne Hintergrund, also ohne Hinweise auf Ort und Zeit. Hier geht es nicht um Repräsentation wie in Selbstbildnissen des 19. Jahrhunderts, es geht um die Erkundung des eigenen ICH, fortwährend, über 60 Jahre lang.

"Jim Dine. I never look away" - bis 12. Mai im Kunstfoyer der Bayerischen Versicherungskammer in München.

"Aufgehängt und abgehakt. Eine kleine Geschichte des Kleiderbügels" im Museum Industriekultur in Nürnberg

Ihrer Kleidung widmen die meisten Menschen viel Zeit, deutlich weniger Gedanken machen sie sich über das, was oft darunter verborgen ist: Nein, gemeint ist nicht der menschliche Körper, sondern der Kleiderbügel. Täglich im Einsatz und weltweit verbreitet, ist er ein unscheinbarer und anspruchsloser Helfer im Alltag. Wer ihn erfunden hat und wann, in welchen Formen und Materialien es ihn gibt und warum, davon erzählt eine Ausstellung im Museum Industriekultur in Nürnberg. Präsentiert werden Dutzende Kleiderbügel aus den verschiedensten Epochen und Gegenden: knallbunte Pop Art Bügel der 70er, liebevoll mit Blumen umhäkelte, mit Brokat oder Nerz überzogene Exemplare, oder Bügel mit eingearbeiteten Behältern für Mottenkugeln. Sie alle stammen aus der Sammlung von Matthias Dülp.

"Aufgehängt und abgehakt. Eine kleine Geschichte des Kleiderbügels" - bis 28. April im Museum Industriekultur in Nürnberg.

"Max Wendl – Faszination in Farbe und Glas" in der Galerie im Alten Rathaus in Prien am Chiemsee

Vom Teppichentwurf bis zum Ölgemälde: Der Münchner Maler Max Wendl war ein extrem vielseitiger Künstler. 1904 geboren machte er zunächst eine Ausbildung als Glasmaler, besuchte dann die Kunstgewerbeschulen von München und Köln, und lernte dabei u.a. bei Richard Riemerschmid. Frühe Arbeiten zeigen vom Symbolismus inspirierte religiöse Gemälde, expressive Landschaftsaquarelle oder auch faszinierende, mit Blattgold hinterlegte Hinterglasbilder. Den Nazis galten seine Arbeiten mit ihrer modernen, auf geometrische Grundformen reduzierten Sprache als entartet. Nach dem Krieg lebte Wendl bei Prien am Chiemsee und machte sich mit seinen Glasfenstern einen Namen.

"Max Wendl – Faszination in Farbe und Glas" - bis 19. Mai in der Galerie im Alten Rathaus in Prien am Chiemsee.


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