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Die Linke stellt absurden Antrag Die "Papierkörbin" soll Gendergerechtigkeit bringen

Wenn es nach der Linken geht, sollen in Zukunft alle Büromaterialien im Flensburger Rathaus Genderneutral benannt werden, zum Beispiel "der/die ComputerIn". Mit dem absurden Antrag verfolgen sie aber ein ganz anderes Ziel.

Stand: 26.09.2016 | Archiv

Büro-Alltag | Bild: colorbox.com

"Gendergerechte Sprache: Teil 1 für Arbeitsgeräte/-mittel" - So heißt ein Antrag, den die Stadtratsfraktion der Linken in Flensburg gestellt hat. Die Idee: In allen Arbeitsbereichen der Stadtverwaltung sollen die Geräte genderneutral bezeichnet werden, zum Beispiel der/die ScannerIn, der/die ComputerIn, der/die BleistiftanspitzerIn, der/die KopiererIn, der/die AbfalleimerIn oder der/die StaubsaugerIn.

Und wenn sich eine weibliche Form nicht so leicht bilden lässt, müsse halt "kreativ nachgebildet werden", wie beispielsweise bei der/die Papierkorb/-körbin oder der/die Briefkopf/-köpfin.

Ein paar Wörter will die Linke in Flensburg dann aber doch noch beibehalten, nämlich alles, was auf -keit, -heit oder -ung endet. Auch sowieso schon feminine Wörter wie "die Maus" sollen nicht verändert werden. "Der Mäuserich" gibt es also leider nicht. Auch bei dem neutralen Artikel "das" sieht die Linke keinen Handlungsbedarf. Es darf also weiterhin das Papier oder das Dokument heißen.

Allerdings ist es sehr unwahrscheinlich, dass der Antrag wirklich angenommen wird. Die Linke Flensburg schreibt auf ihrer Homepage nämlich, dass sie selbst gegen ihren eigenen Antrag stimmen will. Der Gaga-Antrag sei nur eine Reaktion auf eine Idee der Ratsfraktion "Wir in Flensburg". Die wollen, dass die Ratsfrauen ab sofort "Ratsdamen" genannt werden, damit sie sprachlich auf einer Ebene mit den Ratsherren stehen. Alles andere könnte laut "Wir in Flensburg" abwertend verstanden werden. Um die Gleichberechtigung wolle man sich aber weiterhin auch bei den Linken kümmern.


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