B5 aktuell - Das Medienmagazin

Reporter in Gefahr

Pressefreiheit Reporter in Gefahr

Das MedienMagazin berichtet regelmäßig über Einschränkungen der Pressefreiheit. In manchen Ländern sind Zensur, Verbote und die Schere im Kopf an der Tagesordnung. In anderen werden Journalisten verfolgt, ins Gefängnis geworfen oder sogar ermordet. Aber auch in freien Gesellschaften wie den USA oder Deutschland versuchen Politiker, Unternehmen und Behörden auf subtile Art und Weise Medien bei ihrer Informationsarbeit zu behindern. All das können Sie hier nachhören.

Bing-Map mit den Kartenpunkten | Bild: BR zur interaktiven Anwendung Interaktive Karte Medienmagazin-Beiträge zur Pressefreiheit

Radio-Beiträge und Artikel im B5-Medienmagazin erklären, wo weltweit die Pressefreiheit bedroht ist. In manchen Ländern sind Zensur, Verbote und die Schere im Kopf an der Tagesordnung. In anderen werden Journalisten verfolgt, ins Gefängnis geworden oder sogar ermordet. [mehr]

Pressefreiheit: Aktuelles

Festnahmen bei der Erdoğan-kritischen "Cumhuriyet" | Bild: Bayerischer Rundfunk zum Audio Umbau der Cumhuriyet Putsch gegen die Pressefreiheit?

Die Tageszeitung Cumhuriyet ist eine der wenigen liberalen Stimmen in der Türkei, sie vertritt eine säkulare und pro-westliche Linie. Das führt zu Konflikten mit derislamisch-konservativen AKP-Regierung, viele ihrer Journalisten wurden verhaftet, angeklagt, zu langen Gefängnisstrafen verurteil. Doch bislang ließ sich die Cumhuriyet nicht auf Linie bringen. Inzwischen haben reginrungsnahe Kräfte den Stiftungsarat übernommen. Manche sprechen von einem Putsch, hinter dem die Regierung steckt. [mehr]

Eingeschränkte Pressefreiheit in Aserbaidschan.  | Bild: Reporter ohne Grenzen zum Audio Vor dem Merkelbesuch Eingeschränkte Pressefreiheit in Aserbaidschan

Innenpolitisch wird Aserbaidschan mit harter Hand vom Alijew-Clan regiert. Kritischen Journalismus gibt es im Land so gut wie gar nicht mehr, die Wahlen vom April dieses Jahres gelten als weitgehend gefälscht. Elf Reporter sitzen derzeit in Haft. Nächste Woche reist Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Georgien und Aserbaidschan. [mehr]

Redaktion der oppositionellen Website Tut.By in Minsk | Bild: picture alliance/Viktor Drachev/TASS/dpa zum Audio Weißrussland Unabhängige Journalisten stehen unter Druck

Etwa ein Dutzend Journalisten wurden Anfang August in Weißrussland festgenommen. Die Vorwürfe wirken konstruiert, offensichtlich sollen kritisch berichtende Journalisten eingeschüchtert werden. Unter den Festgenommenen waren Redakteure der oppositionellen, weißrussischen Website Tut-By, außerdem ein Mitarbeiter der Deutsche Welle. Weißrussland liegt weit hinten auf dem aktuellen Pressefreiheits-Ranking von 'Reporter ohne Grenzen', auf Platz 155 von 180. [mehr]

Mann in Zentralafrikansicher Rebublik mit einr Pistole in der Hand | Bild: picture alliance / AP Photo zum Audio Medien Russische Journalisten in Zentralafrikanischer Republik ermordet

In der Zentralafrikanischen Republik sind drei Moskauer Journalisten getötet worden. Sie hatten über die Aktivitäten einer russischen Söldnertruppe in dem Bürgerkriegsland recherchiert. Die drei Journalisten Orhan Dschemal, Alexander Rastorgujew und Kirill Radtschenko waren bekannt für ihre investigativen Recherchen. Oft ging es um Themen, die der russischen Regierung unbequem waren. Steckt die Söldnertruppe "Wagner" selbst hinter der Tat? [mehr]

13.12.2017, USA, New York: A.G. Sulzberger, Herausgeber der «New York Times». Mit seinen verbalen Angriffen auf Medienvertreter gefährdet US-Präsident Donald Trump nach Einschätzung des Herausgebers der «New York Times» die Sicherheit von Journalisten. Er habe Trump gewarnt, dass diese aufrührerische Rhetorik «zu einem Anstieg von Drohungen gegen Journalisten beiträgt und zur Gewalt führen wird», teilte Herausgeber A. G. Sulzberger am 29.07.2018 mit. (zu dpa "New York Times»-Herausgeber: Trump-Angriffe gefährden Journalisten"  | Bild: dpa-Bildfunk/Damon Winter zum Audio Kommentar Donald Trump, die New York Times und die Pressefreiheit

Der amerikanische Präsident hat sich kürzlich mit dem Verleger der "New York Times", A.G. Sulzberger, getroffen. Ein frostiger Austausch, über den die Beteiligten eigentlich Stillschweigen hatten bewahren wollen. Es kam anders: Trump twitterte mal wieder über die "Fake News" der NYT, Sulzberger wehrte sich und nennt Trumps "pressefeindliche Rhetorik" gefährlich. Weshalb die USA jetzt über Pressefreiheit diskutieren. [mehr]

Öffentliche Erinnerung an ermordete maltesische Journalistin Daphne Caruana Galizia. | Bild: dpa/ Lena Klimkeit zum Audio Einschüchterung von Journalisten und Aktivisten Malta: Wer wird die nächste sein?

Neuigkeiten im Fall der ermordeten maltesischen Journalistin Daphne Caruana Galizia. Chef-Ermittler Valletta wurde von dem Fall abgezogen, denn seine Frau ist Ministerin im Kabinett von Joseph Muscat, das von der Ermordeten immer wieder der Korruption angeklagt wurde. Die Ermittlungen gehen nur zögerlich voran. Anti-Korruptions-Aktivisten in Malta sehen sich zunehmendem Druck und Attacken ausgesetzt. [mehr]

Demonstranten halten ein Transparent mit dem Bild des ermordeten Journalisten Jan Kucisak und dessen Verlobter Martina Kusniriva hoch | Bild: pa/dpa zum Audio Slowakei nach Journalistenmord Aufruhr im öffentlichen-rechtlichen Rundfunk

Als der slowakische Journalist Jan Kuciak ermordet wurde, war das Entsetzen groß, es formierte sich eine Protestbewegung für die Pressefreiheit. Die Regierung musste umgebildet werden, damit verbunden war die Hoffnung, dass nun Licht in die Korruptionsaffären gebracht würde und Journalisten wieder angstfrei arbeiten könnten. Doch das Gegenteil ist der Fall: Eine Welle von Kündigungen hat dazu geführt, dass mehrere Fernseh-Redakteure ihren Sender aus Protest gegen Zensur verlassen wollen. Von Marianne Allweiß [mehr]

Flaggen mit dem Logo der Fußball WM 2018 wehen vor der Basilius-Kathedrale.  | Bild: dpa-Bildfunk/Alexander Zemlianichenko zum Audio Russland Klima der Angst für Reporter bei der Fußball-WM

Potentielle Informanten werden gezielt eingeschüchtert, Arbeitsvisa an freie Journalisten kaum erteilt. Vor dem Start der Fußball-WM beklagt Reporter ohne Grenzen zunehmend schwierigere Arbeitsbedingungen für die Medien. Allerdings wolle Russland nach außen hin gut dastehen - von daher seien massive Repressalien gegen ausländische Reporter zunächst nicht zu erwarten. Dafür umso mehr gegen einheimische Medienschaffende - nach den Spielen. Von Günter Herkel [mehr]

Bastian Obermayer, SZ (li) und Laurent Richard (r) | Bild: privat zum Audio Forbidden Stories Auch Daphne Caruana Galizias Recherchen gehen weiter

Nicht nur in Kriegsgebieten und Diktaturen, sondern auch mitten in Europa werden JournalistInnen ermordet. Damit ihre Recherchen nicht vergeblich waren, wurde im Herbst die Plattform "Forbidden Stories" gegründet - in Paris. Sie forscht weiter und veröffentlicht die Ergebnisse möglichst weltweit. Mit dabei u.a. die News York Times, der Guardian, die Süddeutsche Zeitung. Von Carolin Hasenauer [mehr]

Weitere Beiträge

Pressefreiheit 2017

Pressefreiheit 2016

Pressefreiheit 2015