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Versöhnung und Einigkeit Ruanda 25 Jahre nach dem Völkermord

Ruanda hat Bemerkenswertes geleistet bei der Aufarbeitung des Genozids von 1994 und bei der Versöhnung seiner einst tief gespaltenen Bevölkerung. Doch der Heilungsprozess bleibt schwierig.

Stand: 19.06.2019

Im April 1994 trafen zwei Raketen ein afrikanisches Flugzeug. In der Maschine saßen die Präsidenten von Ruanda und Burundi. Ihr Tod markiert den Beginn des Völkermordes in Ruanda. In nur 100 Tagen töteten radikale Hutu damals rund 800.000 Tutsi und gemäßigte Hutu, die sich weigerten mitzumachen. Drei von vier Angehörige der Tutsi-Minderheit fielen dem Morden zum Opfer. Auch ganz normale Menschen - Männer, Frauen, Jugendliche - wurden zu Mördern. An Nachbarn, an Kollegen, an Kindern, an Alten.

In dem Vierteljahrhundert seither hat Ruanda Bemerkenswertes geleistet bei der Aufarbeitung des Genozids und bei der Versöhnung. Doch alte Gräben drohen immer wieder aufzubrechen, wie Linda Staude in ihrer Reportage beschreibt.


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