B5 aktuell - Die B5 Reportage

Große Reportagen aus Deutschland und der Welt

Die B5 Reportage Große Reportagen aus Deutschland und der Welt

Unsere Radioreporter im weltweiten ARD-Netz und in Deutschland erklären, was warum passiert. Sie beobachten, analysieren und nehmen uns mit, wenn Nachrichten gerade erst entstehen. In der großen B5 Reportage, jeden Sonntag, in B5 aktuell, immer um 14:35 Uhr und um 22:35 Uhr

Wütende Demonstranten mit einem Bild "ihres" Märtyrers, des Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi, im Januar 2011 in Tunis | Bild: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Salah Habibi zum Audio mit Informationen 10 Jahre Arabischer Frühling Was von der Revolution in Nordafrika bleibt

Vor rund zehn Jahren erschütterte der Tod eines Mannes eine ganze Region. Damals verbrannte sich der tunesische Gemüsehändler Mohamed Bouazizi selbst - aus Protest gegen die Willkür des Staates. Er wurde damit unwissentlich zum Märtyrer und löste in Tunesien Massendemonstrationen aus, die zu einer Revolution, weit über Tunesien hinaus, führte: der sogenannte Arabische Frühling. [mehr]

ARCHIV - 20.11.2020, Hessen, Frankfurt/Main: Teilnehmer einer Demonstration gegen den Ausbau der A49 halten in der Frankfurter Innenstadt während eines Demonstrationszuges Plakate mit der Aufschrift "Dani bleibt" und "Rodungsstopp Danni bleibt". Die Demonstration richtet sich gegen die Rodung des Dannenröder Forsts. Das alles trägt die Fraktion der Grünen mit, da sie in Hessen regiert. | Bild: dpa-Bildfunk/Arne Dedert zum Audio mit Informationen Grünes Dilemma Der Preis des Regierens zeigt sich im Dannenröder Forst

Vergeblich kampierten junge Aktivsiten über Monate im Dannenröder Forst und protestierten gegen Rodungen und den Ausbau der A49. Ihr Zorn richtet sich auch gegen die Grünen, die Juniorpartner in der hessischen Regierung sind. [mehr]

Griechische Marine bei einem Manöver vor Kreta Anfang September. Die Türkei und Griechenland streiten über die Rechte an entdeckten Gasvorkommen im östlichen Mittelmeer und untermauern ihre Ansprüche durch die Entsendung von Kriegsschiffen. | Bild: picture alliance / AP Images zum Audio mit Informationen Griechenland und die Türkei Eine lange, tiefe Feindschaft

Im östlichen Mittelmeer stehen sich griechische und türkische Kriegsschiffe immer wieder feindlich gegenüber. Paradox angesichts der Tatsache, dass beide Länder Mitglied der Nato sind. Und dennoch: Die Seegrenze zwischen der Türkei und Griechenland ist seit langem umstritten und damit auch die Frage: Wem gehören die Erdgasfelder, die unter dem Boden des Mittelmeeres vermutet werden? [mehr]

B5 Reportagen Rückblick

Brandenburg, Grünheide: Die Baustelle der Tesla Gigafactory (Luftaufnahme mit einer Drohne).  Umweltschützer haben vor Gericht einen Stopp des vorzeitigen Beginns einer weiteren Rodung von Waldfläche auf dem Gelände des US-Elektroautobauers Tesla erwirkt. In der Fabrik sollen ab Juli 2021 maximal 500 000 Fahrzeuge pro Jahr vom Band rollen.  | Bild: dpa-Bildfunk/Patrick Pleul zum Audio mit Informationen E-Autos made in Brandenburg Naturschützer gegen Tesla

Mitte 2021 sollen die ersten E-Autos bei Tasla in Brandenburg vom Band rollen. Die Potsdamer Regierung steht voll hinter Elon Musks "Gigafactory" - aber aus der Bevölkerung gibt es auch viel Widerstand. [mehr]

Frankreich, Saint-Denis: Polizisten evakuieren Migranten aus einem Zeltlager nördlich von Paris Mitte November 2020. | Bild: dpa-Bildfunk/Christophe Archambault zum Audio mit Informationen Frankreichs Asylpolitik Eine Politik der Nicht-Aufnahme

Bilder von Migranten-Zeltlagern an der Pariser Peripherie oder andernorts im Land sorgen seit einiger Zeit immer wieder für Schlagzeilen. Frankreich ist mittlerweile das EU-Land mit der höchsten Zahl von Asylbewerbern. Doch für die Unterbringung und Versorgung der Flüchtlinge reichen die Mittel bei weitem nicht aus. Der politische Wille, daran wirklich etwas zu ändern, fehlt. Hilfsvereine sprechen beim Thema Asyl von einer "Nicht-Aufnahme-Politik". Dabei galt Frankreich einst als Einwanderungsland, als europäischer Vorreiter in Sachen der Migrationspolitik. Was ist passiert? [mehr]

Ugur Sahin, Vorstandsvorsitzender des Biotechnologie-Unternehmens Biontech, läuft über einen Gang in seinem Unternehmen. Foto: Biontech/dpa | Bild: dpa-Bildfunk/Biontech zum Audio mit Informationen Migranten schaffen Jobs Immer mehr Firmengründungen

Zu den Dönerbuden sind längst Top-Unternehmen im Dienstleistungs-oder Forschungsbereich mit vielen Beschäftigten gekommen. Seit 2005 hat sich die Zahl der Selbständigen mit Migrationshintergrund um ein Drittel auf 800.000 erhöht und sie schaffen fast 2,3 Milliionen Arbeitsplätze. [mehr]

Gefertigt in Bayern: Der prunkvolle Kronleuchter in der Sultan Qabus Moschee in Muscat | Bild: Hilde Stadler / BR zum Audio mit Informationen Oman nach Qaboos Das schwierige Erbe des Sultans

Fast 50 Jahre lang stand Sultan Qaboos Ben Said Al-Said an der Spitze des Oman. Es gelang ihm in dieser Zeit, das Sultanat zu modernisieren und so zu einem der fortschrittlichsten Staaten am Golf zu machen. Im Januar 2020 starb Qaboos. Seinem Nachfolger hinterließ er ein schwieriges Erbe. [mehr]

Umstrittenes Monument: das Siegesdenkmal in Bozen | Bild: BR zum Audio mit Informationen Südtirol Modell gelungener Autonomie?

Vor 60 Jahren galt Südtirol als verarmte Unruheprovinz, erschüttert von Sprengstoffanschlägen. Heute ist Südtirol Urlaubsziel und Wohlstandsregion: Drei Volksgruppen, drei Sprachen, drei Kulturen. Vereint durch ein Autonomie-Statut und doch getrennt. [mehr]

Windräder bei Elounda auf Kreta | Bild: picture alliance/imageBROKER zum Audio mit Informationen Umweltzerstörung in Griechenland befürchtet Windkraftanlagen bedrohen die Ägäis

Inselbewohner und Naturschützer schlagen Alarm: Die Ägäis steht vor der größten menschengemachten Veränderung ihrer Geschichte. Die einzigartige Landschaft mit ihren zahlreichen Inseln dürfte es in zehn Jahren so nicht mehr geben. Der Grund: gigantische Windkraftanlagen, die auf den kleinen Felseninseln, aber auch auf Amorgos oder Kreta errichtet werden sollen. [mehr]

USA, Lansing: Unterstützer verfolgen während einer Wahlkampfveranstaltung die Rede von US-Präsident Trump.  | Bild: dpa-Bildfunk/Evan Vucci zum Audio mit Informationen "We are Trump" Eine typische Trump-Wähler Familie

Viele in den großen Städten der USA entlang der Küsten können sich kaum vorstellen, warum jemand Donald Trump erneut zum Präsidenten wählen sollte. Ganz anders die Lage im Kernland der USA. Insbesondere hier ist Trump beleibt. Sein Wählerpotential: Weiße der unteren Mittelschicht, die fest an die tradierten amerikanischen Werte glauben. [mehr]

Trockenes Waldstück bei Kalstein | Bild: BR/Alisa Wienand zum Audio mit Informationen Unterfranken spürt den Klimawandel besonders Trocken, trockener, Würzburg

Die Wurzeln der Weinstöcke fanden kaum noch Wasser, für die künstliche Bewässerung wurde das Wasser des Mains knapp. In Teilen Unterfrankens hat es zuletzt weniger als in Tunis geregnet. Die Region um Würzburg ist zum Hoptspot des Klimawandels geworden. Winzer, Bauern und Politiker ziehen eine traurige Bilanz, werden aber auch erfinderisch. [mehr]

Anhänger der "Bewegung für den Sozialismus" (MAS) im Wahlkampf für Präsidentschaftskandidat Luis Arce Catacora | Bild: picture alliance / AA zum Audio mit Informationen Wahl mitten in der Pandemie Bolivien am Scheideweg

In Bolivien werden am 18. Oktober ein neuer Präsident und ein neues Parlament gewählt. Seit gut einem Jahr hat das Andenland nach dem Rücktritt von Ex-Präsident Evo Morales keine parlamentarische Regierung mehr. Kommt Bolivien durch diese Wahl wieder zur Ruhe? [mehr]

Trümmer in Beirut nach der verheerenden Explosion | Bild: Julia Neumann / BR zum Audio mit Informationen Nach der Explosion im Libanon Das Vertrauen in den Staat ist verloren

Am 4. August explodierten im Hafen von Beirut 2 750 Tonnen Ammoniumnitrat. Die Detonation war Kilometerweit zu spüren. Rund 200 Menschen starben, 6 000 wurden verletzt, 300 000 verloren binnen Sekunden ihr Zuhause. Eine Katastrophe, die vermieden hätte werden können, heißt es. Wenn die Vorschriften eingehalten worden wären. Die Vorwürfe an die Behörden sind massiv. Dementsprechend groß ist nunmehr auch die Wut der Libanesen auf ihre Politiker. [mehr]

Die Schweinezuchtanlage Alt Tellin in Mecklenburg-Vorpommern gilt mit Platz für 10.000 Muttersauen und 35.000 Ferkel als eine der größten Europas und machte aus Tierschutz- und Unweltaspekten schon mehrfach Schlagzeilen | Bild: picture alliance / Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa zum Audio mit Informationen "Die DDR blüht" Die ostdeutsche Agrarindustrie - das Erbe der LPGs

In der ostdeutschen Landwirtschaft wird geklotzt, nicht gekleckert. Großbetriebe mit zwei-, drei oder fünftausend Hektar und mit tausenden Kühen, Schweinen und Hühnern sind keine Seltenheit, sondern oft die Regel. Kleinbäuerliche Biobetriebe tun sich im Osten eher schwer. Das hat mit der LPG-Vergangenheit zu tun. [mehr]

Hien Wicke im sächsischen Brand-Erbisdorf näht ehrenamtlich viele Schutzmasken | Bild: BR / Susanne Betz zum Audio mit Informationen Ehemalige Vertragsarbeiter als Muster-Immigranten Die anderen Ossis

IBei der Wiedervereinigung blieben fast alle DDR-Vertragsarbiter aus dem kommunistischen Nordvietnam im Land. Trotz massisver rassistischer Übergriffe zu DDR-Zeiten und später in den 1990ger Jahren schlugen sie Wurzeln. Heute füllen sie die Lücken, die in Ostdeutschland durch die Abwanderung entsatnden sind. [mehr]

Symbolbild: Traktor neben Güllefass neben Biogasnalage | Bild: picture alliance / AGRAR-PRESS/Fotograf Krick zum Audio mit Informationen Über die Zukunft von Biogas in Bayern Kein Strom mehr aus Mais und Gülle?

Es klingt paradox: Trotz angekündigtem Kohle- und Atomausstieg könnten viele Biogas-Anlagen bald dichtmachen. Der Grund: Die Bauern bekommen nach 20 Jahren Laufzeit weniger Geld für den grünen Strom. Für manche Landwirte ergeben sich dennoch Chancen für die Zukunft. [mehr]

Solidarnosc-Mitglieder aus ganz Polen am Monument für die gefallenen Werftarbeiter am 40. Jahrestag des Danziger Abkommens.  | Bild: picture alliance / NurPhoto zum Audio mit Informationen Kein Grund zu feiern? 40 Jahre Solidarnosc

Vor rund 40 Jahren geschah im ehemaligen Ostblock etwas was bis dahin unmöglich schien. In Polen wurde nach langen Kämpfen mit dem Regime die erste unabhängige Gewerkschaft zugelassen. Es war der Anfang vom Ende der Kommunistenherrschaft - nicht nur in Polen. [mehr]

FDP-Bundestagsabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann tritt an, Oberbürgermeisterin von Düsseldorf zu werden | Bild: picture alliance / Sven Simon zum Audio mit Informationen Die FDP im erneuten Niedergang Nur Strack-Zimmermann setzt auf Sieg

Am 13. September finden in NRW Kommunalwahlen statt, und die FDP-Bundestagsabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat gute Chancen, Oberbürgermeisterin von Düsseldorf zu werden. Ganz anders sieht es mit ihrer Partei aus. In den Umfragen sind die Liberalen seit ihrem 10,7 Prozent-Bundestagswahlergbnis von 2017 ins Bodenlose gestürzt. Parteichef Lindner hat sich viele Sympathien verschwerzt, als er sich einer Jamaika-Koalition verweigerte. Vor allem aber hat es der FDP geschadet, dass sich Thomas Kemmerich Anfang des Jahres mit AFD Stimmen zum Ministerpräsident von Thüringen wählen lassen wollte. [mehr]

Juri Dmitrijew in einem Gerichtsraum in Petrozavodsk, im Nordwesten Russlands | Bild: picture alliance / AP Photo zum Audio mit Informationen Der Prozess Wie ein Stalinkritiker in Russland diffamiert wird

Ende Juli 2020 wurde in Russland der Menschenrechtler und Historiker Jurij Dmitrijew zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Grund: er hat die Geschichte der Exekution von Tausenden Opfern aus 60 Nationen unter Stalin rekonstruiert. Tatsachen, an die der Kreml nicht erinnert werden möchte. Nach Ansicht von Regimekritikern in Russland ist der Prozess gegen Jurij Dmitrijew ein klarer Fall von Diffamierung und Geschichtsklitterung. [mehr]

Heringsfischer vor der Insel Rügen | Bild: picture alliance / Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa zum Audio mit Informationen SOS für die Ostsee Wegen der schlechten Wasserqualität schrumpfen die Fischbestände immer mehr

Greenpeace schlägt Alarm: seit 1982 hat sich die Ostsee um fast 2 Grad Celsius erwärmt. Gleichzeitig werden von weit entdernten überdüngten Äckern über Flüsse immer mehr Stickstoffe ins kleinste Binnenmeer der Welt gespült. Fazit: Heringe und Dorsche werden immer weniger. Dementsprechend fährt die EU die Fangquoten herunter. Die Fischer an der Ostsee aber fühlen sich als Bauernopfer. [mehr]

Russland: Ein U-Boot und Kriegsschiffe der russischen Schwarzmeerflotte liegen vor Anker in der Hafenstadt Sewastopol, die ein Symbol der Verteidigung der Krim als uneinnehmbarer Festung ist.  | Bild: picture alliance/Ulf Mauder/dpa zum Audio mit Informationen Menschenrechte? Lage auf der Krim in Zeiten von Covid19

Seit vor rund sechs Jahren russische Soldaten die Krim besetzten, hat sich die Menschenrechtslage auf der völkerrechtswidrig annektierten Halbinsel immer weiter verschlechtert. [mehr]

Service

Junger Mann mit Smartphone | Bild: colourbox.com zum Artikel B5 Reportage Schreiben Sie uns!

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