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Vielfältiges Einsatzgebiet Für wen kommt Ergotherapie in Frage?

Ergotherpie unterstützt Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind oder von einer Einschränkung bedroht sind, in ihrer selbständigen Lebensführung und der Wiedererlangung und Stärkung ihrer Handlungsfähigkeit.

Von: Johannes von Creytz

Stand: 30.03.2018

Stefan Pfeiffer, stellvertretende Leitung der Ergotherapie bei der Evangelischen Diakonissenanstalt Karlsruhe-Rüppurr (Baden-Württemberg), führt mit dem 86 Jahre alten Herrn R. ein kognitives Training durch. | Bild: picture-alliance/dpa

Ergotherapie ist hilfreich bei:

  • psychischen und psychosomatischen Erkrankungen
  • Erkrankungen oder Verletzungen des Gehirns oder des Nervensystems (z.B. Schlaganfall, Schädelhirntrauma, Tumorerkrankung, Polyneuropathie)
  • Erkrankungen und Verletzungen der Wirbelsäule oder des Rückenmarks (z.B. Querschnittlähmung, Laterialsklerose ALS)
  • chronischen Schmerzen
  • angeborenen körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen
  • Verhaltens- oder Entwicklungsstörungen (ADHS, Autismus, Suchterkrankungen, Borderline, Essstörungen, u.v.a.)
  • degenerativen Verschleißerkrankungen an Gelenken, Sehnen, Muskeln oder Knochen (Arthrose, Osteoporose u.v.a.)
  • Multipler Sklerose
  • Störungen des Gleichgewichts, der Grob- bzw. Feinmotorik, der Konzentrations- oder Wahrnehmungsfähigkeit
  • Erkrankungen des Gehirns wie Demenz oder Parkinson.

Signale, die für eine Ergotherapie sprechen:

  • Anforderungen in Beruf oder Schule können nicht mehr adäquat bewältigen werden.
  • Man kann sich nicht mehr zufriedenstellend selbstversorgen und seinen Alltag bewältigen.
  • Es fällt einem zunehmend schwer, seinen eigenen wichtigen Interessen nachzugehen, oder man nimmt kaum bzw. keine Freizeitaktivitäten mehr wahr.

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