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Info Johannes Wimmer kennen wir eigentlich von der Band "Exclusive". Mit Hail To Holly Temper hat der Münchner jetzt ein Soloprojekt am Start. Obwohl er eigentlich im Indie und Britrock Zuhause ist, widmet er sich hier Elektro-Musik.

01:56 Uhr Nobody Mitski

Geoblocking, Inhaltsstoffe, saubere Luft Wo Europa in unserem Alltag auftaucht

EU-Wahl 2019 – alle sagen, die Wahl ist wichtig. Aber wofür? Wir sagen euch, wo ihr in eurem Alltag mit Europa in Berührung kommt.

Von: Tobias Krone

Stand: 16.05.2019 | Archiv

Tasse, Apfel, Zahnbürste in EU-Optik | Bild: BR

Wie Europa sich auf unser Leben auswirkt, kapiert man am besten beim Essen: Europa kommt in jedem Lebensmittel vor, das wir kaufen. Ob Brot, Suppe oder Chips, überall gibt es die gleichen Standards: Zum Beispiel für Lebensmittelhygiene, die Kennzeichnung von Inhaltsstoffen oder auch die Regel, dass es für ein Produkt, das schon beim Kaufen schlecht ist, das Geld zurück gibt. Denn eine der Hauptaufgaben der EU ist: der Verbraucherschutz.

Gurkenverordnung war einmal

Mit ihrer Regulierung ging die EU manchmal so weit, dass sich alle nur noch drüber lustig gemacht haben. Über die so genannte Gurkenverordnung zum Beispiel, die von 1989 bis 2009 galt. Sie besagte, dass manche Gurken nicht mehr als 10 mm pro 10 cm Länge gekrümmt sein dürfen. Zurecht hat die EU sie wieder abgeschafft. Aber grundsätzlich schaffen Standards Sicherheit – sowohl für uns, die Lebensmittel kaufen, als auch für alle, die sie verkaufen. Gemeinsame Standards gibt es auch für den Umweltschutz.

Umweltschutz durch Richtlinien

Egal ob Luft oder Trinkwasser – die Qualität ist durch Richtlinien geregelt. Spätestens seitdem rauskam, dass die deutschen Autohersteller ihre Dieselmotoren manipuliert haben, wissen wir: Es gibt einen Richtwert für Stickstoffdioxid. Und der gilt in der ganzen EU. Warum das alles? Natürlich will die EU was für die Gesundheit und den Umweltschutz tun, aber es geht ihr auch um Regeln für die Wirtschaft. Indem gleiche Regeln für alle gelten, kann kein Land dem anderen Konkurrenz machen.

Europa im Geldbeutel

Europa haben wir natürlich auch im Geldbeutel. Dass wir mal zur Wechselstube mussten, nur weil wir in Österreich Skifahren wollten, kann sich heute fast keiner mehr vorstellen. Wer in Irland studieren oder in Frankreich eine Ausbildung machen möchte, kann das relativ problemlos machen, dank der Unterstützung im Erasmus-Programm. Und wenn wir im EU-Ausland mit dem Handy nach Hause telefonieren, darf das jetzt auch nicht mehr Unsummen kosten, dank der EU-Roaming-Verordnung.

Schnäppchenparadies Europa

Europa kann ein Schnäppchenparadies sein. Das hat die EU im Netz durchgesetzt und das so genannte Geoblocking verboten. Ein Beispiel: Wenn in Spanien ein Handy bei einem internationalen Onlineportal billiger ist als auf dessen deutscher Seite, dürfen wir nicht mehr, wie früher, automatisch auf die deutsche Seite geleitet werden – nur weil wir gerade in Deutschland am Computer sitzen. Sondern wir können auch aus Deutschland die günstigen Angebote in Spanien nutzen.

Sendung: PULS am 22.05.2019 - ab 15.00 Uhr