B5 aktuell - Programm


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Ausstellungstipps "Hinter den Kulissen" und mehr

Julie Metzdorf stellt Ihnen drei Ausstellungen vor, darunter "Hinter den Kulissen" im Schlossmuseum Murnau. Die Ausstellungstipps - montags um 13.25 Uhr und um 20.25 Uhr als Wiederholung auf B5 aktuell.

Von: Julie Metzdorf

Stand: 07.01.2019

Illustration: Ausstellungstipps | Bild: colourbox.com; Montage: BR

"Weltempfänger - Georgiana Houghton, Hilma af Klint und Emma Kunz" im Kunstbau des Münchner Lenbachhauses

Nein, das erste abstrakte Gemälde der Kunstgeschichte stammt NICHT von Wassily Kandinsky. Die Ausstellung "Weltempfänger" im Münchner Lenbachhaus präsentiert nun gleich drei Malerinnen, die teilweise schon weit vor Kandinsky gegenstandslos gearbeitet haben. Doch ihre Werke wurden lange als "Weiberkram" belächelt. Zudem standen Georgiana Houghton, Hilma af Klint und Emma Kunz dem Spiritismus nahe und wurden in der esoterischen Ecke abgestellt. Lenbachhaus-Direktor Matthias Mühling:

Georgiana Houghtons Bilder bestehen aus fließenden Linien und wolkigen Farbflächen, ein schwebendes, pulsierendes Gegenkonzept zur Welt der festen Gegenstände. Die Schweizer Malerin Emma Kunz ist bekannt für ihre "Pendelzeichnungen", in denen sie Gesetzmäßigkeiten der Natur auf Millimeterpapier übertrug: Eine Art Meditationsbilder, die an Mandalas erinnern und zwischen Naturerfahrung und Abstraktion schwingen. Auch bei der schwedischen Malerin Hilma af Klint und ihren farbenprächtigen Bildern aus Kreisen, Spiralen, Tropfen- und Wellenformen drehte sich alles um die Einheit des Seins.

"Weltempfänger" - bis 10. März im Kunstbau des Münchner Lenbachhauses.

"Hinter den Kulissen" im Schlossmuseum Murnau

Ausstellungen machen viel Arbeit. Die Ausstellung "Hinter den Kulissen" im Schlossmuseum Murnau widmet sich nun genau dieser Arbeit. Da ist etwa die Arbeit der Ausstellungstechniker, der das aufwändige Beleuchtungssystem in Schuss hält. Da sind die Museumspädagogen, die mögliche Hemmschwellen vor einem Museumsbesuch bei Kindern gar nicht erst entstehen lassen. Da sind Restauratoren, Kuratoren, Grafiker, das Aufsichtspersonal und viele weitere Menschen, deren Arbeit gemeinhin kaum erwähnt wird. In Murnau zeigt man nun deren Tätigkeiten, zum Beispiel anhand eines Depotschranks, der sonst im Keller des Museums steht oder auch mit einer Klimakiste, in der Kunstwerke normalerweise auf Reisen gehen.

"Hinter den Kulissen" - bis 3. März im Schlossmuseum Murnau.

"Letzter Halt Nirwana – Annäherungen an den Buddhismus" im Museum Rietberg in Zürich

"Letzter Halt Nirwana" nennt sich eine Ausstellung im Museum Rietberg in Zürich, die sich ganz dem Buddhismus verschrieben hat. Anhand von über 100 Kunstwerken und Objekten wird hier die 2500-jährige Geschichte des Buddhismus erzählt, von den Anfängen in Indien bis zu seiner Verbreitung ins heutige Europa. Unter den Exponaten sind viele Buddha-Statuen, eine 14 Meter lange Tuschezeichnung auf Seide, die das Leben Buddhas wie einen Comic wiedergibt oder auch Reliquienbehälter mit Schmucksteinen aus dem Grab des historischen Buddha – und damit eine kleine Sensation.

"Letzter Halt Nirwana – Annäherungen an den Buddhismus" - bis 31. März im Museum Rietberg in Zürich.


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