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System Ankerzentrum Mehr Probleme als Lösungen in Ankerzentren

In Ankerzentren leben Asylbewerber weitgehend abgeschottet von der Gesellschaft. Sie sollen dort wohnen bleiben bis ihr Fall entschieden ist. Alles soll schneller gehen. Das System aber ist voller humanitärer und organisatorischer Widersprüche.

Stand: 08.06.2019

Seit August letzten Jahres sollen alle ankommenden Asylbewerber in sogenannten AnKER-Zentren untergebracht werden. Hier wird das gesamte Asylverfahren abgewickelt, von der Entscheidung bis hin zur Umverteilung auf die Kommunen bei positivem Entscheid oder der Abschiebung bei abgelehntem Asylantrag. Alles soll möglichst schnell gehen.

So hat es die Große Koalition auf Druck der CSU beschlossen. In Bayern gibt es in allen sieben Regierungsbezirken einen „Anker“ - wie die Behörden die Einrichtungen kurz und knapp nennen.

Blaupause Bamberg

In Bamberg ist das Konzept bisher am weitesten entwickelt. Auf dem Gelände einer ehemaligen US-Kaserne leben derzeit gut 1248 Menschen, darunter 280 Kinder und Jugendliche. Alle wichtigen Behörden sind vor Ort.

In den Groß-Unterkünften zeigt sich aber nun, dass das System große Probleme mit sich bringt - für die Flüchtlinge wie für die gesamte Gesellschaft.


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