24

Talkshow zu Flüchtlingen Grönemeyer teilt bei Jauch aus

Am Sonntag ging es bei Günther Jauch alles andere als gemütlich zu: Herbert Grönemeyer brachte mit deutlichen Worten Kanzleramtsminister Altmaier ordentlich in Bedrängnis.

Von: Quentin Lichtblau

Stand: 05.10.2015

Herbert Grönemeyer bei Günther Jauch | Bild:  Karlheinz Schindler/dpa

Fernsehdeutschland atmet auf: Sommerpause vorbei, Jauch ist wieder da. Eigentlich hätte es am Sonntagabend so weiter gehen können wie immer. Gäste geben quer durchs politische Spektrum ihre Meinung ab, Jauch guckt witzig statt nachzuhaken und wirft ab und zu ein Stichwort in die Runde. Und so begann es dann auch: Kanzleramtsministzer Peter Altmaier redete ganz staatsmännisch die Unstimmigkeiten von Merkel und Seehofer in Flüchtlingsfragen klein. Die Positionen der der beiden unterschieden sich nur "in Nuancen", meinte Altmaier, es gäbe einen "großen demokratischen Grundkonsens" zwischen CDU und CSU. Von Seehofers Aussagen zu Merkels Flüchtlingspolitik ("Kein Plan", "ein Fehler") hatte er wohl nicht allzu viel mitbekommen

"Das ist doch verbale Brandstiftung"

Nach Jauch hätte man das ruhig so stehenlassen können, wäre da nicht mit Herbert Grönemeyer ein Gast geladen gewesen, der sich nicht nur in der Farbe seiner Socken (orange) grundlegend von Peter Altmaier (lila) unterschied. "Das ist doch verbale Brandstiftung“, meinte er zu Seehofers Positionen, die CSU wolle mit ihren Aussagen "im rechten Lager fischen". Auch Sätze wie Merkels "Wir schaffen das" seien nicht zu überschätzen, sondern lediglich eine Reaktion auf die positiven Initiativen der Bürger. "Die Gesellschaft hat der Politik diktiert, wie es geht", sagte Grönemeyer.

Sogar mit der ansonsten immer recht versöhnlichen Schlussrunde wollte es dann bei Jauch nicht mehr so recht klappen: Altmaier unterbrach Grönemeyer beim Beantworten der letzten Frage - darauf Grönemeyer: "Sie müssen mich nicht korrigieren. Ich glaube, ich weiß, was ich sage!" Der Applaus gehörte ihm.


24

Kommentare

Inhalt kommentieren

Mit * gekennzeichnete Felder sind verpflichtend.

Bitte geben Sie höchstens 1000 Zeichen ein.

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

Franz Horste, Dienstag, 06.Oktober 2015, 14:23 Uhr

2. Grönemeyer bei Jauch

Diese Sendung war keine politische Talkrunde sondern ein Kasperltheater. Jauch hat offensichtlich keine Lust mehr sich Mühe zu geben. Sein Geld hat er auch so. Allein die Auswahl der Gäste war ziemlich unsinnig. Dass Altmaier die Kanzlerin verteidigt, ist von vornherein klar. Was soll er auch sonst? Ein Politiologe, der sich nur ansatzweise traut, ein Resumee zu ziehen, eine Frau von der Front aus dem Sozialamt Bayerns, die man nicht ausreichend zu Wort kommen läßt und die sich auch nicht so recht traut. Yogeshwar auf die Frage weshalb er denn keinen Flüchtling bei sich aufnimmt, gibt an damit, dass er in seinem Hennef mit ein paar Flüchtlingen Ball spielt. Das muss wohl genügen. Grölemeyer benimmt sich daneben und bleibt die Antwort auf diese Frage schuldig. Dass er angeblich seine Steuern in Berlin bezahlt, mag glauben, wer will. Die Musik eines eitlen Laffen, muss ich nicht mehr hören. Lesen Sie auch hier. http://wort-woche.blogspot.de/2015/10/kritik-gunther-jauch-zum-thema.html

  • Antwort von robär, Montag, 12.Oktober, 08:59 Uhr

    dieser Kommentar liegt genau auf meiner Linie - wie man das Gegröle diese Meyers als Kunst empfinden kann, wird mir immer ein Rätsel bleiben - dazu kommt noch seine vor Arroganz triefende Mimik!!

Detl, Montag, 05.Oktober 2015, 13:36 Uhr

1.

Link wo ichs anschauen kann wär doch noch ne dufte sache..