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Antisemitismus in Bayern? Wie Jüdinnen und Juden Anfeindungen erleben

Vor der Münchner Synagoge, der jüdischen Schule, der Würzburger Praxis von Joseph Schuster, dem Präsidenten des Zentralrates der Juden: überall stehen Polizeiautos. Keine Frage - der Staat tut alles, um seine jüdischen Bürger vor Gewalttaten zu schützen.

Von: Susanne Betz

Stand: 24.02.2019

Das Schlimmste, was passieren könne, sei „sich zu gewönnen.“ sagte der der französische Präsident Emmanuel Macron am vergangenen Mittwochabend vor Ehrengästen des Dachverbandes der jüdischen Gemeinden in seinem Land. Trauriger Anlass: innerhalb eines Jahres ist die Zahl der antisemitischen Angriffe in Frankreich um 74 Prozent gestiegen. Erst am Dienstag war ein jüdischer Friedhof im Elsass geschändet worden, kurz zuvor der Philosoph Alain Finkielkraut bei einer Gelbwesten-Demonstration beschimpft worden. Macron plant jetzt ein Gesetz, das vorsieht, einzelne Personen, die solchen Hass schüren, von sozialen Netzwerken im Internet auszuschließen.

Auch in Deutschland, auch in Bayern spüren Jüdinnen und Juden, dass sich das gesellschaftliche Klima zu ihren Ungunsten verändert.  Dass die bayerische Justiz im Sommer sogar Antisemitismus-Beauftragte an den Generalstaatsanwaltschaften Bamberg, Nürnberg und München eingerichtet hat, zeigt aber auch: die Jüdinnen und Juden in Bayern sind Beleidigungen und Hassbotschaften ausgesetzt. Thies Marsen ist dem nachgegangen.

Antisemitismus in Bayern - Wie Jüdinnen und Juden Anfeindungen erleben

B5 Reportage Sonntag, 24.02.2019, 14:35 Uhr, B5 aktuell;
Wiederholung: 21:35 Uhr

Redaktion: Susanne Betz


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