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Wenn das Herz aus dem Takt gerät

Von: Doris Schleich

Stand: 11.02.2019

Herzrhythmusstörungen sind relativ leicht zu diagnostizieren - mittels EKG - im Bild: Patient bei einem sogenannten Belastungs-EKG | Bild: picture-alliance/dpa

Im besten Fall ist vom großen Taktgeber nichts zu spüren. Nur wenn einem das Herz vor Angst in die Hose rutscht, vor Aufregung bis zum Hals schlägt oder vor Schreck einen Schlag aussetzt, dann bemerkt man das Organ, dessen Pumpmuskulatur den Kreislauf aufrecht und den Menschen am Leben erhält.

Was das Herz macht

Etwa 100.000 Mal täglich schlägt das Herz und pumpt dabei völlig unbemerkt 10.000 Liter Blut durch den Körper. Im Normalzustand liegt die Herzfrequenz zwischen 60 und 80 Schlägen pro Minute. Bei körperlicher Belastung oder Stress steigert auch das Herz seine Leistung und kontrahiert häufiger.

Wenn das Herz aus dem Tritt gerät

Expertin:

Prof. Dr. med. Ellen Hoffmann, FESC
Chefärztin der Klinik für Kardiologie und internistische Intensivmedizin, Herzzentrum München-Bogenhausen, Städtisches Klinikum München GmbH

Aber manchmal gibt das Herz seine Rolle als Regisseur im Hintergrund auf und spielt sich in den Vordergrund: Es stolpert, rast oder setzt aus. Unregelmäßigkeiten im Herzschlag empfinden die meisten Menschen als bedrohlich. Doch diese Taktstörungen kommen auch bei allen gesunden Menschen hin und wieder vor. Für die meisten Fälle gibt es Entwarnung:

"Grundsätzlich kann man sagen: Bei jemandem, der ein ansonsten gesundes Herz hat, sind Rhythmusstörungen meist unbedenklich. Rhythmus-Störungen sind insbesondere bedeutsam für Personen, die bereits eine Herzerkrankung haben. Allerdings sind Rhythmusstörungen immer dann bedenklich, wenn sie mit Schwindel oder einem deutlichen Leistungsknick einhergehen. Dann wird es Zeit, dass man zum Arzt geht."

Prof. Ellen Hoffmann

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