Jetzt Hurt Arlo Parks

Info Arlo Parks aus West-London beschreibt sich selbst als “a black kid who can’t dance for shit, listens to emo music and currently has a crush on some girl in Spanish class”. Klingt nach besten Vorraussetzungen für guten Pop.

09:19 Uhr Juice Lizzo

Umweltkiller Tabak Warum Rauchen unseren Planeten kaputt macht

Dass Rauchen schlecht für die Gesundheit ist, wissen wir nicht erst, seit es Schockbilder auf Zigarettenpackungen gibt. Wie schlecht Tabakanbau für die Umwelt ist, ist aber den Wenigsten klar.

Von: Stefan Jaentsch

Stand: 19.01.2017

Ein Mann raucht eine Zigarette | Bild: dpa-Bildfunk

Jede Zigarette, die wir rauchen, ist praktisch ein Schlag ins Gesicht von Mutter Natur, denn der Anbau von Tabak verschlingt Unmengen an Ressourcen. Für die Tabakproduktion werden riesige Waldflächen abgerodet, jedes jahr rund 200.000 Hektar - das entspricht 270.000 Fußballfeldern. Dazu kommen gigantische Mengen an Wasser: fast drei Millionen Liter pro rauchfertige Tonne Tabak. Was aber den Tabakanbau von anderen Monokulturen unterscheidet, ist der enorme Einsatz von Düngemitteln. Das liegt daran, dass Tabak den Boden extrem auslaugt und sehr anfällig für Schädlinge ist. Außerdem werden der Tabakpflanze die Seitentriebe und Blüten gekappt, damit mehr Nikotin in den Blättern entsteht. Durch diese Kombination ist die Pflanze sehr empfindlich und braucht außergewöhnlich viel Dünger und Pestizide. Die wiederum durch Regen und Bewässerung in unser Grundwasser und in die Flüsse gelangen.

Was sind die Alternativen zum Tabakanbau?

Wer der Umwelt etwas Gutes tun möchte, sollte mit dem Rauchen aufhören. Nur das würde wirklich helfen. Denn wer nicht raucht, braucht auch keinen Tabak. Aber ganz so einfach ist es nicht. Zum einen ist es sehr unwahrscheinlich, dass eine Milliarde Raucher gleichzeitig aufhören zu rauchen, zum anderen sind viele Länder sehr abhängig vom Tabakexport. In Afrika gibt es Länder, wie zum Beispiel Malawi, die bis zu 50 Prozent ihrer gesamten Exporterlöse durch den Anbau von Tabak einnehmen. Solche Länder können nicht von einem Tag auf den anderen auf Nüsse und Hülsenfrüchte umsteigen. Langfristig muss weniger geraucht werden, damit die Wirtschaft sich in einem gesunden Maß daran anpassen kann.

Es gibt aber auch Möglichkeiten, mit einfachsten Mitteln Erfolge mit Langzeiteffekt zu erzielen. Die Antwort heißt: Aschenbecher benutzen. Ein weit verbreiteter Glaube ist, dass Kippenstummel biologisch abbaubar sind. Aber sie bestehen unter anderem aus Zellulose Acetat, einem Kunststoff, der nur sehr langsam zerfällt. Von sechs Billionen Zigaretten die jedes Jahr geraucht werden, landen drei Viertel in der Natur. Ein solche Verschmutzung schadet der Umwelt enorm - und auch den Weltmeeren. Denn der meiste Müll, der auf den Ozeanen herumtreibt, kommt vom Land. Und das weltweit am meisten gefundene Müllobjekt an Stränden ist: die Zigarette.

E-Zigaretten sind nicht zwangsläufig umweltfreundlicher

E-Zigaretten können dabei helfen, sich das Rauchen abzugewöhnen. Umweltfreundlicher ist diese Rauchmethode aber nicht zwangsläufig. Entscheidend ist, ob der entsprechende Geschmacksstoff Nikotin erhält. Denn auch bei E-Zigaretten wird das Nikotin aus der Tabakpflanze gewonnen und nicht synthetisch hergestellt. Es gibt aber auch Aromen ohne Nikotinzusatz. Was bleibt, ist die Erkenntnis: Rauchen kann tödlich sein. Für den Menschen - und unseren Planeten.