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"Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer" Keine Parität nach 100 Jahren Frauenwahlrecht

Am 12. November 1918 wurde in einer großen Wahlrechtsreform auch das Wahlrecht für Frauen proklamiert. 100 Jahre später klappt es mit dem aktiven Wahlrecht wunderbar. Aber zu wenige Frauen werden in die deutschen Parlamente gewählt. Es verschlimmert sich sogar.

Stand: 16.11.2018

Im Bundestag ist der Frauenmantel in der aktuellen Legislaturperiode von knapp 37 auf knapp 31 Prozent deutlich gesunken. Viele Frauen möchten deshalb ein Paritätsgesetz wie in Frankreich. Auf den Wahllisten müssen dort im Reißverschlussverfahren abwechselnd Frauen und Männer auftauchen.

"Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer oder so, sagt man, glaube ich, und insofern kann man aus der Tatsache, dass es mich gibt, darf kein Alibi draus werden."

Bundeskanzlerin Angela Merkel

Die bayerische CSU-Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, Kerstin Schreyer, will bei den Delegiertenversammlungen außerdem eine Quote einführen, damit bei der Aufstellung für Direktmandate automatisch mehr Frauen zum Zug kommen. Die Gleichstellung von Frauen ist auch nach 100 Jahren noch lange nicht abgeschlossen.      

Politik und Hintergrund vom 18.11.2018

Die Themen im Einzelnen

  • Mit der Parität von Frau und Mann in den Parlamenten sieht es schlecht aus (Sabine Müller)
  • Die CDU-Kandidaten laufen sich warm – erste Regionalkonferenz in Lübeck (Anna Grusnick)
  • Wie Brüssel mit dem Irrsinn namens Brexit umgehen könnte (Kommentar von Holger Romann)
  • Serbien und Kroatien – Zerfall und Neugründung vor 100 Jahren  (Clemens Verenkotte)
  • Italiens Bevölkerung und Wirtschaft zerrissen zwischen Regierung und EU (karl Hoffmann)

Redaktion und Moderation: Susanne Betz


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