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Reporter in Gefahr

Pressefreiheit Reporter in Gefahr

Das MedienMagazin berichtet regelmäßig über Einschränkungen der Pressefreiheit. In manchen Ländern sind Zensur, Verbote und die Schere im Kopf an der Tagesordnung. In anderen werden Journalisten verfolgt, ins Gefängnis geworfen oder sogar ermordet. Aber auch in freien Gesellschaften wie den USA oder Deutschland versuchen Politiker, Unternehmen und Behörden auf subtile Art und Weise Medien bei ihrer Informationsarbeit zu behindern. All das können Sie hier nachhören.

Bing-Map mit den Kartenpunkten | Bild: BR zur interaktiven Anwendung Interaktive Karte Medienmagazin-Beiträge zur Pressefreiheit

Radio-Beiträge und Artikel im B5-Medienmagazin erklären, wo weltweit die Pressefreiheit bedroht ist. In manchen Ländern sind Zensur, Verbote und die Schere im Kopf an der Tagesordnung. In anderen werden Journalisten verfolgt, ins Gefängnis geworden oder sogar ermordet. [mehr]

Pressefreiheit: Aktuelles

Bastian Obermayer, SZ (li) und Laurent Richard (r) | Bild: privat 22.04. | 14:05 Uhr B5 aktuell zum Audio Forbidden Stories Auch Daphne Caruana Galizias Recherchen gehen weiter

Nicht nur in Kriegsgebieten und Diktaturen, sondern auch mitten in Europa werden JournalistInnen ermordet. Damit ihre Recherchen nicht vergeblich waren, wurde im Herbst die Plattform "Forbidden Stories" gegründet - in Paris. Sie forscht weiter und veröffentlicht die Ergebnisse möglichst weltweit. Mit dabei u.a. die News York Times, der Guardian, die Süddeutsche Zeitung. Von Carolin Hasenauer [mehr]

Letzte Ausgabe Titelblatt Magyar Nemzet. | Bild: BR zum Audio Nach der Wiederwahl Orbans: Pressefreiheit in Ungarn noch mehr bedroht

Am 11. April, direkt nach der haushohen Wiederwahl Orbans, stellte die regierungskritische Zeitung "Magyar Nemzet" nach 80 Jahren ihr Erscheinen ein. Der Eigentümer war bis vor drei Jahren ein enger Freund Orbans, als sie sich zerstritten, bekam das die Zeitung zu spüren. Gegen das autoritäre Regime wenden sich jetzt fast nur mehr der Onlinedienst "Index" und der TV-Sender "RTL Klub". [mehr]

Tempelanlage Angkor Wat, Kambodscha | Bild: picture-alliance/dpa zum Audio Bei den Khmer Aus für die Pressefreiheit und Demokratie in Kambodscha

Am 4. September letzten Jahres veröffentlichte die englischsprachige Zeitung "Cambodia Daily" ihre letzte Ausgabe. Dieser staatliche Eingriff ist nur eine von vielen Repressalien, die unabhängige Medien in Kambodscha in den letzten Jahren erdulden mussten. In der Monaten vor den im Juli 2018 vorgesehenen Parlamentswahlen räumt die Regierungspartei PPC offenbar mit ihren Kritikern auf. [mehr]

Radiostation in der tansanischen Provinz.  | Bild: Credit: BR/ Thomas Klatt zum Audio Medien in Tansania Engagement junger AfrikanerInnen

Bei Reporter ohne Grenzen ist Tansania im Ranking der Pressefreiheit auf Platz 83 abgerutscht. Denn die Arbeitsbedingungen für Journalisten in dem ostafrikanischen Land sind schlecht. Zeitungen können staatlicherseits einfach verboten werden, Honorare sind niedrig. Dennoch engagieren sich Menschen im Journalismus. Sie wollen ihr Land mit gut recherchierten Artikeln und Filmen weiterbringen. [mehr]

Iryna Slawinska vom ukrainischen Sender  Hromadske | Bild: BR/Pauline Tillmann zum Audio Ukraine Radiosender Hromadske vier Jahre nach Maidan-Protesten

"Hromadske" ist ukrainisch und bedeutet öffentlich. Damit ist der Fernseh- und Radiosender in der Ukraine zum Vorbild geworden, denn die Journalisten dort wollen wahrhaftig berichten, anders als bei den staatlichen und von der Wirtschaft abhängigen Sendern. Er finanziert sich durch Crowdfunding und Spenden. [mehr]

Gedenkmarsch für Jan Kuciak.  | Bild: dpa-Bildfunk/Bundas Engler zum Audio Journalismus in der Slowakei unter Druck Die Hintergründe zum Mord an Jan Kuciak

Entsetzen herrscht in der Slowakei, und nicht nur dort, nach dem Mord an dem jungen Enthüllungsjournalisten Jan Kuciak. Vor gut einer Woche wurden er und seine Verlobte erschossen aufgefunden. In den vergangenen Tagen gab es Rücktritte und Festnahmen, Spuren führen zur italienischen Mafia. Aber jenseits der Frage nach den Tätern zeigt sich, welch schweren Stand unabhängige und kritische Journalisten in diesem EU-Land haben. [mehr]

Deniz Yücel | Bild: Bayerischer Rundfunk 2018 zum Audio Kommentar Erfolg von Solidarität und Politik? Deniz Yücel freigelassen

Das war auch ein Erfolg anhaltender Solidarität: Viele JournalistInnen hatten sich für Deniz Yücel eingesetzt, auf Twitter und Facebook, mit Autokorsos und Lesungen darauf hingewiesen, dass er ohne Anklage in Haft sitzt. Auch die Politik ließ nicht locker - doch zu welchem Preis? Am Freitag Nachmittag war die Erleichterung groß, als der deutsch-türkische WELT-Korrespondent endlich frei kam. [mehr]

Der slowenische Journalis Blaž Zgaga bei der Pressekonferenz zur Vorstellung der BND-Klage | Bild: Reporter ohne Grenzen/ Daniel Moßbrucker zum Audio Verfassungsbeschwerde Journalistenverbände klagen gegen BND-Überwachung

Als investigativer Journalist muss man sicher mit seinen Quellen kommunizieren können, sonst gibt es keine Sicherheit für Whistleblower und Informanten. Das neue BND-Gesetz allerdings erlaubt dem deutschen Geheimdienst, ausländische Bürger, also auch Journalisten abzuhören. Dagegen ziehen Medienverbände jetzt vor das Bundesverfassungsgericht. [mehr]

Portrait Harlem Désir | Bild: Jan-Timo Schaube/ dju zum Audio Portrait Der OSZE-Medienbeauftragten Harlem Désir Kampf um Pressefreiheit in Europa

Der Franzose Harlem Désir wurde im Juli 2017 neuer Beauftragter für Medienfreiheit der OSZE, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Er kümmert sich um Pressefreiheit und die Sicherheit von JournalistInnen. Der 58-jährige Désir war früher selbst Journalist, dann Europaabgeordneter und Staatsminister für europäische Angelegenheiten in der Regierung Hollande. [mehr]

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