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Rasten statt rasen Gießenbachklamm in Kiefersfelden

Die perfekte Mischung aus Kurzwanderung, Natur, erfrischendem Bad und alpiner Kulinarik. Und das für die ganze Familie: Die Gießenbachklamm in Kiefersfelden. Sie lohnt einen Abstecher von der Autobahn.

Von: Klaus Schneider

Stand: 18.04.2019

Illustration: Ausfahrt - Kiefersfelden | Bild: BR/Klaus Schneider, Montage: BR

Über Jahrmillionen hat sich der Gießenbach durch das Gestein gegraben und eine wilde Klamm geformt. Bereits seit 1910 wandelt ein Kraftwerk die Wasserkraft des Gießenbachs in Strom um, der in das öffentliche Netz eingespeist wird. Über dem Rohr, das das Wasser für die Stromerzeugung teilweise kanalisiert, verläuft der Weg für die Wanderer.

Riesiges Wasserrad: Die Sophie

Die Sophie, ein privates Wasserrad, mit dem Strom erzeugt wird.

Direkt am Einstieg zur Gießenbachklamm, rumpelt rechter Hand unter einem hölzernen, halboffenen Haus die Sophie, ein riesengroßes hölzernes Wasserrad, mit dem ebenfalls Strom erzeugt wird.

Abkühlung an heißen Sommertagen

Angenehm kühl ist der Weg am Gießenbach entlang, zunächst rechterhand vom Wasser, dann kreuzt der Pfad den Bach, und führt den Wanderer nach ein paar Minuten zum alten Kraftwerk. Nun werden zur Rechten die Felswände sichtbar, die für eine Klamm so typisch sind. Der Weg führt jetzt nach oben.

Gießenbachklamm: Wilde Natur hautnah

125 Stufen lassen die Wanderer schnell an Höhe gewinnen, hier ist die Klamm nun wildromantisch.
Danach geht es recht eben dahin. Gut durch ein Geländer gesichert, führt der Weg links an der Felswand entlang und bietet auf der rechten Seite immer wieder spektakuläre Blicke hinunter auf das rauschende Wasser, auf bizarre Felsformationen und sattes Grün.
An der Staumauer wechselt der Weg erneut auf die rechte Seite des Bachs, und plötzlich öffnet sich das Tal wieder, das wilde Rauschen wird zum sanften Plätschern.

Badespaß im Gießenbach

Kiesstrände laden zum Baden und Verweilen ein.

Dank Staumauer zeigt sich der Gießenbach hier als türkisblauer Badesee, an dessen Ufern breite Kiesstrände unter schattenspendenen Bäumen zum Bleiben einladen: Zum Pausieren, Entdecken oder Plantschen. Der Ideale Naturspielplatz für die ganze Familie – mit oder ohne Hund. Von hier aus sind es nur noch ein paar wenige Minuten ganz leichter Aufstieg zur Schopper Alm.

Bewirtung, Spielplatz und Streichelzoo

Die Schopperalm.

Die Schopperalm bietet alles, was man von einem Gasthaus in den Alpen erwarten kann. Zudem kommen vor allem auch die Kinder hier auf ihre Kosten. Denn neben einem Streichelzoo mit echten Ziegen finden Kinder hier auch einen Spielplatz mit allem, was das Kinderherz begehrt: Sandkasten mit Spielzeug, Schaukeln, Wippen und einer heißbegehrten Bobbycar-Bergab-Rennpiste.

Optional: Rundwanderweg über den Trojerhof

Über 500 Jahre alt: Bayerns ältester Bergbauernhof, der Trojerhof.

Wer jetzt noch mehr erkunden will, kann den Rundweg über den Trojerhof weitergehen. Insgesamt dauert der Rundwanderweg etwa zwei Stunden. Wer den schnellen Weg zurück bevorzugt, kann freilich auch wieder zurück durch die Klamm gehen.

Informationen und Anfahrt

Autobahn A93 (Inntalautobahn), Ausfahrt Nr. 60, Kiefersfelden. Von der Autobahn kommend an der Hauptstraße (Rosenheimer Straße) in Kiefersfelden links Richtung Ortsmitte fahren. Nach dem "Nah & Gut"-Laden links in die Thierseestraße einbiegen. Dem natürlichen Straßenverlauf folgen (ca. 3,5km), bis rechter Hand das historische Wasserrad auftaucht. Parkmöglichkeiten an der Straße. (Adresse des Klammeinstiegs für Navi: Thierseestraße 138, Kiefersfelden)

Die Gießenbachklamm ist von Ostern bis Mitte November geöffnet, Eintritt frei.

Einkehrmöglichkeit Schopperalm
Die Alm ist von Mai bis Anfang Oktober bewirtet, Montag Ruhetag.



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