B5 aktuell - Das interkulturelle Magazin


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Tanz und Museen Grenzenlose Vielfalt

"Dance 2019" in München // "Internationaler Museumstag 2019" //

Von: Kristina Dumas

Stand: 17.05.2019

"Delta" von Yang Zhen | Bild: Yang Zhen

"Dance 2019 - 16. Internationalen Festival für zeitgenössischen Tanz der Landeshauptstadt München"

"Wie wollen wir miteinander kommunizieren, wie wollen wir miteinander reden, das sind Themen, die uns als Kuratoren sehr beschäftigt haben in den letzten Jahren, aufgrund der immer mehr spaltenden Gesellschaften. Das sind aber auch Themen, die die Künstler sehr beschäftigt haben, so zum Beispiel Richard Siegal, der sich mit Fake News beschäftigt."

Nina Hümpel, Kuratorin 'Dance 2019'

"Roughhouse"

"Roughhouse" heißt das Stück des Choreografen Richard Siegal. Sprachsplitter brechen über das Publikum herein, Wörter über Wörter, Sätze und Slogans. Versteht hier noch jemand irgendetwas? Wie kommunizieren wir heute und was sind die Auswirkungen? Text und Tanz fließen ineinander über.

Zu sehen ist das Stück „Roughhouse“ am 24. und 25. Mai in der Muffathalle in München.

"Who is Frau Troffea?"

Im Sommer das Jahres 1518 beginnt eine Frau in der Nähe von Straßburg zu tanzen. An die 400 Menschen schließen sich ihr an, sie tanzen, bis sie vor Erschöpfung und Schmerzen zusammenbrechen. Dieser Tanzexzess ging als "Straßburger Tanzwut von 1518" in die Geschichte ein.

Die Choreographin Cheren Oran geht bei der Uraufführung "Who is Frau Troffea?" der Frage nach, was ein Tanzmarathon bewirken kann. Sie hat Tänzerinnen und Tänzer aus aller Welt wie der Türkei, Israel und Kolumbien in kleinen Gruppen zusammengestellt. Bis zum 26. Mai 2019 tanzen sie im öffentlichen Raum, täglich sieben Stunden am Stück. Von 14:00 bis 21:00 Uhr sind sie zum Beispiel im Gasteig, Muffatwerk, Kreativquartier in München und an vielen weiteren Plätzen zu sehen.

"Toni is lonely"

Um fehlende Kommunikation, geht es in Jasmine Ellis' Stück "Toni is lonely", das am 19. Mai 2019 im Residenztheater aufgeführt wird. Das Thema ist die Einsamkeit, die auch unter jungen Menschen verbreitet ist, so die kanadische Choreografin. Und den chinesischen Choreographen Yang Zhen interessieren die Folgen des Zusammenlebens in Megastädten. Sein Stück "Delta" wird am 24. und 25. Mai 2019 im "Schwere Reiter" in München aufgeführt.

Bis zum 26. Mai gibt es noch viele weitere Produktionen beim "16. Internationalen Festival für zeitgenössischen Tanz der Landeshauptstadt München" zu sehen.

"Internationaler Museumstag 2019"

Unter dem diesjährigen Motto "Museen - Zukunft lebendiger Traditionen" machen viele Museen auf ihren kulturellen Schatz aufmerksam und bieten ein besonderes Begleitprogramm an. In Augsburg, zum Beispiel, kann man bei einer öffentlichen der jüdischen Geschichte in Kriegshaber näher kommen.

Ab der Neuzeit lebten in Kriegshaber, vor den Toren der Stadt Augsburg, viele Landjuden. Ursache dafür war die Vertreibung aus der Reichsstadt Augsburg im 15. Jahrhundert. Fast 400 Jahre durften sich Juden nicht mehr in der Stadt niederlassen und das jüdische Leben der Region entwickelte sich deswegen auf dem Land.

Im jüdischen Museum der Innenstadt in Augsburg gibt es am 19. Mai 2019 ebenfalls Führungen, um 14.00 und 15.00 Uhr. Dort kann man die Synagoge besichtigen und mehr über das jüdische Leben der Stadtjuden Augsburgs früher und heute erfahren.

 


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