Jetzt Blue Hour Umme Block

Info Goodbye Akustikgitarre - Hello kruder Drumcomputer! Umme Block aus München legten 2018 mit sphärischem Elektropop zwischen Tash Sultana und Grimes einen Neustart hin. In „Blue Hour“ (2021) verarbeiten sie die Corona-Pandemie.


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Sicher abseits der Piste Safer Snow!

Keine einzige Flocke oder gleich unvorstellbare Massen und höchste Lawinengefahr: Frau Holle meint es oft nicht wirklich gut mit den Tiefschnee-Süchtigen. Die gute Nachricht: Sicher Freeriden geht trotzdem!

Von: Katharina Kestler

Stand: 01.11.2014 | Archiv

Freeride Camp | Bild: Klaus Kranebitter

Es klingt absurd, aber grundsätzlich gilt: Je schneeärmer ein Winter, desto höher die Lawinengefahr. Eine andere Grundregel der Lawinenkunde lautet: "Wind ist der Baumeister der Lawine". Zu viel Schnee auf einmal macht's allerdings auch nicht besser: In Osttirol wurde zum Beispiel vergangenen Februar Stufe 5 der fünfstelligen Lawinenwarnstufen-Skala ausgerufen. Die Lawinengefahr war damit "sehr groß" - zum letzten Mal war das 1999 der Fall, dem Jahr des Lawinenunglücks von Galtür.

Mit der richtigen Ausrüstung...

Hohe Lawinengefahr heißt nicht, dass nur Pisteln erlaubt ist. Wer trotz der schwierigen Verhältnisse unverspurten Powder findet und den nutzen möchte, sollte aber genug Lawinenwissen auf dem Kasten und die richtige Ausrüstung im Rucksack haben. Nur mit Lawinenverschüttetensuchgerät (kurz: LVS), Sonde und Schaufel geht's sicher in den Tiefschnee. Solche Sets gibt es ab ca. 200 Euro. Außerdem kann ein Lawinenrucksack vor der Verschüttung schützen - die Rucksäcke sind aber (noch) relativ teuer und kein Muss.

...mit der richtigen Ausbildung...

Auch wenn's erstmal unsexy klingt und die sicken Powderlines noch warten müssen: Alle Ausrüstung nützt nichts, wenn man damit nicht umgehen kann. Das Internet ist voll mit Lawinentheorie - zu empfehlen ist "Check Your Risk" von der Jugend des Deutschen Alpenvereins. Trotzdem ist mindestens ein Lawinenkurs Pflicht: Theorieabende gibt's beispielsweise ab 15 Euro beim Lawinencamp Bayern, Basiskurse mit praktischen Übungen kostenlos beim Verein SAAC (snow & alpine awereness camps) und mehrtägige Aufbaukurse zum Beispiel beim Deutschen Alpenverein.

...und mit professioneller Hilfe

Profi-Freeriderin Nadine Wallner

Okay, Ausrüstung geshoppt, Lawinenkunde gepaukt und jetzt? Jetzt fällt's immer noch schwer, als Nicht-Local den letzten unzerfahrenen Powder des Gebiets zu finden? Seid ihr immer noch nicht sicher, welche Line die sicherste ist? Und stöpselt eher unbeholfen den Hang hinunter, statt flüssige Turns in den Powder zu ziehen? Dann ist ein Freeride-Camp genau das Richtige - so seid ihr nicht nur am sichersten im Tiefschnee unterwegs und lernt am meisten, sondern habt auch noch den größten Spaß dabei. Denn bei den meisten Camps führen lokale Bergführer, die auch eine Woche nach dem letzten Schneefall noch unzerfahrenen Powder finden und euch Tipps für die beste Line oder den besten Tiefschnee-Stil geben können. Gerade bei Camps von Ski- oder Snowboardherstellern lassen sich auch Tipps von echten Freeride-Profis abstauben. Zwei- bis viertägige Camps dieser Art kosten je nach Länge, Programm und Unterbringung zwischen 230 und 900 Euro. Auf jeden Fall vorher checken, ob auch die Übernachtung und der Skipass im Camp-Preis eingeschlossen sind! Jetzt müsst ihr unter den gefühlt 13475570 Camp-Angeboten nur noch das richtige für euch finden, dann gibt's auch im mauen Winter jede Menge Powderspaß!


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