Jetzt mit Stephan Rehm und Simon Frontzek In die Nacht

Info Aus Liebe zu den Tönen starten wir Sonntag in die Nacht mit alternativen Klängen: Tomte-Keyboarder Simon Frontzek und Musikexpress-Redakteur Stephan Rehm legen jeden zweiten Sonntag aktuelle Hits und vergessene Geheimtipps auf.


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Freeride World Tour 2014 "Postponed. Stay tuned."

Postponed - again! Bei der Freeride World Tour messen sich jedes Jahr die besten Freeskier und Snowboard-Freerider der Welt. Vorausgesetzt die Bedingungen passen. Der finale Contest 2014 steht noch aus - und wurde nochmal verschoben. Bisschen nervig, findet Weltmeisterin Nadine Wallner.

Stand: 24.03.2014 | Archiv

Freeride World Tour - Nadine Wallner | Bild: www.freerideworldtour.com/T. Haller

In Italien, Frankreich, Österreich und in den USA sind die Rider schon durchs Gelände gepflügt. Das große Finale der Freeride World Tour 2014 steigt im schweizerischen Verbier - wenn es denn endlich mal stattfindet. Weil die Bedingungen nicht passen, ist der Wettbewerb schon mehrfach abgesagt und verschoben worden.

Auch Nadine Wallner wartet in Verbier auf ihren Einsatz. Die Freeriderin aus Bludenz in Vorarlberg liegt in der Gesamtwertung der Frauen auf Platz 1. Bei der Tour 2013 war sie auch schon die Beste und wurde Weltmeisterin. Im Gespräch mit PULS verrät die Österreicherin, wie nervig die ständigen Verzögerungen sind und ob Freeriden und Olympische Spiele für sie zusammenpassen.

PULS: Weil es in Verbier gerade schneit, ist der letzte Contest der Tour schon wieder verschoben worden. Nervt das langsam?

Nadine Wallner: Ja, natürlich. Man hat sich vorbereitet und will starten, und wenn man dann wieder so "on hold" ist, ist das natürlich nicht schön. Aber wir verstehen es und sind froh, wenn jetzt noch ein bisschen Schnee kommt. Und dann wird es sicher noch besser werden als jetzt.

Wie ist es aus sportlicher Sicht, wenn ein Contest nach dem anderen verschoben wird? Bleibt man trotzdem in Form?

Es ist sehr anstrengend, aber man muss versuchen, dass man es so gut wie möglich hinkriegt und die Geduld und den Einsatz trotzdem aufbringt. Ich glaube, für die Organisatoren ist es schlimmer, weil für sie mehr dranhängt als für uns.


Contests fahren wird immer anspruchsvoller. Die Bedingungen sind immer schwieriger. Denkst du manchmal, dass du dir den Wettkampf-Zirkus eigentlich auch sparen und lieber Sachen machen könntest, die dir mehr Spaß machen?

Ab und zu denkt man sich, da hätte ich jetzt lieber eine Woche woanders Ski fahren können. Aber wir machen es ja alle aus einem Grund, der ganze Vibe und die Community - die World Tour ist wie eine kleine Familie. Dieses Jahr ist es einfach eine schwere Saison, von der Schneelage her. Aber es werden auch sicher wieder bessere Saisons kommen, wo alles wieder wie am Schnürchen läuft.

Freeskiing im Park ist seit 2014 olympisch und wurde in Sotschi sehr gehypt. Wie würden das Freeriding im Gelände und die Olympischen Spiele für dich zusammenpassen?

Ich denke, Freeriden passt gar nicht zu Olympia. Wir müssten unseren Sport ändern, damit wir irgendwie da reinpassen könnten. Und sobald sich eine Sportart ändern muss, damit sie ins olympische Reglement passt, ist es eigentlich nicht mehr das Richtige. Es wäre auch schwierig, überall eine Location zu finden, wo es durchführbar wäre. Und wie man die Regeln festsetzt, wäre auch schwierig. Ich glaube, es ist gut, dass Freeriden nicht olympisch ist, weil es eine freie Sportart und ein Lifestyle ist - und genau darum geht es ja.


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