B5 aktuell - Das interkulturelle Magazin


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Film und Musik Grenzenlose Vielfalt

Kinostart von "Schatten der Wüste" // Konzert von Helmut Eisel in Nürnberg // Fraunhofer Volksmusiktage in München //

Von: Ulrich Möller Arnsberg

Stand: 03.01.2019

"Die Schatten der Wüste"

Es ist ein schmutziges Geschäft, das in „Schatten der Wüste“ gezeigt wird: Die Situation indischer Leiharbeiter in Saudi-Arabien. Die tragische Geschichte vom Leiharbeiter Baskaran steht im Vordergrund. Sundari, seine Frau, wird plötzlich mit dessen Tod konfrontiert: Suizid, heißt es lapidar. Die Münchner Filmemacherin Franziska Schönenberger hat eine Dokumentation über die mysteriösen Umständen seines Todes und seines Lebens als Leiharbeiter gedreht, zeigt, wie die Arbeiter am Bau gnadenlos ausgebeutet werden und unmenschlichen Lebensbedingungen ausgeliefert sind. Zu sehen war der Film im vergangenen Jahr beim Dokfest München. Am 10. Januar 2019 läuft der sehenswerte wie verstörende Dokumentarfilm "Die Schatten der Wüste" in den deutschen Kinos an.  

 

Helmut Eisel

Der Saarbrücker Klarinettist Helmut Eisel zählt mit seiner soulig schluchzenden Klarinette zu den Koryphäen der internationalen Klezmerszene. Sein Trio Jem mit dem Gitarristen Michael Marx und dem Kontrabassisten Michael Engelmann dient ihm seit drei Jahrzehnten als Basisformation. "KlezFiesta" heißt Helmut Eisels aktuelles Programm, in dem es  insbesondere um die spanische Klezmertradition geht. Ein intensiver Dialog von Klarinette, Gitarre und Kontrabass, der die Luft zum Flirren bringt. Helmut Eisel und Jem gastieren am 12. Januar 2019 um 20:00 Uhr in Nürnberg in der Villa Leon.

Fraunhofer Volksmusiktage

Mit Drehleier und Waldhorn loten Stefan Straubinger und Ludwig Himpsl die Klangwelten zwischen Bayern und dem Orient aus. Mal klingen die Ergebnisse dieser beiden volksmusikalischen Freigeister, die sich vor zwei Jahren zum Duo zusammengetan haben, nach bairischem Zwiefachen, mal nach orientalischen Janitscharenklängen. Es ist genau das, was die Volklsmusiktage im Münchner Fraunhofer, die am 5. Januar 2019 begonnen haben, sein wollen. Eine weltoffene Gratwanderung an den Grenzen von Klassik, Jazz und Volksmusik, die neue Impulse mit der althergebrachten Kultur verbindet.

"Ich denke, das Eine ist so schön wie das Andere, und ohne die oide Volksmusik wäre das Andere nicht möglich."

Fraunhofer-Wirt Josef Bachmeier

Die Liste der täglichen Konzerte bei den Fraunhofer Volksmusiktagen ist nahezu unüberschaubar. Zwei Monate reicht das Programm mit täglichen Konzerten, außer montags. Mit Bands, die in den vergangenen Jahren zum Teil schon den alle zwei Jahre vergebenen begehrten Fraunhofer Volksmusikpreis gewonnen haben.


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