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Alp-Con Cinematour 2015 Warum man Mountainbike-Filme auch im Winter schauen sollte

Winter ist Schneefilmzeit! Jeder will frische Freeride-Filme sehen und freut sich aufs Powdern. Trotzdem zeigt die Alp-Con einen Mountainbike-Filmblock. Wir sagen euch, warum sich die MTB-Filme auch im Winter lohnen.

Von: Claudia Gerauer

Stand: 03.11.2015 | Archiv

Filmausschnitt von "The Ridge" von Danny MacAskill | Bild: Screenshot "The Ridge"/Youtube

1. Biken im Dunkeln sieht verdammt gut aus

Rot-schimmernde Felsen in stockdunkler Nacht, mystische Wälder in Blau- und Grüntönen und orange-leuchtender Farn, der aussieht als würde er brennen – durch diese unwirkliche Kulisse radeln Mountainbike-Profis. Gab's sowas nicht schon mal? Doch, aber mit Skifahrern.

Denn der Mountainbike-Film "Darklight" ist die Fortsetzung von "Afterglow", dem Hingucker-Skifilm des letzten Winters. Das Setting ist ähnlich: Es ist Nacht, nur dass hier keine eingeschneiten Hänge, sondern Wälder durch farbige Schweinwerfen zur surreale Kulisse werden. Die Location wirkt wie von einem anderen Stern und die Rider fliegen mit ihren beleuchteten Bikes wie Glühwürmchen durch den Wald. Obwohl die Idee nicht ganz neu ist, funktioniert sie auch in "Darklight" – denn auch Mountainbiken sieht im Dunkeln verdammt gut aus.

2. Die Stadt vergessen und in endloser Landschaft abtauschen

Graue Stadt, Verkehrschaos und urbane Beklemmung versus grüne, unbefleckte Natur und grenzenlose Freiheit. Der Mountainbike-Film "unReal" zeigt Kontraste, die auslösen, dass man sofort raus will. Nach einem kurzen Großstadt-Intro nimmt "unReal" den Zuschauer mit in eine unberührte Landschaft, durch die dann Brandon Semenuk, Brett Rheeder und Konsorten radeln. "unReal" kreiert den Inbegriff von Freiheit. Auch wenn wir in Zukunft eher nicht neben wilden Pferde herradln, erinnert uns der Film dran, öfters rauszugehen und einfach frei zu sein. Und schickt uns mit diesen Worten nachhause: "Am Ende muss jeder die Realität wählen, in der er leben will. Entweder man bleibt zurück oder man schwimmt sich frei."

Sich freischwimmen – dabei hilft auch Danny MacAskill mit "The Rigde", der in seiner schottische Heimat auf Skye Island gedreht wurde.

"Während meiner Kindheit auf Skye waren der Cullins Bergrücken immer ein unzugänglicher Ort, mit einem unglaublichem Grat. Und ich hab mich immer gefragt, ob ich darauf mit meinem Bike fahren kann."

(Danny MacAskill in 'The Ridge')

Klar kann er, er ist ja Danny MacAskill und zeigt in "The Ridge" seine überirdischen Bikeskills. Darin klettert er mit seinem Radl auf Berggipfel und fährt über einen Grat, den Normalos kaum zu Fuß wagen würden. Aber die Natur ist mindestens genauso beeindruckend wie Dannys Bike-Künste. Die schroffe Gebirgslandschaft der Cullin Hills, tiefgrüne Seen und keine Menschenseele: Klar, dass es uns nach diesem Film raus zieht.

3. Die Bike Stars von morgen sehen

Bradon Semenuk, Danny MacAskill, Brett Rheeder und und und – alle Großen der Bike-Szene sind mit ihrem Filmen bei der Alp-Con dabei, logisch. Umso schöner, dass die Filmtour auch kleine Produktionen von Rookies, wie Fabio Wibmer im Programm hat. Der 20-jährige Österreicher hat für seine Radl-Flucht vor der Polizei schon Social Media Fame gesammelt und zeigt in seinem Edit "The Hallstatt Wind Down", dass er in den Reifenspuren von Danny MacAskill unterwegs ist. Und dazu braucht er nicht mal einen schmalen Grat in atemberaubender Landschaft. Fabio fährt im beschaulichen 700 Seelen Dorf Hallstatt im Salzburger Land. Sein Kulisse: der malerische Bergsee, eine Bootsanlegestelle und der Brunnen am Dorfplatz. Klingt nicht wirklich spektakulär, ist es aber trotzdem – denn sowohl Fabios Skills als auch die Optik im Film überzeugen. "The Hallstatt Wind Down" zeigt, dass mit Fabio Wibmer in Zukunft schwer zu rechnen ist – egal, ob er mit seinem Bike im Bergdorf oder auf einem Grat rumtrickst.

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