9

Startrampe // SAM HipHop-Kids mit ein bisschen mehr Bart

Fast hätten sich die Schwabenbrüder Samson und Chelo als Basketballprofis in den USA versucht, doch dann war die "Liebe zur Musik" doch zu stark.

Stand: 04.02.2013 | Archiv

Ihre Ballwurfkünste haben SAM aber immerhin einen Vertrag beim Stuttgarter Erfolgs-Indielabel Chimperator beschert. Denn den haben sich die beiden in einem Basketballmatch gegen die Plattenbosse wortwörtlich erspielt.

Zufrieden auch ohne Model-Chicks

Mit ihrem Labelkollegen Cro waren SAM bereits auf Tour. Das passt gut, denn ihr Sound ist in gewisser Weise auch "Raop", also eine Mischung aus Rap und Pop, die den Mann mit der Pandamaske so hoch in die Charts geschossen hat. Angenehm unprätentiös also, weder Gangster noch Hipster. Im ersten kleinen YouTube-Hit formuliert Sam "Warum ich rappe, weiß ich nicht genau. Vielleicht aus Liebe zur Musik, vielleicht auch nur für eine Frau." Und als Ziel gibt er in einem anderen Song ihres Gratis-Mixtapes "ZWEInullZWÖLF" aus: "Alles, was ich will, ist so bleiben, wie ich bin." Ein zufriedener Rapper kann man schließlich auch sein, wenn man nicht von Model-Chicks umgeben ist.

Es ging auch ohne die Ochsentour durch Jugendzentren

Den HipHop hat zuerst Chelo, der ältere der beiden, für sich entdeckt. Der kleine Bruder war schnell von der Macht der Beats und Raps überzeugt. Aufgewachsen sind sie mit ihren beiden Schwestern in Ochsenhausen an der Oberschwäbischen Barockstraße. Die Familie ist hochmusikalisch. SAM hat Gitarre und Schlagzeug gelernt, Chelo kann außer den Drums auch noch Klavier spielen. Momentan wohnen die Brüder wieder zuhause in Ochsenhausen. Aber sie sind ja sowieso ständig unterwegs. Die Ochsentour durch die Jugendzentren dieser Republik ist ihnen ihrer guten Kontakte sei Dank weitgehend erspart geblieben.

Texte schreiben "auf Knopfdruck"

Seine Texte kann SAM "auf Knopfdruck" schreiben, aber erst, seitdem er nicht mehr auf Englisch rappt. In seinen Raps kommt ein leichter Schwäbisch-Einschlag durch, aber das war ja im deutschen HipHop noch nie ein Hindernis. Im ersten Track des Mixtapes heißt es: "Ich werd alt, all die gute Zeit ist schon vorbei." Doch wer will ihm das glauben? Gleich im zweiten Song revidiert er sich wieder: "Auf einmal sind wir wieder da, schau uns an, jetzt sind wir Stars, Leute schreien SAM." Manche mögen das naiv finden, ganz unrealistisch ist es sicher nicht.


9

Kommentare

Inhalt kommentieren

Mit * gekennzeichnete Felder sind verpflichtend.

Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

Sabrina, Sonntag, 17.Februar 2013, 19:42 Uhr

1. Der Wahnsinn

SAM sind einfach der Wahnsinn! Es wäre krass, wenn sie bei Carlos Open Air Tour wieder mit dabei wären <3