B5 aktuell - Aus Landwirtschaft und Umwelt


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Landwirtschaft Bayern zahlt künftig keine Nothilfen bei Dürren

Den Klimawandel spüren die Landwirte oft extrem. Seit Anfang Juli gibt es für Bauern bei Unwetterkatastrophen aber keine staatliche Nothilfe mehr. Ähnlich wie in fast allen anderen europäischen Ländern sollen sie sich jetzt gegen Trockenheit versichern.

Von: Sandra Jozipovic, Landwirtschaft und Umwelt

Stand: 19.07.2019

Nach der Dürre im letzten Jahr ist es vor allem in Nordbayern auch heuer schon wieder sehr trocken. Mit dem fortschreitenden Klimawandel wächst für die Bauern die Gefahr von Missernten. Bisher sprang der Freistaat den Bauern oft mit Nothilfen bei. Damit ist es jetzt vorbei. Nach einem Beschluss der Staatsregierung gibt es seit 1. Juli 2019 bei Unwetterkatastrophen grundsätzlich keine staatlichen Soforthilfen mehr.

Grundsätzlich keine staatlichen Soforthilfen mehr

Gegen Hagel sind viele Bauern in Bayern versichert. Die Versicherungen gegen Dürre sind aber momentan sehr teuer. Deshalb haben offenbar weniger als ein Prozent der Landwirte so eine Dürre-Versicherung.

"Wir haben jetzt hier in Franken schon das zweite Jahr hintereinander, in dem es richtig trocken ist. Wir kriegen es also zu spüren. Und ich glaube, es wären jede Menge Bauern bereit, wenn der Staat uns ein bisschen helfen würde, dann eine solche Versicherung abzuschließen."

Herrmann Greif, Bezirkspräsident des Bayerischen Bauernverbands für Oberfranken

Zuschuss zur Versicherung im Gespräch

Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber ist staatlichen Zuschüssen für Versicherungen offenbar nicht abgeneigt. Die Erfahrung aus anderen Ländern zeige, so Kaniber, dass eine breite Absicherung von Risiken wie etwa Dürre nur dann zu erreichen sei, wenn die Prämien für die Bauern bezahlbar bleiben.


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