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Endlich die Kolonialzeit im Visier Hamburg arbeitet die Gräueltaten in Afrika auf

Deutsche haben während der Kolonialzeit in Afrika Gräueltaten verübt. Auch weil von Hamburg aus die Soldaten des Kaiserreichs verschifft wurden, beginnt die Hansestadt mit der Aufarbeitung dieses Kapitels seiner Geschichte.

Von: Michael Marek

Stand: 14.12.2018

Vor ziemlich genau hundert Jahren endete die deutsche Kolonialherrschaft mit einem Waffenstillstand der kaiserlichen Truppen im sogenannten Deutsch-Ostafrika. Obwohl das Deutsche Reich im Vergleich zu England oder Spanien erst spät zu Besitz in Übersee gekommen war, geschahen viele Gräueltaten. Allen voran der Völkermord an den Herero und Nama von 1904 bis 1908. Vieles fand auch unterschwellig statt.

Bis heute lagern zum Beispiel sogenannte menschliche Überreste, Schädel, Schrumpfköpfe im Universitätsklinikum, Hamburg-Eppendorf, weil während der Kolonialzeit deutsche Wissenschaftler rassenanthropologische Experimente durchführten.

Hamburg geht deutschlandweit jetzt voran und arbeitet seine Kolonialgeschichte auf. Dazu gehört auch eine Städtepartnerschaft mit Daressalam. In der Hafenstadt von Tansania haben Sven Weniger und Michael Marek auch angefangen mit den Recherchen für ihre Reportage "Endlich die Kolonialzeit im Visier - Hamburg arbeitet die Gräueltaten in Afrika auf“.


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